Gartendill können Sie fast jederzeit aussäen
Gartendill gehört zu den dankbarsten Gemüse- und Kräuterarten, die in nahezu jedes Beet passen. In der Küche wird er wegen seines kräftigen Dufts und Geschmacks geschätzt und liefert zugleich eine Reihe von Vitaminen. Praktisch ist er auch aus gärtnerischer Sicht, denn seine Nähe kann Nachbarpflanzen unterstützen und helfen, bestimmte Krankheiten und Schädlinge zu begrenzen. Er wächst zuverlässig im Beet, gelingt aber auch im Topf, wenn genug Platz für die Wurzeln vorhanden ist.
Wann man Dill im Jahresverlauf aussät
Im Frühjahr kann man mit der Aussaat etwa ab Mitte April beginnen, typischerweise um den 15. April, wenn sich der Boden allmählich erwärmt. Dill gehört zu den wenigen Kulturen, die sich fast die ganze Saison über aussäen lassen. Wenn Sie fortlaufend ernten möchten, lohnt es sich, die Aussaat regelmäßig zu wiederholen, idealerweise im Abstand von etwa 2 bis 3 Wochen. So haben Sie länger frisches Dillgrün und reduzieren das Risiko, dass ein Teil der Saaten wetterbedingt misslingt.
Der April ist oft riskant, weil nach dem Auflaufen selbst leichte Spätfröste junge Pflänzchen schädigen können. Im August sind dagegen Trockenheit und hohe Temperaturen problematisch: Dann schießt Dill schnell in die Blüte und bringt als Blattdill weniger Ertrag. Eine Herbstsaat erfolgt etwa ab Mitte Oktober, ungefähr ab dem 15. Oktober, und zielt auf eine sehr frühe Ernte im nächsten Jahr. In milden Wintern kann man auch in der Winterzeit säen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Aussaat im Mai für die Blütenbildung
Wenn Sie Dill vor allem wegen der Blüten und Dolden brauchen, etwa zum Einlegen oder Fermentieren von Gurken, ist eine Aussaat im Mai am sichersten. In dieser Zeit findet die Pflanze meist passende Bedingungen für Wachstum und die anschließende Ausbildung der Blütenstände.
Wie tief man die Samen aussät
Dillsamen sind relativ groß und flach, daher lassen sie sich gut handhaben. Am häufigsten empfiehlt sich eine Saattiefe von etwa 1 bis 2 cm. Eine zu tiefe Aussaat verzögert das Auflaufen und erhöht das Risiko ungleichmäßiger oder schwacher Pflanzen, eine zu flache Aussaat kann in wärmeren Phasen dagegen dazu führen, dass die Samen austrocknen.
Wo Dill am besten steht und welcher Standort passt
Dill sät man am besten direkt an den endgültigen Platz ins Freiland, und zwar an einen sonnigen Standort. Im Gemüsegarten hat er einen festen Platz, denn in seiner Nähe gedeihen oft auch andere Arten besser. Eine interessante Möglichkeit ist es, Dill in die Reihe zu Gurken dazuzusäen, wo er ein besseres Auflaufen und insgesamt einen gesünderen Wuchs unterstützen kann.
Auch die Kultur im Topf ist möglich, sinnvoll ist dann aber ein größerer Topf oder Balkonkasten. Als Minimum hat sich ein Volumen von mindestens 5 Litern bewährt, damit das Wurzelsystem genug Raum hat und das Substrat nicht zu schnell austrocknet.

Aussaat im Beet
In der Praxis wird Dill oft in Reihen gesät, indem man die Samen locker und gleichmäßig ausstreut, ähnlich wie beim Salzen von Speisen. Das einzelne Ablegen der Samen wäre zwar exakt, ist aber unnötig zeitaufwendig. Läuft Dill zu dicht auf, wird einfach vereinzelt, und die überzähligen Pflänzchen kann man sofort in der Küche verwenden. Der Reihenabstand liegt meist bei etwa 15 bis 30 cm, je nachdem, wie viel Platz Sie den Pflanzen geben möchten.
Eine zweite Möglichkeit ist die Breitsaat, bei der die Samen über die Bodenoberfläche verteilt und nur leicht mit Erde bedeckt werden. Manche lassen die Samen zwischen dem Gemüse sogar unbedeckt liegen, weil Dill sich leicht selbst aussät, dann ist das Auflaufen aber weniger regelmäßig und das Ergebnis oft uneinheitlich.
Boden für Dill und die wichtigste Pflege
Dill ist nicht besonders anspruchsvoll an die Bodenart, meist reicht normale Gartenerde. Am besten gedeiht er in Beeten, die im zweiten bis dritten Jahr nach einer Düngung mit Stallmist stehen. Sehr gut reagiert er auch auf mit Kompost verbesserte Erde; ideal ist ein leicht feuchtes Substrat, das nicht austrocknet. Die optimale Bodenreaktion liegt ungefähr bei pH 6,5 bis 7, also im Bereich neutral.
Keimung, Temperatur und Spätfrostgefahr
Am besten keimt Dill, wenn der Boden mindestens etwa 10 °C hat. Die übliche Keimdauer liegt bei etwa 14 bis 20 Tagen, in kühleren Phasen kann sie sich verlängern. Die Samen können im Boden gut überwintern, weshalb auch die späte Herbstaussaat funktioniert. Sobald die Pflanzen jedoch aufgelaufen sind, können sie selbst durch leichte Spätfröste zerstört werden. Kühle Temperaturen knapp über null werden meist vertragen, kritisch wird es bei einem tatsächlichen Absinken unter den Gefrierpunkt.
Bei Frostprognose kann man das Beet vorübergehend mit Vlies abdecken, auch wenn das nicht immer hundertprozentigen Schutz garantiert. Die beste Absicherung für eine verlässliche Ernte ist das fortlaufende Nachsäen alle 2 bis 3 Wochen, sodass ein Teil der Aussaaten stets unter idealen Bedingungen gelingt.
Quelle: Niepodlewam, Gardening Know How, Pestrazahrada.cz
Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.
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