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Zitronengras duftet Küche und Tee und lässt sich zu Hause leicht anbauen

August 15, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Zitronengras duftet Küche und Tee und lässt sich zu Hause leicht anbauen
Zitronengras / Foto: Depositphotos
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Zitronengras ist vor allem aus der asiatischen Küche bekannt, doch seine Einsatzmöglichkeiten gehen weit darüber hinaus. Es passt in Speisen, eignet sich zur Zubereitung eines sanft anregenden und zugleich beruhigenden Tees, kann auch als duftende Zutat für selbst gemachte Reinigungsmittel dienen oder als natürlicher Lufterfrischer. Außerdem wirkt es sehr dekorativ und verschönert Balkon und Terrasse.

Botanisch handelt es sich um das Westindische Zitronengras (Cymbopogon citratus). Es ist ein wärmeliebendes, tropisches Gras aus Asien, das heute jedoch in vielen Teilen der Welt angebaut wird. In unseren Bedingungen muss man damit rechnen, dass es keinen Frost verträgt – deshalb wird es bei uns als Kübelpflanze im Topf kultiviert.

Kultur im Topf und sicheres Überwintern

Draußen kann Zitronengras nur während der warmen Jahreszeit stehen. Sobald es im Herbst deutlich kühler wird, sollte der Topf ins Winterquartier umziehen. Ideal ist ein heller, eher kühler Platz, an dem die Pflanze weder unter Lichtmangel noch unter zu warmer Heizungsluft leidet. Im Winter reicht es, die Wassergaben zu reduzieren, damit das Substrat nicht dauerhaft nass bleibt, aber auch nicht völlig staubtrocken austrocknet.

Bei guten Bedingungen bildet Zitronengras dichte Horste aus schmalen, graugrünen Blättern, die bis etwa 1 m hoch werden können. Der intensivste Zitronenduft sitzt meist im unteren Blattbereich, wo das Aroma am stärksten konzentriert ist.

Warum es als nützliches Kraut gilt

Die Blätter enthalten eine Reihe natürlicher Inhaltsstoffe, weshalb Zitronengras in manchen Quellen auch als Heilpflanze erwähnt wird. Oft wird an seine traditionelle Verwendung als Tee bei kleinen Beschwerden erinnert und daran, dass sein weiteres Potenzial erforscht wird. Für den Hausgebrauch ist es jedoch am sinnvollsten, es als aromatisches Küchenkraut zu sehen, das den Alltag und das Zuhause angenehm bereichert.

Den Tee bereiten Sie ganz einfach zu, indem Sie frische oder getrocknete Blätter mit kochendem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen, anschließend leicht abkühlen lassen.

Der Duft von Zitronengras lässt sich auch außerhalb der Küche nutzen. Es kann in selbst gemachte Lufterfrischer, Duftmischungen oder eigene Reinigungsprodukte gegeben werden. Häufig wird auch seine Verwendung in der DIY-Kosmetik erwähnt, wo das frische Aroma geschätzt wird.

Standort, Substrat und Gießen während der Saison

Am besten wächst es an einem sonnigen und warmen Platz. Das Substrat sollte durchlässig sein, idealerweise neutral bis leicht sauer. Wichtig ist eine Drainage, denn dauerhaft nasse Wurzeln bekommen dieser Pflanze nicht. Geben Sie deshalb auf den Topfboden eine Schicht Drainagematerial, zum Beispiel Blähton, der überschüssiges Wasser besser abführt.

Im Sommer gießen Sie regelmäßig und eher kräftig, besonders an heißen Tagen. Achten Sie aber darauf, dass die Oberfläche und ein Teil des Substrats zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen können. Dauerhaft nasse Erde und zu häufiges Gießen sind ein typischer Fehler, der die Pflanze sichtbar schwächt.

Düngen für einen dichten Horst und kräftiges Aroma

Wenn Sie die Bildung neuer Blätter und eine bessere Horstbildung fördern möchten, gönnen Sie dem Zitronengras einen organischen Dünger. In der Saison bewährt sich eine Düngung etwa alle zwei Wochen, zum Beispiel als Flüssigdüngung über das Gießwasser. Die Pflanze wächst dann vitaler und ist oft auch aromatischer – das zahlt sich in der Küche aus.

Wo der Topf am besten steht und warum er zum Sitzplatz passt

Zitronengras / Foto: Depositphotos
Zitronengras / Foto: Depositphotos

Ein praktischer Tipp ist, den Topf dorthin zu stellen, wo Sie im Sommer am häufigsten sitzen. Zitronengras ist dafür bekannt, dass sein Duft für lästige Insekten unangenehm sein kann – deshalb stellt man es gerne in die Nähe von Terrassen und Balkon-Sitzplätzen. Eine Garantie für einen komplett mückenfreien Abend ist es nicht, aber als duftende Ergänzung ist es durchaus sinnvoll.

Vermehrung durch Teilung und Aussaat

Wenn sich die Pflanze bewährt und Sie sie vermehren möchten, ist die Teilung größerer Horste im Frühjahr am einfachsten. Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf, teilen Sie sie in mehrere Stücke mit Wurzeln und setzen Sie diese in separate Töpfe. So erhalten Sie schnell kräftige neue Pflanzen.

Auch die Anzucht aus Samen ist möglich, die man problemlos bekommt. Ausgesät werden kann auch außerhalb der Hauptsaison, am besten flach in Aussaaterde. Bei Temperaturen um 20 bis 22 °C keimen die Samen je nach Bedingungen und Saatgutfrische meist nach etwa 10 bis 20 Tagen.

Der größte Nutzen in der Küche und wie man es verwendet

Zitronengras ist ein wichtiger Bestandteil der thailändischen, indonesischen, malaysischen und auch der indischen Küche. Es würzt Suppen, Saucen, Gemüse- und Reisgerichte, Marinaden, Fisch und Fleisch. Typisch ist der fein zitronige, leicht würzige Geschmack, der sich gut mit Ingwer, Knoblauch, Chili und Kokosmilch kombinieren lässt.

In der Küche verwendet man es vor allem frisch, häufig die unteren Blattpartien oder die Stängel, die vor der Verwendung leicht angeklopft werden, damit sich das Aroma besser löst. Auch die getrocknete Variante ist nutzbar und praktisch, meist jedoch weniger intensiv als frisch geerntetes Zitronengras. Wer es zu Hause anbaut, hat den Vorteil, jederzeit auf frische, duftende Blätter zugreifen zu können – genau dann, wenn sie die beste Qualität haben.

Quelle: Záhrada, The Spruce, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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