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Die Triebspitze des Hokkaido-Kürbisses kappen und die Pflanze steckt Kraft in die Fruchtreife

August 18, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Jarmila M.
Die Triebspitze des Hokkaido-Kürbisses kappen und die Pflanze steckt Kraft in die Fruchtreife
Hokkaidō / Foto: Depositphotos
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Der Hokkaido-Kürbis, botanisch Cucurbita maxima, gehört zu den beliebten Winterkürbissen. Geschätzt wird er vor allem wegen seines kräftigen Aromas und der unkomplizierten Kultur. Er stammt von der nördlichen japanischen Insel Hokkaidō, wo sich laut historischen Berichten im 19. Jahrhundert aus Amerika eingeführte Kürbisse verbreiteten. Durch anschließende Züchtung entstand eine Sorte mit intensiverem Duft und zartem, oft dünnem Fruchtmantel. In manchen Ländern wird er auch Kastanienkürbis genannt, weil er eine angenehm nussige Note hat. In Japan ist die Bezeichnung uchiki kuri gebräuchlich, und auch hierzulande findet man sie im Saatgutangebot.

Die Pflanze ist einjährig, wächst sehr kräftig und kriecht wie auch klettert, oft auf mehrere Meter Länge. Sie hat große, dunkelgrüne Blätter und blüht in der ersten Sommerhälfte mit auffälligen gelben, trichterförmigen Blüten. Die Früchte sind orange bis orange-rot, häufig tropfenförmig. Eine Pflanze setzt meist etwa zwei bis drei Früchte an, die oft rund 15 cm Durchmesser erreichen und je nach Bedingungen von etwa einem halben Kilogramm bis zu mehreren Kilogramm wiegen. Das Fruchtfleisch ist gelb bis orange und wird beim Garen angenehm zart.

Sorten und Farbvarianten

Am häufigsten werden Typen mit orangefarbener Schale angebaut, es gibt jedoch auch Sorten mit blau-grauer, blau-grüner oder dunkelgrüner Färbung, die besonders in Japan beliebt sind. Bei der Auswahl lohnt es sich, Reifezeit, Fruchtgröße, Lagerfähigkeit und Wuchsstärke zu berücksichtigen: Manche Typen bilden weniger, dafür sehr aromatische Früchte, andere fruchten besonders reichlich.

Im Saatguthandel finden Sie zum Beispiel frühere und ertragreiche Varianten mit zarterer Schale, blau gefärbte Sorten mit etwas festerem Fruchtmantel oder grüne Typen, die für längere Lagerfähigkeit bekannt sind. Der Name Red Kuri wird häufig genau unter der Bezeichnung uchiki kuri verkauft.

Wann und wie man Hokkaido aussät und pflanzt

Hokkaido ist ein wärmeliebender Kürbis und kommt erst nach den letzten Frösten ins Freie. Direktsaat ins Beet oder das Auspflanzen vorgezogener Jungpflanzen ist in der Regel ab Mitte Mai sinnvoll, je nach Region. Da er jedoch eine längere Vegetationszeit braucht, wird in der Praxis oft im Warmen vorgezogen, damit die Pflanze vor der Herbstabkühlung zuverlässig ansetzt und die Früchte ausreifen kann.

Der Schlüssel zum Erfolg ist ein sehr nährstoffreicher Boden. Kürbisse zählen zu den Starkzehrern, daher tut dem Standort eine Gabe reifen Komposts oder gut verrotteten Mists schon vor dem Pflanzen besonders gut. Sehr gut gedeiht er auch an humusreichen Stellen, etwa in der Nähe des Komposts, sofern ausreichend Sonne und Platz vorhanden sind.

Vorziehen im Haus

Die Samen werden meist ab April einzeln in Töpfe gesät, damit die Wurzeln beim Umpflanzen möglichst wenig gestört werden. Das Korn wird seitlich abgelegt, etwa 2 bis 3 cm tief, und mit Substrat bedeckt. Nach der Aussaat ist gleichmäßige Feuchte wichtig, jedoch ohne Staunässe. Für die Keimung bewährt sich eine Temperatur von etwa 20 bis 24 °C; das Auflaufen kann ungefähr 8 bis 14 Tage dauern. Bevor die Jungpflanzen nach draußen kommen, sollten sie schrittweise abgehärtet und erst dann an den Endstandort gepflanzt werden.

Direktsaat ins Beet

Wenn Sie direkt ins Freie säen möchten, tun Sie das erst, wenn keine Spätfröste mehr drohen. Das Vorgehen ist ähnlich wie beim Vorziehen: Der Samen kommt ebenfalls seitlich in etwa 2 bis 3 cm Tiefe in die Erde, und der Boden wird gleichmäßig feucht gehalten. Bei beiden Methoden ist ausreichend Platz entscheidend, denn die Pflanzen breiten sich schnell aus. Pflanzabstände von etwa 1,5 m helfen, spätere Konkurrenz um Licht und Nährstoffe zu begrenzen.

Hokkaido-Kürbis / Foto: Pestrazahrada.cz
Hokkaido-Kürbis / Foto: Pestrazahrada.cz

Pflege während der Saison und Förderung der Fruchtbildung

Nach dem Pflanzen müssen die Pflanzen gut angegossen werden, und auch im Sommer sollte weiter regelmäßig gewässert werden, wenn die Blattmasse zunimmt und die Früchte sich füllen. Am besten wird im Wurzelbereich gegossen, ohne die Blätter unnötig zu benetzen. Das senkt das Risiko für Pilzprobleme. Gleichzeitig sollten die Wurzeln nicht lange austrocknen, denn eine geschwächte Pflanze ist anfälliger für Krankheiten und setzt oft schlechter an.

Da Hokkaido nährstoffhungrig ist, wirkt sich Nachdüngen positiv aus, etwa mit einem Flüssigdünger in regelmäßigen Abständen während des starken Wachstums. Ebenso wichtig ist das Jäten, besonders zu Beginn, bis die Pflanze den Boden selbst beschattet. Eine Mulchschicht kann die Verdunstung verringern, die Feuchte gleichmäßiger halten und zugleich Unkraut bremsen.

Im Sommer lässt sich das Wachstum durch Auskneifen steuern. Wenn Sie die Ausreife fördern möchten, ist es oft hilfreich, überzählige Ranken zu begrenzen und nach dem Ansatz einiger Früchte die Triebspitze zu entfernen. So verlagert die Pflanze ihre Energie in die Reifung. Während sich die Früchte entwickeln, kann es außerdem helfen, stark beschattende Blätter etwas zu lichten, damit mehr Sonne an die Früchte gelangt und sie ihre typische Färbung ausbilden. Unter die Kürbisse legt man praktisch ein Brettchen, einen Ziegel oder eine Fliese, damit sie nicht im Nassen liegen und weniger attraktiv für Schädlinge sind.

Ernte und Erkennen der richtigen Reife

Am besten bleiben die Früchte so lange wie möglich an der Pflanze, denn dadurch werden sie aromatischer und reifen besser aus. Frost dürfen sie jedoch nicht abbekommen, darauf reagieren sie sehr empfindlich. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen je nach Sorte und Bedingungen meist etwa 95 bis 120 Tage. Die Reife lässt sich auf mehrere Arten erkennen: Die Schale sollte hart sein, der Stiel verholzt nach und nach und trocknet ein, und beim Klopfen klingt die Frucht oft hohler.

Geerntet wird meist von September bis November. Bei der Ernte sollte die Frucht sauber abgeschnitten werden, und man lässt möglichst viel Stiel stehen, denn das verbessert die Lagerfähigkeit. Nach dem Abschneiden empfiehlt es sich, die Kürbisse noch nachreifen zu lassen, also mindestens etwa zehn Tage an einem warmen, hellen Ort zu trocknen und die Schale ausreifen zu lassen, wo sie nicht nass werden. Das kann bei stabilem Wetter ein sonniger Platz im Freien sein, alternativ ein Gewächshaus, Folientunnel oder ein unbeheiztes Frühbeet.

Unreifer Hokkaido-Kürbis / Foto: Pestrazahrada.cz
Unreifer Hokkaido-Kürbis / Foto: Pestrazahrada.cz

Lagerung und wie lange Hokkaido hält

Richtig ausgereifte und gut abgetrocknete Hokkaido-Kürbisse halten unter passenden Bedingungen mehrere Monate, oft bis etwa ein halbes Jahr. Ideal ist ein trockener, gut belüfteter Ort mit einer Temperatur von ungefähr 12 bis 15 °C. Sinkt die Temperatur zu stark, steigt das Risiko von Fäulnis während der Lagerung; ein Raum, in dem es frieren kann, ist ungeeignet.

Kürbisse sollten besser nicht übereinander gestapelt werden. Praktisch ist, sie gelegentlich zu drehen und regelmäßig zu kontrollieren. Zeigt sich eine weiche Stelle oder ein beginnender Fäulnisherd, trennt man die Frucht sicherheitshalber ab, damit sich das Problem nicht ausbreitet. Wer die Ernte anders haltbar machen möchte, kann den Kürbis in Stücke schneiden und roh oder gegart einfrieren, sollte aber einplanen, dass er nach dem Auftauen weicher ist. Gefrorene Stücke eignen sich meist für Suppen, Püree oder Saucen. Eine weitere Möglichkeit ist Einkochen, Einlegen oder die Verarbeitung zu süßen Zubereitungen.

Verwendung in der Küche und ernährungsphysiologische Vorteile

Hokkaido ist nicht nur wegen seines Geschmacks beliebt, sondern auch wegen seiner Nährstoffe. Er enthält zahlreiche Vitamine, vor allem der B-Gruppe, außerdem Vitamin C und E, und liefert zugleich Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor sowie Folsäure. In der Küche ist er vielseitig und lässt sich dank seiner angenehmen Konsistenz sehr gut verarbeiten.

Am häufigsten wird er für cremige Suppen, Gemüsepfannen, Schmorgerichte und Aufläufe verwendet. Hervorragend ist er auch aus dem Ofen, wobei seine süßere Note stärker hervortritt. Aus Kürbispüree lassen sich Gnocchi, Teige und Saucen zubereiten. Für süßes Backen passt er in Kuchen und Torten, wo er Saftigkeit und einen milden Geschmack beisteuert, der sich gut mit Zimt oder Ingwer kombinieren lässt.

Wenn Sie Kürbisse möglichst lange lagern möchten, achten Sie auf volle Reife, eine schonende Ernte mit Stiel und das anschließende Abtrocknen an einem warmen, trockenen Ort.

Quelle: Plantura Magazine, Epic Gardening , Pestrazahrada.cz

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Jarmila M.
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