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Hält Mücken fern, duftet an Sommerabenden und verschönert den Balkon

July 23, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Hält Mücken fern, duftet an Sommerabenden und verschönert den Balkon
/ Foto: Depositphotos
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Mit den ersten warmen Tagen wächst die Lust, die Abende draußen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten zu verbringen, doch damit kommen meist auch die Mücken zurück. Viele greifen zu Citronella-Kerzen oder chemischen Sprays, dabei gibt es eine Lösung, die zugleich natürlich, dekorativ und überraschend wirksam ist. Eine Pelargonie mit aromatischen Blättern kann den Platz angenehm beduften, verschönern und Mücken das Bleiben in der Nähe Ihrer Ruhezone verleiden. Gerade jetzt ist außerdem der ideale Zeitpunkt, sie zu pflanzen.

Pelargonie ist nicht Geranie und hat deutlichere Stärken

Pelargonien werden oft mit Geranien verwechselt, tatsächlich bringen sie aber andere Eigenschaften mit, die im Sommer sehr praktisch sind. Sie haben meist stärker duftende Blätter, zartere Blüten und bei ausgewählten Sorten auch einen spürbaren abschreckenden Effekt auf Insekten, besonders auf Mücken. Einige Arten werden gezielt wegen dieser Eigenschaft kultiviert, typisch sind Zitronen-Pelargonien, bekannt als Pelargonium citrosum.

Der Duft tritt vor allem dann zutage, wenn Sie die Blätter berühren oder einfach an der Pflanze vorbeigehen. Genau dieses zitrusartige Aromaprofil mögen Mücken nicht. Sie reagieren sehr empfindlich auf Gerüche und umfliegen Bereiche, die ihnen unangenehm erscheinen, oft lieber. Das Ergebnis ist simpel: Das Sitzen im Freien kann ruhiger werden, ohne dass Sie ständig Repellent nachlegen müssen.

Der Nutzen ist nicht nur praktisch. Pelargonien eignen sich auch als Zierpflanzen, weil sie in vielen Farben blühen und ihre Blätter attraktiv eingeschnitten sein können. Sie bilden eine angenehme Kulisse, und der Duft verteilt sich in der Abendluft schon ab den Frühlingstagen.

Warum das Frühjahr zum Pflanzen am besten ist

Pelargonien lieben Wärme und vertragen keinen Frost. Deshalb empfiehlt sich das Pflanzen erst dann, wenn keine Bodenfröste mehr drohen. Das Frühjahr bringt mehr Licht und stabilere Temperaturen, sodass die Pflanze besser einwurzelt, schneller kräftig wird und früh Blüten ansetzt.

Wer rechtzeitig pflanzt, hat zum Übergang von Mai zu Juni oft schon eine gut entwickelte Pflanze, die den Bereich in der Zeit beduften kann, in der die ersten Mückenwellen auftreten. Eine zu späte Pflanzung bedeutet häufig einen langsameren Start, späteres Blühen und damit auch einen schwächeren Effekt in der Phase, in der Sie am liebsten draußen sitzen.

Wo Pelargonien am besten wirken und welche Bedingungen sie brauchen

Die Kultur ist unkompliziert, was ein weiterer Grund ist, warum sie sich auch für Einsteiger eignet. Sie gedeiht in der Sonne ebenso wie im lichten Halbschatten und lässt sich im Topf genauso gut ziehen wie im Beet. Auf dem Balkon passt sie in den Kasten an einen gut belichteten Platz, im Garten kann sie einen Weg einfassen oder ein Beet in Terrassennähe ergänzen.

Wichtig ist eine lockere, nährstoffreiche und vor allem gut durchlässige Erde, die Sie mit etwas Kompost verbessern können. Gegossen wird regelmäßig, aber maßvoll. Es ist besser, das Substrat zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen zu lassen, als die Pflanze zu vernässen, denn dauerhafte Nässe kann die Wurzeln schädigen.

Wenn das Ziel vor allem weniger Mücken sind, wählen Sie Sorten mit besonders stark duftenden Blättern. Neben Zitronenduft gibt es auch Varianten, die an Minze oder Rose erinnern. Den besten Effekt erzielen sie dort, wo Mücken am meisten stören, also am Tisch, bei der Sitzecke oder in der Nähe der Liege. Pelargonien wirken hier wie eine duftende Barriere und ergänzen weitere einfache Maßnahmen, etwa stehendes Wasser in der Umgebung zu vermeiden.

Pelargonie / Foto: Depositphotos
Pelargonie / Foto: Depositphotos

Sie blüht lange und braucht nur wenig Pflege

Sobald die Pflanze angewachsen ist, verlangt sie keine komplizierten Maßnahmen. Um die Nachblüte zu fördern, lohnt es sich, Verblühtes regelmäßig auszuknipsen. Wenn Sie etwa alle zwei Wochen einen Dünger für Blühpflanzen geben, kann die Pelargonie bis in den Oktober hinein blühen, in milderen Regionen auch länger.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie die Pflanzen für die nächste Saison erhalten können. Im Herbst, noch vor dem ersten Frost, lassen sich Töpfe in einen geschützten Bereich bringen oder Sie schneiden Stecklinge und überwintern diese. So müssen Sie nicht jedes Frühjahr bei null anfangen und können sich zugleich ganz einfach mehr Pflanzen für Balkon und Garten vermehren.

Eine sinnvolle Wahl für einen naturnahen, schonenden Garten

Pelargonien passen auch zu einem Ansatz, der Chemie möglichst reduzieren will. Wenn Sie statt aggressiver Repellents eine duftende Pflanze nutzen, schonen Sie Ihre Umgebung und Ihren eigenen Komfort. Interessant ist, dass der Duft Mücken oft stört, die Blüten dagegen Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anziehen können, die im Garten helfen, das natürliche Gleichgewicht zu erhalten.

Eine Pflanze, die gleich mehrere Aufgaben übernimmt

Pelargonien vereinen mehrere Vorteile: Sie sind dekorativ, duften intensiv, lassen sich leicht kultivieren und können dazu beitragen, den Bereich für Mücken weniger attraktiv zu machen. Wenn Sie im Sommer häufiger draußen sitzen möchten und dabei weniger gestört werden wollen, lohnt es sich, frühzeitig ans Pflanzen zu denken. Genau jetzt ist die Phase, in der sie am besten startet und Sie in der Hauptsaison mit kräftigem Wuchs und Duft belohnt.

Quelle: Farmingdale Observer, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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