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Von Juni bis Oktober Soda ins Gießwasser geben und Schädlinge sowie Krankheiten eindämmen

June 12, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Von Juni bis Oktober Soda ins Gießwasser geben und Schädlinge sowie Krankheiten eindämmen
Bewässerung gegen Krankheiten / Foto: Depositphotos
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Es reicht eine ganz normale Packung Natron (Speisesoda), wie sie im Supermarkt im Regal bei Mehl und Zucker steht. Sie kostet fast nichts und ist für viele Gärtnerinnen und Gärtner dennoch über die ganze Saison hinweg ein stiller Helfer geworden. Wer eine gesunde Ernte mit weniger Chemie anstrebt, greift oft zuerst zu dieser einfachen Lösung.

Es ist ein Mittel, das sich bei mehreren Problemen gleichzeitig nutzen lässt. Hobbygärtner plagen Mehltau an Johannisbeeren und Stachelbeeren, Pilzkrankheiten an Tomaten, Blattläuse an Rosen, Raupen an Kohlgewächsen, Schnecken im Beet oder Ameisen an der Terrasse. Genau hier kann Natron bei vernünftigem Einsatz helfen, Probleme zu begrenzen und die Vorbeugung zu verbessern.

Warum Natron wirkt und wann man am meisten davon erwarten kann

Die Grundlage der Wirkung liegt darin, dass Natron das pH-Milieu verändern kann. Vielen pilzlichen Krankheiten bekommt ein leicht saures bis neutrales Umfeld. Natron ist alkalisch und kann daher auf der Pflanzenoberfläche Bedingungen schaffen, unter denen sich Pilze und Schimmel schlechter ausbreiten.

Bei Schädlingen ist das Prinzip ein anderes. Bei kleinen weichhäutigen Schädlingen, zum Beispiel Blattläusen, kann der Kontakt mit der Lösung ihr Gleichgewicht stören. Schnecken und Raupen wiederum mögen ein alkalisches Milieu oft nicht und können behandelte Pflanzen eher meiden. Es ist aber kein Wundermittel für alles: Am besten funktioniert regelmäßige Vorbeugung und ein rechtzeitiges Eingreifen.

Johannisbeeren und Stachelbeeren im Griff, wenn Mehltau droht

Mehltau zählt zu den häufigsten Sorgen bei Johannisbeeren und Stachelbeeren. Auf Blättern und jungen Trieben erscheint ein weißer, mehlartiger Belag, der den Strauch nach und nach schwächt und den Ertrag mindert. Sinnvoll ist es, vorbeugend zu starten, vor allem in warmen und feuchten Phasen zu Sommerbeginn.

Für eine Spritzung wird häufig eine Mischung aus 4 Esslöffeln Natron, 10 Litern Wasser und 2 Esslöffeln Flüssigseife verwendet. Die Lösung muss gut verrührt und auf den ganzen Strauch gesprüht werden, einschließlich der Blattunterseiten. Die Behandlung wird üblicherweise nach etwa einer Woche wiederholt.

Tomaten und Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten in einem regnerischen Sommer

Tomaten sind empfindlich gegenüber Pilzkrankheiten, die vor allem in Zeiten häufiger Niederschläge richtig in Gang kommen. Natron wird als unterstützende Vorbeugung eingesetzt, um das Risiko zu senken, dass sich Pilze im Bestand leicht festsetzen.

Als Gießlösung wird eine Mischung aus 3 Esslöffeln Natron und 10 Litern Wasser angesetzt. Sie wird etwa eine Woche nach dem Auspflanzen in den Boden rund um die Pflanzen gegossen und kann danach alle zwei Wochen wiederholt werden.

Wichtig ist: Bei starkem Pilzbefall ersetzt Natron keine fachgerechten Präparate. Am besten wirkt es als vorbeugender Schritt und als Teil einer umfassenderen Bestandsführung.

Blattläuse an Rosen und Zierpflanzen

Blattläuse vermehren sich sehr schnell, sodass junge Triebe innerhalb weniger Tage regelrecht übersät sein können. Wenn Sie schonender eingreifen möchten, können Sie eine Spritzlösung aus 4 Esslöffeln Natron und 10 Litern Wasser ausprobieren.

Am besten spritzen Sie früh morgens oder abends und achten auch auf die Blattunterseiten, wo sich Blattläuse oft verstecken. Nach zwei bis drei Tagen kann die Behandlung je nach Situation wiederholt werden.

Kohlgewächse ohne angeknabberte Blätter, wenn Raupen auftreten

Raupen an Wirsing, Kohl und anderen Kohlgewächsen können schnell und massiv Schäden verursachen. Deshalb greifen manche Gärtner zu einer einfachen Lösung aus 5 Esslöffeln Natron und 10 Litern Wasser.

Die Pflanzen müssen gründlich besprüht werden, nicht nur außen, sondern auch im Inneren, wo sich Raupen gern zwischen den Blättern aufhalten. Die besten Ergebnisse bringt eine frühe Anwendung, noch bevor der Schaden richtig Fahrt aufnimmt.

Schnecken, Ameisen und Stellen, an denen Unkraut zwischen Pflastersteinen wächst

Gegen Schnecken wird als Hausmittel eine Mischung aus Natron und Mehl im gleichen Verhältnis genannt, die punktuell rund um gefährdete Pflanzen ausgestreut wird. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn häufiges und großflächiges Ausbringen könnte unnötig den pH-Wert des Bodens im Beet verändern.

Natron wird auch außerhalb der Beete genutzt. Auf Wegen und in Fugen zwischen Pflastersteinen kommt eine Lösung zum Einsatz, etwa aus einer halben Packung, die in einem Eimer Wasser aufgelöst wird, um das Unkrautwachstum zu bremsen. Bei Ameisennestern wählen einige Gartenfreunde eine stärkere Lösung und gießen damit Nest und Umgebung; man sollte jedoch damit rechnen, dass die Ergebnisse je nach Koloniegröße und Bedingungen im Garten unterschiedlich ausfallen.

Drei Grundsätze, damit Natron mehr hilft als schadet

Konzentration im Blick behalten

Mehr ist nicht gleich besser. Eine zu starke Lösung kann Blätter schädigen oder die natürlichen Eigenschaften des Bodens stören, was sich dann in geschwächten Pflanzen zeigt.

Zuerst an einer kleinen Stelle testen

Wenn Sie Natron zum ersten Mal verwenden, ist es sicherer, zunächst nur eine Pflanze oder einen kleinen Bereich zu behandeln. Warten Sie mindestens 24 Stunden und beobachten Sie, ob an den Blättern Schäden auftreten.

Der richtige Zeitpunkt für die Anwendung

Spritzen Sie morgens oder abends. In der Mittagssonne können Tropfen auf den Blättern wie eine Lupe wirken und Verbrennungen verursachen.

Ein einfacher Saisonhelfer, den man ausprobieren sollte

Nicht jeder nützliche Gartentrick muss teuer sein. Natron gehört zu den günstigsten Dingen, die Sie vom Frühsommer an griffbereit haben können. Bei vernünftiger und schonender Anwendung kann es die Vorbeugung gleich mehrerer Probleme unterstützen und den Griff zu stärkeren chemischen Mitteln gleich bei den ersten Anzeichen reduzieren.

Quelle: The Spruce, To je nápad, Gardening Know How, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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