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Für reich tragende Johannisbeeren wann und womit Sie am besten düngen

June 12, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Für reich tragende Johannisbeeren wann und womit Sie am besten düngen
Johannisbeere / Foto: Depositphotos
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Johannisbeeren gehören zu den Obststräuchern, die sehr zuverlässig tragen können – aber nur dann, wenn im Boden genügend Nährstoffe und Humus vorhanden sind. Am empfindlichsten gegenüber der Bodenqualität ist die Schwarze Johannisbeere, die Feuchtigkeitsschwankungen und magerere Böden schlechter verträgt. Eine gut abgestimmte Düngung beeinflusst nicht nur die Menge der Früchte, sondern auch die Größe der Trauben, die Ausfärbung, die Süße und zudem die Widerstandskraft des Strauchs gegenüber Krankheiten. Ziel ist nicht, die Johannisbeere „zu überfüttern“, sondern den Boden langfristig lebendig und gut versorgt zu halten, damit der Strauch jedes Jahr genügend Blüten anlegt und gleichzeitig die Kraft hat, die Früchte auszureifen.

Die wichtigsten Nährstoffe für Johannisbeeren und wofür sie gut sind

Johannisbeeren brauchen eine ausgewogene Versorgung mit Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff fördert das Wachstum von Blättern und neuen Trieben und ist deshalb vor allem im Frühjahr wichtig, wenn der Strauch in die Saison startet. Phosphor unterstützt die Wurzelbildung und fördert die Blüte – damit steigen die Chancen auf einen reichen Fruchtansatz. Kalium ist entscheidend für die Fruchtqualität, das Ausreifen der Beeren und die Stresstoleranz der Pflanze gegenüber Trockenheit und Krankheiten. Sehr häufig wird auch Magnesium vergessen: Ohne Magnesium wird weniger Chlorophyll gebildet, die Blätter „verfärben“ sich vorzeitig herbstlich und können abfallen. Das senkt den Ertrag im laufenden Jahr und schwächt zudem die Knospenanlage für das nächste Jahr.
Der häufigste Fehler ist zu viel Stickstoff auf Kosten von Kalium und Phosphor. Dann wächst der Strauch zwar üppig, blüht und fruchtet aber weniger – und ist außerdem anfälliger für Pilzkrankheiten.

Organische Substanz als Basis – Kompost und Humus

Der zuverlässigste Weg zu dauerhaft guten Erträgen bei Johannisbeeren ist organische Düngung. Kompost liefert Nährstoffe langsam, verbessert die Bodenstruktur, die Wasserspeicherfähigkeit und die Aktivität der Bodenmikroorganismen. Für einen ausgewachsenen Strauch rechnet man üblich mit etwa 2 kg reifem Kompost. Wichtig ist, den Kompost leicht in den Boden rund um den Strauch einzuarbeiten und nicht in einer dicken Schicht direkt an die Stämmchen zu schütten. Johannisbeeren haben flachere, breitstreichende Wurzeln – daher wirkt es besser, im Kreis unter der Krone zu düngen, dort, wo der Strauch am meisten Wasser und Nährstoffe aufnimmt.

Wann düngen – je nach Bodenart und Wetter

Den Düngetermin sollten Sie daran anpassen, ob Ihr Boden eher schwer oder leicht ist. In schweren Böden, die Nährstoffe besser halten, werden organische Dünger oft im Herbst gegeben, damit sie sich über den Winter zersetzen und im Frühjahr die Nährstoffe verfügbar sind. In leichten, sandigeren Böden werden Nährstoffe schneller ausgewaschen – dort ist es praktischer, im Frühjahr zu düngen oder die Menge in zwei kleinere Gaben aufzuteilen. Achten Sie immer auch auf die Bodenfeuchte: Ohne genügend Wasser kann der Strauch die Nährstoffe nicht nutzen, und die Düngung wirkt dann paradoxerweise schwach.

Frühjahrsstart und Wachstum fördern – ohne Überdüngung

Im Frühjahr freut sich die Johannisbeere über eine moderate Stickstoffgabe, weil sie Blattmasse aufbaut – die „Zuckerfabrik“ für die Früchte. Wenn Sie im Herbst Kompost gegeben haben, ist eine starke mineralische Nachdüngung oft nicht mehr nötig. Ist das Wachstum schwach, die Blätter klein und heller, können Sie mit einem ausgewogenen Dünger nachhelfen, der auch Kalium, Phosphor und Magnesium enthält. Wichtig ist Zurückhaltung: Zu viel Stickstoff führt zu weichen Trieben und üppigem Wachstum, was das Risiko für Botrytis und andere Pilzkrankheiten erhöht.

Nährstoffversorgung vor der Blüte und während des Fruchtansatzes

Die Zeit kurz vor der Blüte und direkt nach dem Abblühen entscheidet darüber, wie viele Beeren am Strauch bleiben und wie groß sie werden. Hier sind Kalium und Phosphor besonders wichtig. Wenn Ihre Johannisbeere zwar regelmäßig ansetzt, aber ein Teil der Früchte klein bleibt, liegt die Ursache oft in einer unausgewogenen Versorgung und in Wassermangel. Bei der Schwarzen Johannisbeere fällt das am stärksten auf, weil sie Trockenphasen schlechter verträgt. Kombinieren Sie die Düngung in dieser Phase immer mit durchdringendem Gießen an den Wurzelbereich – idealerweise morgens oder abends – und niemals über die Blätter.

Düngen im Juni und Juli, wenn die Beeren wachsen und ausreifen

Juni und Juli sind bei Johannisbeeren die Monate, in denen Größe, Süße und Ausfärbung der Beeren entschieden werden. Jetzt braucht der Strauch keinen Stickstoff mehr, sondern vor allem Kalium und ausreichend Wasser. Geeignet ist Kaliumsulfat in moderater Dosis von etwa 20 bis 30 g pro Strauch, unter der Krone ausgestreut und flach eingearbeitet, oder eine Düngergabe über das Gießwasser mit einem wasserlöslichen Dünger mit höherem Kaliumanteil. Aus natürlichen Quellen wirkt Beinwelljauche hervorragend: Sie ist kaliumreich und wird etwa im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt. Brennnesseljauche, die viel Stickstoff enthält, gehört spätestens bis Anfang Juni – später schadet sie dem Strauch eher. Wenn die Blätter im Juni zwischen den Blattadern aufhellen, hilft eine Gabe Bittersalz über das Gießwasser, etwa ein Esslöffel auf 10 Liter Wasser. Ab Mitte Juni sollten Sie Stickstoff komplett sparen: Er fördert Wachstum statt Ausreife, verschlechtert die Ausfärbung der Früchte und zieht Blattläuse an.

Sommerdüngung nach der Ernte entscheidet über die nächste Ernte

Nach der Ernte, die bei den meisten Sorten im Juli endet, beginnt für die Johannisbeere eine unauffällige, aber entscheidende Phase. Denn im Sommer legt sie die Blütenknospen für das nächste Jahr an und baut gleichzeitig die durch den Fruchtansatz verbrauchten Reserven wieder auf. Es lohnt sich deshalb, den Strauch leicht mit einem ausgewogenen Dünger mit Schwerpunkt auf Kalium und Phosphor nachzudüngen oder unter der Krone eine dünne Kompostschicht auszubringen und mit Mulch zu ergänzen. Achten Sie dabei auf ausreichende Feuchtigkeit: Ein trockener August kann die Ernte genauso zuverlässig kosten wie im Frühjahr erfrorene Blüten. Sträucher nach dem Sommerschnitt oder einer Verjüngung danken zusätzlich eine gute Wässerung, damit die Schnittstellen rasch verheilen und neue Triebe bis zum Herbst ausreifen. Hohe Stickstoffgaben sollten Sie auch im Sommer vermeiden – spätes üppiges Wachstum schwächt den Strauch vor dem Winter.
Weiße Johannisbeere / Foto: Depositphotos
Weiße Johannisbeere / Foto: Depositphotos

Herbstdüngung für die Ernte im nächsten Jahr

Nach der Ernte ist der Strauch noch nicht „fertig“. Gerade im Sommer und Herbst legt er die Knospen für die nächste Saison an – deshalb lohnt es sich, organische Substanz nachzuliefern und die Ausreife der Triebe zu unterstützen. Eine Herbstgabe Kompost ist besonders in schweren Böden sinnvoll. Wenn Sie mineralisch nachdüngen, setzen Sie eher auf Kalium und Phosphor und vermeiden Sie hohe Stickstoffmengen, damit der Strauch nicht mit zu weichen, unreifen Trieben in den Winter geht.

Gießen und Düngen müssen zusammen funktionieren

Auch der beste Dünger versagt, wenn die Johannisbeere unter Trockenstress leidet. Am meisten Wasser braucht sie beim Anwachsen, während der Blüte, beim Beerenwachstum und während der Reife. In heißen Phasen hilft Mulch: Er verhindert das schnelle Austrocknen des Bodens und zersetzt sich nach und nach, wodurch zusätzlich organische Substanz eingetragen wird. Wenn möglich, verwenden Sie Regenwasser und gießen Sie direkt in den Wurzelbereich – nasse Blätter erhöhen unnötig den Druck durch Pilzkrankheiten.

Woran Sie erkennen, dass die Düngung richtig eingestellt ist

Gut versorgte Johannisbeeren haben gesunde, mittel- bis dunkelgrüne Blätter, einen angemessenen Zuwachs an neuen Trieben und setzen regelmäßig Blüten an. Die Früchte wachsen gleichmäßig heran, und der Strauch wirkt nach der Ernte nicht erschöpft. Wenn die Blätter aufhellen oder sich vorzeitig „herbstlich“ verfärben, richten Sie den Blick auf Magnesium und den allgemeinen Bodenzustand. Wächst der Strauch dagegen zu stark, bildet lange weiche Triebe und trägt wenig, ist es Zeit, Stickstoff zu reduzieren und Kalium mit Phosphor zu stärken. Langfristig funktioniert am besten die Kombination aus Kompost und einer maßvollen ergänzenden Düngung – je nachdem, wie der Strauch im Saisonverlauf reagiert. Quelle: Fryd App, Von Payne

Quelle: Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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