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Gärtner kennen den Trick, mit dem Sie Erbsen bis in den Herbst ernten

June 13, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Gärtner kennen den Trick, mit dem Sie Erbsen bis in den Herbst ernten
Erbse / Foto: Depositphotos
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Erbsen gehören zu den dankbarsten Gemüsearten, weil sie sich sowohl im Beet als auch im Balkonkasten leicht anbauen lassen – das klappt problemlos auch bei Einsteigern oder mit Kindern. Am besten schmecken sie frisch gepflückt: Dann sind die Körner knackig, saftig und deutlich süß. Im Vergleich zur Ware aus dem Handel ist die eigene Ernte oft aromatischer, und Sie haben die Sicherheit, dass Sie sie genau dann essen, wenn sie ihren Höhepunkt erreicht. Wenn Sie dieses Jahr bereits eine Runde geerntet haben, spricht nichts dagegen, erneut auszusäen und die Saison bis zum Ende des Sommers und in den frühen Herbst zu verlängern.

Warum Erbsen als Superfood gelten

Erbsen sind nicht nur eine Beilage, sondern auch ein ernährungsphysiologisch wertvolles Lebensmittel. Sie enthalten Vitamin C, B-Vitamine, Provitamin A, Beta-Carotin sowie Folsäure. An Mineralstoffen finden sich unter anderem Magnesium, Kalium, Eisen, Calcium und Phosphor. Wichtig ist zudem der höhere Anteil an Ballaststoffen: Sie unterstützen die Verdauung, fördern eine gute Darmtätigkeit und können helfen, den Cholesterinspiegel in einem vernünftigen Bereich zu halten. Gerade die Kombination aus Ballaststoffen und der gesamten Nährstoffzusammensetzung ist ein Grund, warum Erbsen häufig im Zusammenhang mit der Unterstützung der Herz-Kreislauf-Gesundheit genannt werden.

So verlängern Sie die Ernte vom Frühjahr bis in den Herbst

Erbsen eignen sich nicht für eine lange Lagerung – die größte Freude machen sie frisch. Deshalb lohnt es sich, die Aussaat so zu planen, dass die Schoten nach und nach reifen. Das gelingt entweder durch die Auswahl mehrerer Sorten mit unterschiedlicher Vegetationsdauer oder durch wiederholte Aussaaten im Abstand von etwa 10 bis 14 Tagen. So verteilt sich die Ernte über einen längeren Zeitraum, und es kommt nicht dazu, dass alles gleichzeitig reif wird. Die letzte Aussaat sollte idealerweise etwa 6 bis 8 Wochen vor den ersten Herbstfrösten erfolgen, damit die Pflanzen noch Zeit haben, Schoten zu bilden.

Welche Erbsentypen es gibt und wofür sie sich eignen

In der Praxis begegnen Ihnen mehrere Gruppen. Garten- bzw. Markerbsen (süße Erbsen) bilden Schoten, die man üblicherweise nicht mitisst – geerntet werden vor allem die Körner. Bei runzelkörnigen Sorten lohnt die Ernte, wenn die Schoten noch jung sind und die Körner weich und süß: Sie werden oft roh gegessen oder nur kurz gegart. Zuckererbsen sind auf den Verzehr ganzer Schoten gezüchtet, sie werden geerntet, solange die Körner noch klein sind, und eignen sich hervorragend für Salate oder zum kurzen Anbraten bzw. Dünsten.

Erbsen / Foto: Depositphotos
Erbsen / Foto: Depositphotos

Richtige Aussaat und grundlegende Pflege des Bestands

Erbsen werden meist direkt am Standort in einen gut durchlässigen Boden an einem sonnigen Platz gesät. Dem Boden tut Kompost oder gut abgelagerter Mist gut, der rechtzeitig eingearbeitet wird. Sie können die Keimung beschleunigen, indem Sie die Samen über Nacht in Wasser einweichen, damit sie quellen und schneller auflaufen. Manche Gärtner legen sie kurz in Kamillen- oder Knoblauchauszug als einfache Vorbeugung gegen Bodenprobleme; insgesamt sollte die Einweichzeit jedoch 24 Stunden nicht überschreiten.

Gesät wird in Reihen mit etwa 15 bis 30 cm Abstand; die Samen kommen ungefähr 5 bis 7 cm tief in die Erde und etwa 5 cm voneinander entfernt. Frische Aussaaten sollten Sie vor Vögeln schützen, zum Beispiel mit einem Netz. Ein praktischer Trick ist auch das Vorziehen in mit Substrat gefüllten Papprollen, die später samt Hülle in die Erde gesetzt werden – so werden die Wurzeln weniger beschädigt.

Stütze, Bewässerung und Düngung

Buschsorten bleiben niedrig, Stangen- bzw. Rankerbsen können über 1,5 m hoch werden – daher lohnt sich eine Rankhilfe. An Drahtgeflecht oder Netz brauchen die Pflanzen weniger Platz, und die Ernte ist bequemer. Entscheidend ist regelmäßiges Gießen, vor allem während der Keimung und bei jungen Pflanzen, die nicht austrocknen dürfen. Bei den Nährstoffen reagieren Erbsen gut auf Phosphor und Kalium. Stickstoff benötigen sie meist nicht viel, weil sie mithilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff binden; ein Zuviel fördert eher üppiges Blattwachstum als die Schotenbildung.

Erbsen im Balkonkasten

Der Anbau in Gefäßen ist überraschend einfach. In einen Balkonkasten passen in der Regel zwei Reihen; der Abstand zwischen den Reihen und auch zwischen den Samen kann etwa 5 cm betragen. Wichtig sind regelmäßiges Gießen und eine Rankhilfe, an der sich die Triebe festhalten können. Wenn Sie gestaffelt aussäen, können Sie sich auch auf dem Balkon über einen längeren Teil der Saison eine Ernte sichern.

So ernten Sie, damit die Erbsen möglichst süß sind

Am besten pflücken Sie die Schoten morgens, sobald der Tau abgetrocknet ist – dann sind die Körner meist am knackigsten. Ernten Sie laufend, denn häufiges Pflücken regt die Bildung weiterer Schoten an. Beim Abnehmen ist es schonend, mit beiden Händen zu arbeiten: Mit einer Hand halten Sie die Pflanze fest, mit der anderen brechen Sie die Schote ab, damit die Triebe nicht unnötig herausgerissen werden. Überreife Schoten erkennen Sie an der matteren Farbe und der Härte. Wenn ein Teil der Ernte zu weit ist, können Sie die Körner ausreifen lassen, trocknen und für die Winterküche aufbewahren, zum Beispiel für Suppen.

Was neben Erbsen gut wächst und was Sie vermeiden sollten

Erbsen profitieren meist von der Nachbarschaft von Gurken, Möhren, Radieschen, Kohlrabi oder Kopfsalat. Geeignet sind auch Kräuter wie Schnittlauch oder Minze. Wenn Sie Bohnenkraut oder Kapuzinerkresse in Beetnähe setzen, kann das helfen, einige Schädlinge zu reduzieren. Ungünstig ist es dagegen, Erbsen zu anderen Leguminosen zu setzen, etwa zu Bohnen, weil sie ähnliche Ansprüche und oft auch gemeinsame Schädlinge haben. Ebenfalls nicht empfehlenswert ist die Kombination mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten oder Kartoffeln.

Fruchtfolge und wie Erbsen den Boden verbessern

Erbsen sollten nicht wiederholt am gleichen Platz ausgesät werden; ideal ist es, sie etwa alle vier Jahre dorthin zurückzubringen. Dank der Knöllchenbakterien reichern sie den Boden mit Stickstoff an und sind daher auch eine hervorragende Vorfrucht. Nach der Ernte können Sie die Pflanzen im Beet belassen und vor dem Winter als einfache Gründüngung einarbeiten. Die leeren Schoten lassen sich außerdem praktisch als Mulch verwenden: Das hilft, Feuchtigkeit zu halten und das Unkrautwachstum zu bremsen.

Quelle: RHS, Almanac, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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