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Was im Juli im Obstgarten zu tun ist für Ernte und Wintervorrat

July 3, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Was im Juli im Obstgarten zu tun ist für Ernte und Wintervorrat
Ernte von Johannisbeeren / Foto: Depositphotos
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Der Juli ist oft der Monat, in dem im Garten die Ernte mit der Vorbereitung auf die nächste Saison zusammenfällt. Kleines Beerenobst lässt sich sehr gut für den Winter haltbar machen, am häufigsten durch Einfrieren. Damit das Ergebnis überzeugt, lohnt es sich, nur gesunde, vollreife und unbeschädigte Früchte auszuwählen. Vor dem Einlagern in den Gefrierschrank sollte das Obst gereinigt und vor allem vollständig abgetrocknet werden, denn Restwasser begünstigt das Verklumpen und verschlechtert die Qualität nach dem Auftauen.

Johannisbeeren werden am besten von den Stielen abgestreift und erst danach eingefroren. Bei Stachelbeeren lohnt es sich, sowohl Stiele als auch die eingetrockneten Blütenreste zu entfernen. Jostabeeren verhalten sich beim Einfrieren ähnlich wie Johannisbeeren, daher kann das Vorgehen praktisch identisch sein. Himbeeren sind beim Umgang am empfindlichsten, sie werden leicht zerdrückt, und nach dem Auftauen erhalten Sie statt ganzer Früchte eher ein dünnes Püree. Deshalb ist es bei ihnen wichtig, behutsam zu arbeiten und sie nicht unnötig oft umzufüllen.

Wenn Sie möchten, dass kleines Obst nach dem Einfrieren nicht zu einem einzigen Block zusammenklebt, hilft ein einfacher Trick. Legen Sie die Früchte zunächst in einer Schicht auf ein Tablett oder Blech und lassen Sie sie kurz vorfrieren. Erst danach füllen Sie sie in Beutel oder Behälter um. So behalten sie die Form besser, und Sie können nach und nach kleinere Mengen entnehmen. Aufgetaut eignen sich Beeren vor allem für Kuchen, Pfannkuchen, Smoothies, Marmeladen, Kompott oder Fruchtsaucen. Bei Himbeeren und Stachelbeeren sollten Sie damit rechnen, dass sie weicher sind als frisch und sich deshalb oft am besten in erhitzten Rezepten verwenden lassen.

Erdbeeren brauchen nach der Ernte Kontrolle und Auslichtung

Nach den letzten Erdbeeren ist die Arbeit nicht vorbei. Gerade nach der Ernte ist es sinnvoll zu beurteilen, in welchem Zustand der Bestand ist. Wenn Erdbeerpflanzen zurückbleiben, müde wirken, junge Blätter sich kräuseln und runzlig sind, kann ein Befall durch einen Schädling vorliegen, der als Erdbeermilbe bekannt ist. Sie setzt sich besonders in älteren, verdichteten Pflanzungen durch, in denen höhere Luftfeuchte steht und die Luft schlechter zirkuliert. Das Ergebnis sind oft schwächerer Blütenansatz sowie kleinere, qualitativ schlechtere Früchte.

In den Garten gelangt die Milbe häufig schon mit der Pflanzware; daher ist es sinnvoll, Jungpflanzen aus verlässlichen Quellen zu beziehen und beim Pflanzen die empfohlenen Abstände einzuhalten. Ein Risiko sind warme und feuchte Sommer, in denen sich der Schädling schnell vermehrt. In der Praxis helfen eine regelmäßige Erneuerung des Erdbeerbeets und auch ein Standortwechsel nach etwa drei bis vier Jahren. Nach der Ernte lohnt es sich, alte Blätter zu entfernen, den Bestand auszulichten und beschädigte oder schwache Pflanzen auszusortieren. Stark befallene Exemplare nimmt man besser komplett heraus, damit sich das Problem nicht weiter ausbreitet.

Wenn sich die Erdbeermilbe stark vermehrt, kann man auch zu für Milben zugelassenen Präparaten greifen. Die beste Wirkung hat meist eine Behandlung kurz nach der Ernte beziehungsweise sehr früh im Frühjahr, wenn der Schädling wieder aktiv wird.

Erdbeeren / Quelle: Depositphotos
Erdbeeren / Quelle: Depositphotos

Kleine Löcher in den Blättern von Pfirsich und anderen Steinobstarten

Bei Pfirsichen können Sie im Sommer auf ein typisches Bild stoßen: Die Blätter sehen aus, als hätte sie jemand durchlöchert. Diese kleinen Löcher verursacht eine Pilzkrankheit, die als Schrotschusskrankheit bekannt ist; der Erreger ist der Pilz Stigmina carpophila. Er befällt nicht nur Pfirsiche, sondern auch andere Steinobstarten. Neben den Blättern kann er sich auch an den Früchten von Pfirsichen und Aprikosen zeigen, wo kleine weißliche Flecken mit dunklerem Rand entstehen.

Der Erreger überwintert im abgefallenen Laub und an der Rinde der Bäume. Nach dem Austrieb und vor allem bei regnerischem Wetter breitet sich die Infektion schnell auf junge Blätter und Früchte aus. Zunächst erscheinen kleine Flecken, später fällt das befallene Gewebe heraus und es bleiben Löcher zurück. Steinobst wird gegen die Schrotschusskrankheit üblicherweise nicht routinemäßig behandelt, Probleme können jedoch bei längeren feuchten Perioden auftreten. Hält das regnerische Wetter an, wird eine wiederholte Behandlung mit zugelassenen Mitteln in einem Abstand von etwa 10 bis 12 Tagen empfohlen. Gleichzeitig gilt: Sorten, bei denen in den nächsten drei Wochen mit der Ernte zu rechnen ist, werden nicht mehr behandelt.

Der Juli im Obstgarten ist eine Frage der Balance: einen Teil der Ernte als Vorrat sichern, einen Teil der Pflanzungen regenerieren und bei empfindlichen Arten rechtzeitig auf Krankheiten und Schädlinge reagieren.

Quelle: Zahrádkár, RHS, Gardenery, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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