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Wenn der Boden trocken ist, schlägt ihre Stunde, mediterrane Staude mit silbrigen Blättern und Curryaroma

September 12, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Wenn der Boden trocken ist, schlägt ihre Stunde, mediterrane Staude mit silbrigen Blättern und Curryaroma
Kari-Kraut / Foto: Depositphotos
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Wenn Sie das würzige Curryaroma mögen, wird Sie die Italienische Strohblume Helichrysum italicum, auch als Currykraut bekannt, interessieren. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und ist gerade an ihrem markanten, würzigen Duft zu erkennen, der viele an eine Currymischung erinnert. Im Garten wird sie nicht nur wegen des Aromas geschätzt, sondern auch wegen ihres ganzjährig dekorativen Erscheinungsbilds und der vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten.

Die Pflanze bildet feine, schmale bis nadelartige Blätter in grauesilbriger Färbung. Von klein auf wächst sie zu dicht verzweigten, kompakten Sträuchern heran, die meist etwa um 40 cm hoch werden. Im Sommer öffnet sie dann zahlreiche kleine gelbe Blüten, die dekorativ sind und sich auch gut zum Trocknen eignen.

Kurze Lebensdauer ist kein Nachteil, wenn Sie wissen, wann Sie den Strauch verjüngen

Die Italienische Strohblume zählt nicht zu den besonders langlebigen Halbsträuchern. Auch wenn ältere Exemplare noch attraktiv wirken können, lohnt es sich meist, sie nach einigen Jahren durch jüngere Pflanzen zu ersetzen. So erhalten Sie einen vitaleren Bestand mit schönerem Wuchs, dichterer Belaubung und intensiverem Duft.

In Gärten hat sich dieses Kraut gerade deshalb verbreitet, weil es pflegeleicht ist und dennoch den Großteil des Jahres dekorativ bleibt. Am richtigen Standort dankt es das mit kompaktem Wachstum und reicher Blüte.

Der Standort entscheidet, am besten Sonne und durchlässiger Boden

Der Schlüssel zum Erfolg ist ein Platz, der dem natürlichen Standort ähnelt. In mediterranen Landschaften wächst die Strohblume an trockenen, steinigen Hängen und oft auch auf sandigen Flächen in Meeresnähe. Im Garten schätzt sie daher einen sonnigen und warmen Standort und vor allem einen durchlässigen Boden – ob normale Gartenerde, sandig oder mit Splitt und Kies abgemagert.

Sie verträgt pralle Sonne, Wind und nach guter Einwurzelung auch Trockenheit. Was ihr hingegen zusetzt, sind Schatten, dauerhaft feuchte Erde, häufiges Gießen und schwere Böden, in denen Wasser steht. Unter solchen Bedingungen baut sie nach und nach ab und kann eingehen. Ungünstig ist auch ein Platz direkt am intensiv bewässerten Rasen, wo der Boden unnötig nass bleibt.

Interessant ist, dass sie auf nährstoffreicheren Böden etwas höhere und breitere Büsche mit üppigerer Belaubung bilden kann. Wenn Sie sie im Topf kultivieren, lohnt sich ein Kräutersubstrat, das in der Regel leichter und besser durchlässig ist.

Ins Beet und in den Topf, mit Blick auf Frost

Currykraut / Foto: Depositphotos
Currykraut / Foto: Depositphotos

In der Gartengestaltung kommt die Italienische Strohblume vor allem in Kräuterbeeten oder in Beeten mit Nutzpflanzen zur Geltung, die sie auch teilweise einfassen kann. Sie passt außerdem hervorragend in Kiesbeete, Steingärten, Trockenmauern, Staudenpflanzungen, an sonnige Böschungen oder entlang von Wegen, wo ihr Duft bei jeder Berührung besonders auffällt.

Wichtig ist, dass sie empfindlich auf Temperaturen etwa unter -10 °C reagiert. Ganzjährig im Freiland lässt sie sich daher zuverlässiger in wärmeren Tieflagen kultivieren. In höheren Lagen ist es sicherer, sie in Pflanzgefäße zu setzen, die man im Winter in geschützte Bereiche stellen kann. Im Kräuterbeet platzieren Sie sie eher am Rand oder im mittleren Bereich so, dass sie genügend Sonne bekommt und der Boden rasch abtrocknet.

Wenn Sie Platz haben, setzen Sie mehrere Pflanzen, idealerweise mindestens drei Stück mit ausreichend Abstand, damit sich die Büsche natürlich verdichten und zugleich gut abtrocknen können. Ein dichter, aber luftiger Bestand fördert gesundes Wachstum.

Die Pflege ist einfach, gießen nur nach dem Pflanzen und regelmäßig schneiden

Die Kultur des Currykrauts ist unkompliziert. Pflanzen können Sie es im Frühjahr oder zu Beginn des Herbstes. Nach dem Einsetzen gründlich angießen, damit es gut einwurzelt. Sobald es angewachsen ist, ist zusätzliches Gießen meist nur ausnahmsweise nötig – typischerweise bei länger anhaltender extremer Trockenheit bei frisch gesetzten Pflanzen.

Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, und auch sonst kommt es ohne aufwendige Maßnahmen aus. Wenn Sie jedoch eine schöne, kompakte Form wünschen, lohnt sich ein regelmäßiger Schnitt, der den Strauch gut verzweigen und dicht werden lässt. Im zeitigen Frühjahr empfiehlt sich ein kräftiger Rückschnitt, ähnlich wie bei Lavendel, damit die Pflanze verjüngt wird und im Inneren nicht verkahlt.

So überwintert die Strohblume im Freiland und im Topf

Vor dem Winter ist es sinnvoll, vor allem jüngere Pflanzen draußen mit Reisig oder weißem Vlies abzudecken. Der Schutz hilft bei Temperaturschwankungen und bei Kahlfrost, der für dieses wärmeliebende Kraut besonders riskant ist.

Wenn Sie die Strohblume im Topf halten, bringen Sie das Gefäß im Herbst rechtzeitig in einen hellen, kühlen Raum, in dem die Temperatur nicht unter 0 °C fällt. Im Winter reicht gelegentliches Gießen, damit der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Unter solchen Bedingungen kann sie gut überwintern und treibt im Frühjahr wieder aus.

Blüten für Trockensträuße und als Hilfe gegen Motten

Die gelben Blüten sind nicht nur im Beet attraktiv. Sie lassen sich gut trocknen und werden in Trockensträußen verwendet, wo sie Farbe und Form lange behalten. Traditionell wird auch ihr Einsatz im Haushalt zum Vertreiben von Motten erwähnt, vor allem wenn man getrocknete Blüten in ein Säckchen füllt und in den Kleiderschrank legt.

Die Italienische Strohblume verbindet Zierwert mit intensivem Duft und praktischem Nutzen im Haushalt und in der Küche.

In der Küche zum Aromatisieren, die Blätter werden nicht mitgegessen

Currykraut / Foto: Depositphotos
Currykraut / Foto: Depositphotos

Currykraut kann in der Küche überraschend vielseitig sein. Frische und getrocknete Blätter werden zum Aromatisieren von Speisen verwendet, zum Beispiel für Gemüsegerichte, Suppen, Reis, Hülsenfrüchte, Kräuterbutter oder Olivenöl. Es passt zu Braten, Geflügel und Fisch und wird auch von Fans der asiatischen Küche oder kräftiger Salatkombinationen geschätzt.

Wichtig ist jedoch: Die Blätter dienen nur zum Würzen. Man gibt sie zu Beginn des Kochens dazu, damit sie ihr Aroma abgeben, und nimmt sie nach dem Garen vor dem Servieren wieder heraus. Sie werden nicht mitgegessen, weil sie zäh sind und sich unangenehm kauen lassen.

Tee aus getrockneten Blüten unterstützt die Verdauung

Aus getrockneten Blüten können Sie auch einen Kräutertee zubereiten. Traditionell gilt er als Getränk, das eine gute Verdauung unterstützt. Wenn Sie die Blüten trocknen, tun Sie das trocken und im Schatten, damit sie Farbe und Duft behalten, und lagern Sie sie in einem gut schließenden Behälter.

Quelle: Gardening Know How, Záhrada, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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