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Pilzesammeln im November endet nicht, diese vier Pilzarten wachsen auch bei Kälte, eine erfordert jedoch Vorsicht

November 4, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Pilzesammeln im November endet nicht, diese vier Pilzarten wachsen auch bei Kälte, eine erfordert jedoch Vorsicht
Hallimasch / Foto: Depositphotos

Viele Menschen haben das Gefühl, dass mit einer deutlichen Abkühlung die Pilzsaison endgültig vorbei ist. Tatsächlich muss aber auch der späte Herbst keinen leeren Korb bedeuten. Im Wald erscheinen selbst in der kälteren Jahreszeit noch Arten, die einen Blick wert sind. Wer weiß, wo er suchen muss und welche Bedingungen wichtig sind, kann auch zu einer Zeit einen schönen Fund machen, in der die meisten Pilzsammler schon zu Hause bleiben.

Der Herbstwald hat seinen besonderen Reiz, und das Pilzesammeln in dieser Zeit ist etwas anders als während des Saisonhöhepunkts. Es geht nicht mehr darum, kopflos jeden Winkel des Waldes abzulaufen, sondern eher um gezieltes Suchen an den richtigen Stellen. Erfahrene Pilzsammler wählen deshalb trockenere Lagen, wo die Pilze eher in gutem Zustand bleiben und nicht so schnell von Fäulnis befallen werden.

Wo Pilze im Herbst die besten Bedingungen haben

Mit sinkenden Temperaturen verändert sich auch, wo Pilze am häufigsten auftauchen. Feuchte und kalte Stellen sind dann nicht mehr so vorteilhaft wie zuvor. Besser sind Standorte, die nicht vernässt sind und an denen die Fruchtkörper weniger schnell verderben. Genau dort kann man auch im November noch auf Arten treffen, die in die Küche passen.

Herbstliches Pilzesammeln erfordert daher mehr Geduld und Aufmerksamkeit. Die Belohnung können jedoch Funde sein, die nicht nur essbar, sondern auch geschmacklich sehr interessant sind. Oft handelt es sich um Pilze, die nicht in großen Mengen auftreten – umso mehr freuen sich diejenigen, die sie im Wald entdecken.

Pilzarten, die sich auch bei niedrigeren Temperaturen finden lassen

Rötelritterlinge

Rötelritterlinge / Foto: Depositphotos
Rötelritterlinge / Foto: Depositphotos

Zu den Pilzen, die mit kühlerem Wetter gut zurechtkommen, zählt der Violette Rötelritterling. Im Wald erkennt man ihn an seiner auffälligen Färbung, durch die er zwischen dem Herbstlaub oft recht gut zu sehen ist. Sein Geschmack ist mild und leicht würzig, weshalb er sich für viele saisonale Gerichte eignet.

Bei Rötelritterlingen ist jedoch Vorsicht geboten. Obwohl sie essbar sind, sollte man sie nur sammeln, wenn man sie wirklich sicher bestimmen kann. Einige ähnliche Pilze können gefährlich sein – bei dieser Art lohnt es sich daher, ausschließlich auf sichere Kenntnisse und Erfahrung zu setzen.

Hallimasch

Hallimasch / Foto: Depositphotos
Hallimasch / Foto: Depositphotos

Auch Hallimasch ist in der späten Jahreszeit ein häufiger Fund. Er wächst am häufigsten an Baumstümpfen, Wurzeln oder Stämmen und bildet dort größere Büschel. In der Küche ist er wegen seines kräftigen Aromas beliebt und passt besonders gut in Suppen, Soßen oder zu Fleischgerichten.

Beim Hallimasch ist die richtige Zubereitung entscheidend. Vor dem Verzehr muss er immer gründlich vorgekocht werden, sonst kann er unangenehme Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Eine ausreichende Wärmebehandlung ist bei ihm die wichtigste Voraussetzung für sicheren Genuss.

Reizker und Pfifferlinge

Reizker / Foto: TR23, Pestrazahrada.cz
Reizker / Foto: TR23, Pestrazahrada.cz

Im kühleren Wald kann man auch dem Fichten-Reizker begegnen, der mit seinem orange- bis ziegelroten Hut auffällt. Sein Geschmack ist oft leicht pikant, weshalb er sich gut etwa in Kombination mit Pasta, Kartoffeln oder Kräutern macht.

Daneben können auch Trompetenpfifferlinge auftauchen, die in kleineren Büscheln wachsen. Ihr Aroma ist fein fruchtig, der Geschmack angenehm dezent. Besonders gut passen sie zum Beispiel in Sahnesoßen, in denen ihr Charakter zur Geltung kommt, ohne von zu vielen weiteren Zutaten überdeckt zu werden.

Worauf man im Spätherbst besonders achten sollte

Pilzesammeln am Ende der Saison hat auch seine Risiken. Das größte Problem ist häufig Frostschaden an den Fruchtkörpern. Wenn Pilze Frost abbekommen, wird ihre Struktur zerstört, und nach dem Auftauen sind sie oft matschig, wässrig und geschmacklich flach. Solche Exemplare sind qualitativ nicht mehr gut und sollten nicht gesammelt werden.

Noch wichtiger ist der gesundheitliche Aspekt. Angefrorene Pilze verderben schneller, und es können sich Stoffe bilden, die Magen-Darm-Beschwerden auslösen – im schlimmsten Fall auch eine Vergiftung. Außerdem sind sie anfälliger für Schimmel und Bakterien. Daher gilt eine einfache Regel: Wirkt ein Pilz angefroren, weich oder verdächtig wässrig, lässt man ihn besser im Wald.

Herbstliches Sammeln hat einen anderen Reiz als der Sommerhöhepunkt

Spätes Pilzesammeln dreht sich nicht um volle Körbe mit Steinpilzen und große Funde an jeder Ecke. Es erinnert eher an eine ruhige Suche nach kleinen Schätzen, die dem unaufmerksamen Auge leicht entgehen. Umso größer ist dann die Freude über jedes entdeckte Büschel oder jeden einzelnen gesunden Fruchtkörper.

So kann der Herbstwald trotz Kälte schöne Pilzerlebnisse bieten, wenn man weiß, nach welchen Arten man suchen sollte, und die nötige Vorsicht nicht unterschätzt.

Quelle: iRozhlas, Na houby, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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