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Hühner richtig füttern für Gesundheit, feste Eierschalen und gleichmäßige Legeleistung

September 15, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Hühner richtig füttern für Gesundheit, feste Eierschalen und gleichmäßige Legeleistung
Fütterung von Hühnern / Foto: Depositphotos
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Ein richtig zusammengestellter Futterplan ist für die Hühnerhaltung entscheidend. Es geht nicht nur darum, wie viele Eier die Hennen legen, sondern auch um die Qualität von Dotter und Schale, den Zustand des Gefieders, die Widerstandskraft gegen Krankheiten, die Vitalität und die gesamte Kondition. Die Vorstellung, es reiche, eine Handvoll Körner hinzustreuen und Küchenreste dazuzugeben, führt oft zu schlechterer Legeleistung, brüchigen Schalen und einer Schwächung des Organismus. Hühner brauchen ein ausgewogenes Verhältnis aus Energie, Eiweiß, Rohfaser, Vitaminen und Mineralstoffen.

Am einfachsten ist meist ein hochwertiges Alleinfutter für Legehennen, das so zusammengestellt ist, dass es den üblichen Bedarf während der Legeperiode abdeckt. Wenn Sie das Futter selbst mischen, lohnt es sich, konsequent zu bleiben, auf die Qualität der Komponenten zu achten und Bestandteile zu ergänzen, die im reinen Getreide fehlen.

Wie Sie die Fütterung an die Jahreszeit anpassen

Im Jahresverlauf ändern sich die natürlichen Möglichkeiten der Hühner. In den warmen Monaten finden sie im Auslauf einen Teil der Nahrung selbst, typischerweise Insekten, Larven, Samen und grüne Pflanzenteile. Dadurch ist die Nährstoffversorgung oft abwechslungsreicher, und zugleich bewegen sie sich mehr. Im Winter gibt es weniger natürliche Quellen, deshalb ist es sinnvoll, stärker auf vollwertiges Futter zu setzen, die Energiezufuhr zu erhöhen und die Versorgung mit Vitaminen sowie Mineralstoffen im Blick zu behalten. Bei Kälte verbrauchen Hühner zudem mehr Energie, um ihre Körpertemperatur zu halten.

Getreide ist wichtig, reicht allein aber nicht aus

Getreide gehört in die Fütterung, weil es Energie liefert. Am häufigsten werden Weizen, Gerste, Hafer oder Mais verwendet, und ideal ist ihre Kombination, weil jede Sorte etwas andere Nährstoffe mitbringt. Problematisch wird es, wenn Körnerfutter die einzige Komponente ist. Eine langfristig einseitige Fütterung kann zu einem Mangel an bestimmten Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen führen. Das zeigt sich dann in sinkender Legeleistung, schlechterer Schalenqualität und einer allgemeinen Schwächung der Hühner.

Eiweiß als Grundlage für Eier und Gefieder

Die Eibildung ist für Legehennen anspruchsvoll, und ohne ausreichend Eiweiß zeigen sich Leistungseinbußen und Qualitätsprobleme schnell. Eiweiß wird außerdem für die Gefiedererneuerung und die gesunde Entwicklung junger Hennen benötigt. Geeignete Quellen sind zum Beispiel Hülsenfrüchte oder Presskuchen/Schrote, typisch Sonnenblumen- oder Sojaschrot. Ein großer Vorteil des Freilaufs ist, dass Hühner den tierischen Anteil selbst ergänzen, wenn sie Regenwürmer, Insekten, Larven oder kleine Schnecken aufsammeln. Neben Nährstoffen bringt ihnen das auch natürliche Beschäftigung, die der Kondition guttut.

Grünfutter stärkt die Abwehr und fördert die Dotterfarbe

Hühner / Foto: Depositphotos
Hühner / Foto: Depositphotos

Frisches Grün ist für Hühner eine willkommene Abwechslung. Gras, Klee, Löwenzahnblätter, Brennnesseln oder Gartenkräuter liefern Vitamine, Mineralstoffe und natürliche Antioxidantien. In vielen Beständen zeigt sich die regelmäßige Gabe von Grünfutter auch am Aussehen der Eier, weil die Dotter oft kräftiger gefärbt sind.

In Zeiten, in denen es wenig frisches Grün gibt, lässt sich ein Teil der Versorgung durch hochwertiges Heu aus feinen Gräsern oder durch getrocknete Brennnesseln ersetzen. Wichtig ist, dass die Ergänzungen sauber sind, frei von Schimmel und ohne muffigen Geruch.

Obst und Gemüse sind als Ergänzung geeignet, nicht als Hauptfutter

Verschiedene Obst- und Gemüsesorten können als Leckerbissen dienen und Ballaststoffe, Wasser sowie einen Teil der Vitamine liefern. Hühner nehmen häufig zum Beispiel Äpfel, Birnen, Zucchini, Kürbis, Gurken oder Möhren gut an. Bei Hitze schätzen sie besonders saftige Stücke, weil diese bei der Flüssigkeitsaufnahme helfen. Gleichzeitig gilt: Solche Beigaben dürfen das vollwertige Futter nicht verdrängen, das den Hauptanteil der für die Legeleistung notwendigen Nährstoffe liefert.

Mineralstoffe entscheiden über die Schalenfestigkeit

Bei der Eibildung verbraucht eine Legehenne große Mengen Calcium. Fehlt es im Futter oder als separate Quelle, beginnt der Körper, Calcium aus den Knochen zu mobilisieren. Die Folge können dünne Schalen, deformierte Eier und langfristige Gesundheitsprobleme sein. Deshalb ist es sinnvoll, dass Hühner dauerhaft Zugang zu einer Calciumquelle haben, zum Beispiel zu zerkleinerten Muschelschalen, Kalkstein oder geeigneten Mineralfuttern.

Für die Verdauung ist außerdem feiner Steinchensplitt bzw. Grit nützlich, der im Muskelmagen hilft, das Futter mechanisch zu zerkleinern. Ohne Grit können Hühner das Futter schlechter verwerten, selbst wenn es ansonsten hochwertig ist.

Wasser ist für die Legeleistung genauso wichtig wie Futter

Ohne ständigen Zugang zu sauberem Wasser funktioniert auch die beste Futtermischung nicht. An warmen Tagen können Legehennen deutlich mehr trinken als im Winter, und ein Mangel zeigt sich oft schnell, typischerweise durch einen Rückgang der Legeleistung und nachlassende Vitalität. Tränken sollten regelmäßig gereinigt und das Wasser täglich gewechselt werden. Im Sommer hilft es, die Tränke in den Schatten zu stellen, im Winter muss man dagegen darauf achten, dass das Wasser nicht einfriert.

Was Sie besser vermeiden, damit Hühner nicht leiden

Hühner füttern / Foto: Depositphotos
Hühner füttern / Foto: Depositphotos

Einige Lebensmittel können Hühnern schaden, auch wenn sie wie normale Reste wirken. Lassen Sie schimmliges und verdorbenes Futter weg, denn es kann Toxine enthalten und schwere Probleme verursachen. Ungeeignet sind außerdem rohe Kartoffeln, größere Mengen stark salzhaltiger Speisen, Süßigkeiten und stark gewürzte Gerichte. Solche Kost belastet die Verdauung, kann Durchfall auslösen und schwächt bei längerer Fütterung den Organismus und die Legeleistung.

Eine einfache Regel für die Praxis

Wenn Sie eine stabile Legeleistung und gesunde Hühner möchten, halten Sie sich an die Kombination aus vollwertigem Futter, einer angemessenen Eiweißergänzung und Grünfutter, unterschätzen Sie die Mineralstoffe für feste Schalen nicht und sorgen Sie für ständig sauberes Wasser. Küchenreste sollten Sie nur als gelegentliche Ergänzung geben und immer prüfen, ob sie frisch und für Hühner sicher sind.

Quelle: Garden Wild Life, Farm Keep, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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