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Juli ist die letzte Chance für diese Kulturen

July 18, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Jarmila M.
Juli ist die letzte Chance für diese Kulturen
Gemüsebeet / Foto: Depositphotos
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Der Juli zählt zu den dankbarsten Monaten zum Säen. Der Boden ist gut erwärmt, die Lufttemperaturen sind stabil höher und die langen Tage mit viel Licht beschleunigen die Keimung. So können Sie die Erntezeit im Gemüsegarten verlängern und zugleich Ihren Vorrat an Stauden, Zweijährigen sowie an Zimmer- oder Gewächshaus-Exoten aus Samen ergänzen. Rechnen Sie jedoch damit, dass der Boden im Sommer oft trockener ist und der Wasserstand niedriger liegt – neu gesäte und frisch gepflanzte Kulturen brauchen deshalb häufig eine häufigere und gründlichere Bewässerung.

Im Juli lohnt es sich nicht nur, schnell wachsende Gemüsearten nachzusäen, sondern auch im Frühjahr vorgezogene Jungpflanzen auszupflanzen. Bei wärmeliebenden Arten ist es sinnvoll, eher zu Monatsbeginn zu handeln, damit sie noch genügend Zeit haben, bis zu den ersten Herbstfrösten Ertrag anzusetzen.

Gemüse, das sich im Juli zum Säen und Pflanzen eignet

Salate und Blattgemüse

Kopfsalat und andere Blattsalat-Mischungen gehören zu den schnellsten Kulturen, die sich während der Saison fortlaufend nachsäen lassen. Im Juli reicht es, flach in Reihen oder in Töpfe zu säen. Bei Kopfsalat-Typen ist wichtig, den Pflanzen ausreichend Platz zu geben, damit sie sich gut zu Köpfen schließen, während Sie bei Schnittsalaten die jungen Blätter nach Bedarf nach und nach ernten können.

Möhren für die späte Ernte

Der Juli gilt oft als letzter sicherer Termin für die Aussaat von Möhren zur Herbsternte. Gesät wird direkt ins Beet in fein vorbereitete Erde, idealerweise eher dünn, damit später möglichst wenig vereinzelt werden muss. Weniger Vereinzeln hat einen praktischen Grund: Beschädigtes Laub und der Duft können Schädlinge anlocken, die gezielt Möhren aufsuchen.

Mairüben, die mehr als eine Ernte liefern

Mairüben werden in Gärten zu Unrecht oft übersehen. Aus einer Pflanze erhalten Sie sowohl essbare Rüben als auch schmackhafte Blätter. Nach der Ernte verarbeitet man sie am besten zeitnah, da sie sich meist nicht lange in perfektem Zustand lagern lassen. Die Aussaat erfolgt direkt in flache Reihen; bei regelmäßiger Bewässerung dürfen Sie sich auf eine schöne Winterernte freuen.

Radieschen als schnelle, sichere Bank

Radieschen reifen sehr schnell, lassen sich unkompliziert anbauen und haben meist weniger Probleme als andere Kulturen. Für Sommersaaten sind sie ideal, weil sie rasch die Ernte ergänzen und Salaten mehr Würze geben. In der Praxis werden sie zudem oft als Markiersaat bzw. als Begleitpflanzen zu langsam wachsenden Arten genutzt.

Buschbohnen bis zum letzten Termin

Bei Bohnen für die Hülsenernte gilt: Der Juli ist der letzte Monat, in dem eine Aussaat noch sinnvoll ist, damit sie vor der herbstlichen Abkühlung Ertrag bringen. Buschbohnen können ins Beet oder in größere Gefäße gesät werden. Wichtig ist, die Bewässerung nicht zu unterschätzen – besonders während der Blüte und beim Hülsenansatz.

Winterkohl zum Auspflanzen

Gerade der Juli eignet sich zum Pflanzen von Winterkohl aus Jungpflanzen, die im Frühjahr vorgezogen wurden. Wird rechtzeitig gepflanzt, kann er kräftig werden und feste Köpfe für die Winterzeit bilden. Nach dem Pflanzen lohnt es sich, die Erde gut anzudrücken, gründlich zu wässern und den Bestand während der Saison vor Schädlingen und Vögeln zu schützen – Kohl ist im Sommer oft ein häufiges Ziel.

Mangold für Herbst und zeitiges Frühjahr

Mangold, der im Juli gesät wird, liefert eine Ernte im Herbst und überwintert bei milder Witterung oft im Freien, sodass er im nächsten Jahr früh wieder Blätter bietet. Gesät wird in Reihen etwa einige Zentimeter tief; nach dem Auflaufen werden die Pflanzen vereinzelt, damit sie Platz für einen kräftigen Wuchs haben.

Koriander, der Halbschatten schätzt

Koriander reagiert im Sommer empfindlich auf Überhitzung und Trockenheit, weil er dann leicht schießt. Im Juli gedeiht er daher besser an einem Platz ohne pralle Mittagssonne – oder in einem Gefäß, das sich umstellen lässt. Am besten sät man ihn gleich an den Endstandort, denn er bildet eine längere Wurzel und verträgt das Umpflanzen schlechter.

Mangold anbauen / Foto: Depositphotos
Mangold anbauen / Foto: Depositphotos

Obst, das man im Juli mit Vorsicht pflanzen kann

Obststräucher und -bäumchen im Container lassen sich theoretisch das ganze Jahr über pflanzen, doch der Juli ist wegen Hitze und Trockenheit anspruchsvoller. Wenn Sie sich dennoch fürs Pflanzen entscheiden, hängt der Erfolg vor allem von regelmäßiger Bewässerung nach dem Setzen und einer guten Mulchschicht ab, damit der Boden nicht austrocknet.

Kulturheidelbeeren

Am besten pflanzt man sie von Herbst bis Frühjahr, doch Containerpflanzen kann man auch im Sommer setzen, wenn ausreichend Wasser verfügbar ist. Heidelbeeren brauchen sauren Boden; in vielen Gärten ist daher die Kultur in großen Gefäßen mit Substrat für Moorbeetpflanzen einfacher. An heißen Tagen ist wichtig, dass die Töpfe niemals komplett austrocknen.

Stachelbeeren

Stachelbeeren wachsen ebenfalls am besten außerhalb der größten Hitze an, aber im Juli können Sie sie pflanzen, wenn Sie einen geschützten Platz wählen und nach dem Setzen zuverlässig gießen, bis sie eingewurzelt sind. Geeignet ist ein Standort in der Sonne oder im lichten Halbschatten; der Wurzelballen sollte nach dem Pflanzen auf Höhe der umgebenden Erde sitzen.

Heidelbeerstrauch / Foto: Depositphotos
Heidelbeerstrauch / Foto: Depositphotos

Blumen zum Säen und Pflanzen im Juli

Rittersporn für Blüten im nächsten Sommer

Der Juli ist oft die letzte Chance, Rittersporn zu säen, wenn Sie in der kommenden Saison Blüten möchten. Im Garten wirkt er klassisch, und viele Sorten sind zugleich wertvoll für Bestäuber, weil sie reichlich Nektar und Pollen bieten.

Strelitzien als sommerliche Aussaat exotischer Pflanzen

Wenn Sie etwas Ungewöhnliches ausprobieren möchten, lassen sich Strelitzien im Sommer als beeindruckende, mehrjährige Pflanzen für die Kultur im Haus oder Gewächshaus aussäen. Sie sind für ihre markanten Blüten bekannt, die sich auch als Schnittblumen eignen – man sollte allerdings damit rechnen, dass es bis zur ersten Blüte meist länger dauert.

Vergissmeinnicht für den Frühlingseffekt

Vergissmeinnicht kann man vom späten Frühjahr bis zum Frühherbst säen. Im Juli können Sie das Saatgut in freie Stellen im Beet streuen, wo es sich natürlich etablieren soll, oder in Schalen aussäen und die Jungpflanzen später verpflanzen. Dieses Vorgehen ahmt ihren natürlichen Zyklus nach der Frühjahrsblüte nach.

Stiefmütterchen mit Vorsprung für Winter und Frühjahr

Die Aussaat von Stiefmütterchen im Juli gibt ihnen Zeit, bis zur Herbstpflanzung kräftig zu werden. Wenn Sie gleich zu Monatsbeginn mit der Aussaat starten, entwickeln sich die Pflanzen besser und blühen in der nächsten Saison meist üppiger.

Hornveilchen und duftende Zweijährige einschließlich Veilchen

Sommersaaten von Zweijährigen sind im Juli sehr praktisch. Neben klassischen Arten, die im Sommer gesät werden und im nächsten Frühjahr blühen, gehören dazu auch Pflanzen, die typisch für Bauerngärten sind. Wichtig ist, das Aussaatsubstrat stets leicht feucht zu halten, denn feines Saatgut trocknet schnell aus.

Fingerhut und andere Zweijährige

Fingerhut, der im Juli gesät wird, bildet noch kräftige Rosetten und blüht im nächsten Jahr meist zuverlässig. Das feine Saatgut wird auf die Oberfläche eines feuchten Aussaatsubstrats gestreut und nur leicht abgedeckt, damit es Licht bekommt. Ähnlich werden im Sommer auch andere Zweijährige ausgesät, die dann im Herbst an ihren endgültigen Platz gepflanzt werden.

Herbstzeitlose für Herbstblüten

Wenn Sie über Zwiebelpflanzen nachdenken, die noch im selben Jahr blühen sollen, ist gerade das Ende Juli passend zum Pflanzen der Herbstzeitlosen. Die Knollen werden mit der Spitze nach oben in angemessener Tiefe und mit Abstand gesetzt, damit sie Horste bilden können. Genauso gut lassen sie sich auch in Gefäßen kultivieren.

Dahlien als schnelle Lösung für Lücken im Beet

Dahlienknollen werden normalerweise schon im Frühjahr vorbereitet, doch im Juli können Sie fertige, bereits blühende Containerpflanzen setzen und so schnell Lücken im Beet schließen. Das ist die teurere Variante, aber praktisch, wenn sofort Farbe gefragt ist. Niedrigere Sorten eignen sich auch gut für Töpfe und blühen bei guter Pflege bis in den Herbst.

Dahlien / Depositphotos
Dahlien / Depositphotos

Sträucher und Bäume, die man im Juli nur mit konsequenter Bewässerung pflanzen sollte

Für Gehölze gilt eine einfache Regel: Im Sommer kann man Containerpflanzen setzen, doch der Erfolg hängt von regelmäßiger Pflege ab. Bei heißem Wetter ist für Neupflanzungen das größte Risiko, dass der Wurzelballen schnell austrocknet.

Hortensien für einen Soforteffekt

Hortensien kann man auch im Juli pflanzen; sie werden oft bereits blühend angeboten und geben dem Garten sofort Wirkung. Am besten passen Halbschatten und ein Boden, der Feuchtigkeit hält, überschüssiges Wasser aber dennoch gut ableitet. Kompaktere Sorten lassen sich auch in großen Gefäßen kultivieren – dann muss die Wasserversorgung den ganzen Sommer über stimmen.

Sommerflieder als zuverlässiger Sommerstrauch

Sommerflieder wird sonnig in durchlässigen Boden gepflanzt. Er zählt zu robusten, schnell wachsenden Sträuchern, die lange blühen und viele Blüten bilden können. Bei Sommerpflanzung ist entscheidend, den frisch gesetzten Strauch nicht austrocknen zu lassen, bis er gut angewachsen ist.

Praktischer Hinweis zur Pflege im Juli

Hohe Temperaturen beschleunigen Keimung und Wachstum, erhöhen aber zugleich den Wasserbedarf. Was Sie im Juli säen oder pflanzen, braucht gleichmäßige Feuchte, damit die Pflanzen schnell anwachsen und nicht ins Stocken geraten.

Quelle: Gardeners World, Rhs  , Pestrazahrada.cz

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Jarmila M.
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