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So stoppen Sie das Braunwerden von Thuja und halten die Hecke jahrelang sattgrün

June 3, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Jarmila M.
So stoppen Sie das Braunwerden von Thuja und halten die Hecke jahrelang sattgrün
Thuja-Schädlinge / Foto: Pestrazahrada
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Thuja gehört zu den am häufigsten gepflanzten Nadelgehölzen für Hecken, weil sie schnell wächst, gut abschirmt und bei regelmäßiger Pflege eine kompakte grüne Wand bildet. Am häufigsten werden Arten und Sorten kultiviert, die von Thuja plicata und Thuja occidentalis abgeleitet sind. Gerade bei Thuja fallen jedoch oft unschöne braune Stellen auf, die einzeln mitten in der Hecke, am Fuß, an den Spitzen oder als größere Flächen über mehrere Pflanzen hinweg auftreten können.

Braunwerden muss nicht eine einzige конкретe Krankheit bedeuten. Dasselbe Symptom kann verschiedene Ursachen haben – von Schädlingen und Pilzinfektionen bis zu ungeeigneten Kulturbedingungen oder Fehlern beim Schnitt. Wichtig ist zu beobachten, wann das Problem auftritt, wie schnell es fortschreitet und ob eher einzelne Zweige, ganze Pflanzen oder ganze Heckenabschnitte betroffen sind.

Typische Symptome des Braunwerdens bei Thuja

Braune Flecken können als kleine Inseln von wenigen Zentimetern Größe erscheinen, aber auch als ausgedehnte Streifen über Meterlänge. Häufig zeigen sie sich in der Zeit des aktiven Wachstums, also vom späten Frühjahr bis in den Sommer, manchmal werden sie jedoch erst verzögert sichtbar, wenn die ursprüngliche Ursache auf den ersten Blick nicht mehr erkennbar ist. Mitunter werden die Triebspitzen braun, ein anderes Mal breitet sich das Vertrocknen vom Inneren der Krone nach außen aus. Bei Hecken fällt zudem auf, dass betroffene Stellen in einer bestimmten Höhe oder nur auf einer Seite auftreten – etwa an der wind- oder sonnenseitigen Exposition.

Die häufigsten Ursachen für braune Stellen

Saftsaugende Schädlinge

An Nadelgehölzen können verschiedene Blattlausarten und verwandte Schädlinge auftreten, die Pflanzensäfte saugen und das Gewebe schwächen. Die Schäden werden oft erst sichtbar, nachdem die Schädlinge den Ort verlassen haben – der Gärtner sieht dann vor allem Braunfärbungen ohne eindeutigen Verursacher. Hinweise können Häutungsreste, klebriger Honigtau oder ein schwarzer Belag auf Zweigen sein, der durch das Wachstum von Rußtaupilzen auf dem Honigtau entsteht. Bei Thuja kommen auch Schildläuse (Puklice/Deckelschildläuse) hinzu, die an den Trieben sitzen und bei starkem Befall Kümmern und das Absterben von Pflanzenteilen verursachen.

Pilzkrankheiten und Triebsterben

Braunwerden kann auch durch Pilzbefall ausgelöst werden, der vor allem dann zum Tragen kommt, wenn die Thuja durch Trockenheit, Staunässe, Frostschäden oder einen ungeeigneten Schnitt geschwächt ist. Manche Pilze bilden auf absterbenden Partien kleine dunkle Punkte – das sind Fruchtkörper. Deutlicher werden die Probleme in feuchten Sommern, wenn sich Infektionen leichter ausbreiten. Bleibt das Vertrocknen auf einzelne Zweige begrenzt und schreitet von den Spitzen her voran, handelt es sich oft um typisches Triebsterben; ein plötzliches Kümmern der ganzen Pflanze weist dagegen häufiger auf Probleme im Wurzelraum hin.

Wurzelkrankheiten und Bodenstress

Wenn das Braunwerden den Großteil der Krone einer einzelnen Thuja in der Hecke erfasst oder die Pflanze ganz abstirbt, liegt der Verdacht auf einem Wurzelproblem nahe. Den Wurzeln schaden langfristige Staunässe, verdichteter Boden ohne Luft sowie das Pflanzen in ungeeigneten Untergrund. Unter solchen Bedingungen setzen sich Erreger von Wurzelfäulen leichter durch. Ein typisches Signal ist eine Verschlechterung nach Regenperioden, Wachstumsstillstand und ein allmähliches Auslichten, das sich nicht allein durch Gießen oder Düngen stoppen lässt.

Fehler beim Heckenschnitt

Thuja treibt aus altem Holz nur sehr begrenzt wieder aus. Wird beim Schnitt zu tief in ältere, bereits unbelaubte Bereiche geschnitten, entstehen kahle Stellen, die sich nur sehr langsam – oder gar nicht – schließen. Riskant ist auch ein ungünstiger Schnittzeitpunkt. Ein Schnitt in Stressphasen, etwa während langer Trockenheit und Hitze, kann dazu führen, dass frisch verletzte Spitzen zurücktrocknen. Häufiger treten Probleme auch nach einem späten Herbstschnitt auf, wenn die Pflanze Wunden nicht mehr gut schließen kann und geschwächt in den Winter geht.

Ungeeignete Kulturbedingungen

Ein großer Teil der Braunfärbungen hängt mit einer Kombination von Faktoren zusammen – etwa Trockenheit, Frostwechsel, austrocknendem Winterwind oder umgekehrt Überwässerung. Thuja mag gleichmäßig feuchten, aber durchlässigen Boden. Bei Trockenheit reagiert sie mit dem Vertrocknen von Spitzen und inneren Partien, bei Nässe „ersticken“ die Wurzeln. Ist die Hecke kalten Winden und Wintersonne ausgesetzt, kann es zu Trockenschäden im Gewebe kommen, weil die Wurzeln im gefrorenen Boden nicht rechtzeitig Wasser nachliefern.

Thuja / Foto: Depositphotos
Thuja / Foto: Depositphotos

Vorbeugung und praktische Pflege übers Jahr

Die Grundlage ist, Stress zu vermeiden und die Pflanzen nicht durch ungeeignete Eingriffe zu überfordern. Beim Schnitt ist es sicher, sich an die Regel zu halten, nicht ins alte Holz zu schneiden und Zeitpunkte zu wählen, in denen die Thuja noch mit Neuaustrieb reagieren kann. Bewährt haben sich oft mehrere leichte Schnitte im Verlauf der Saison, zum Beispiel im Frühjahr und zu Beginn des Sommers, die letzte Korrektur spätestens in der ersten Augusthälfte. Bei Hitze und Trockenheit hat die Bewässerung Vorrang vor dem Schnitt.

Deutlich hilft auch die richtige Bodenpflege. Am Fuß der Hecke sollte ein Streifen frei von konkurrenzstarkem Gras und Unkraut gehalten werden, weil diese Wasser und Nährstoffe entziehen. Ende des Winters kann ein gängiger Gartendünger gegeben und die Bodenoberfläche mit einer Schicht reifer organischer Substanz abgedeckt werden, die die Feuchte stabilisiert und die Bodenstruktur verbessert. Ist der Standort zu Staunässe neigend, lohnt es sich, Entwässerung oder einen leicht erhöhten Pflanzstreifen zu schaffen, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen.

Was tun, wenn braune Stellen bereits da sind

Zuerst sollte das Ausmaß bewertet werden. Kleine Flecken können mit der Zeit teilweise verschwinden, wenn sich die Bedingungen verbessern und benachbarte Triebe sie überdecken. Vertrocknete Partien lassen sich vorsichtig entfernen – aber immer so, dass kein tiefer Schnitt ins alte Holz erfolgt. Gibt es in der Nähe gesunde, lange Triebe, kann es manchmal helfen, diese behutsam anzubinden und in die Lücke zu leiten, damit sich die Stelle optisch schneller schließt.

Bei Verdacht auf Schädlinge ist es wichtig, die Triebe aus der Nähe zu kontrollieren – besonders in den unteren Bereichen und im Inneren der Hecke, wo weniger Luftbewegung herrscht. Bei wiederkehrenden Problemen ist es entscheidend, die Stressprophylaxe in den Fokus zu nehmen, weil geschwächte Thuja anfälliger für Befall ist. Sterben dagegen ganze Pflanzen oder mehrere Pflanzen in einer Linie ab, sollten Drainage, Gießpraxis und der Zustand der Wurzeln geprüft werden – denn ohne die Ursache im Boden zu beheben, kehren die Probleme immer wieder.

Woran Sie erkennen, dass es Zeit für einen Austausch ist

Manche Lücken schließen sich erst nach mehreren Jahren – und bei älteren Thuja ist das nicht immer realistisch. Wenn große Teile der Hecke kahl sind und nicht mehr durchtreiben oder wenn trotz verbesserter Pflege wiederholt großflächiges Absterben auftritt, ist es oft praktischer, betroffene Pflanzen zu ersetzen. Beim Nachpflanzen sollten möglichst vitale, vergleichbar große Exemplare gewählt und der Bodenvorbereitung größte Aufmerksamkeit geschenkt werden, damit die neuen Thuja schnell einwurzeln und nicht von Anfang an geschwächt sind.

Das Braunwerden von Thuja ist am häufigsten eine Kombination aus Stress durch Standortbedingungen und ungeeignetem Schnitt – erst danach kommen Schädlinge und Krankheiten ins Spiel. Wenn Sie auf stabile Bodenfeuchte, durchlässige Erde und einen schonenden Schnitt achten, lassen sich die meisten Probleme deutlich reduzieren.

Quelle: Rhs, My perfect plants, Pestrazahrada.cz

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Jarmila M.
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