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Hühner legen im Winter wegen Fütterungsfehlern weniger Eier Getreide allein reicht nicht

November 1, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Hühner legen im Winter wegen Fütterungsfehlern weniger Eier Getreide allein reicht nicht
Hühner im Herbst / Foto: Depositphotos

In den warmen Monaten ist die Legeleistung oft sehr regelmäßig, doch mit dem Herbst und Winter ändert sich die Lage. Kürzere Tage, niedrigere Temperaturen und der schlechtere Zugang zu natürlichem Grünfutter führen dazu, dass Hühner weniger Energie haben und ihr Stoffwechsel anders arbeitet als im Sommer. Das bedeutet aber nicht, dass ein Rückgang der Legeleistung unvermeidlich ist und man nichts dagegen tun kann.

Eine große Rolle spielen die Qualität des Futters, ausreichend Wasser, passende Lichtverhältnisse und auch die Bedingungen im Hühnerstall. Wer auch in der kalten Jahreszeit Eier haben möchte, sollte sich nicht nur auf Getreide verlassen, sondern auf eine insgesamt ausgewogene Haltung.

Die Basis ist ein vollwertiges Legehennenfutter

Viele Halter füttern im Winter vor allem Weizen, Mais oder Gerste. Das liefert zwar Energie, deckt aber allein nicht den gesamten Bedarf von Legehennen. Für die Eibildung sind auch Eiweiß, Fette, Vitamine und Mineralstoffe im richtigen Verhältnis wichtig.

Darum sollte der Hauptteil des Winterfutterplans aus einem hochwertigen Alleinfutter bestehen, das speziell für Legehennen gedacht ist. Körner können zusätzlich gegeben werden, sollten die ausgewogene Grundmischung aber nicht ersetzen. Gerade eine einseitige Fütterung ist eine der häufigsten Ursachen für eine schwächere Legeleistung.

Gemüse als sinnvoller Zusatz

Im Winter kommen Hühner meist nicht an frisches Gras oder anderes Grün, daher ist es sinnvoll, den Speiseplan mit Gemüse zu ergänzen. Gut geeignet sind geraspelte Möhren, geschnittener Kohl, Kürbis ohne schadhafte Stellen oder eine kleinere Menge Futterrüben. Das Gemüse sollte sauber, frisch und in angemessener Menge angeboten werden.

Es ersetzt nicht das Hauptfutter, sorgt aber für Abwechslung, liefert zusätzliche Nährstoffe und unterstützt die Kondition der Herde. Reste müssen rechtzeitig entfernt werden, damit nichts verdirbt.

Kalzium und Eiweiß entscheiden über die Eierschalenqualität

Wenn Eier eine schwache, dünne oder weiche Schale haben, steckt häufig Kalziummangel dahinter. Hühner sollten deshalb getrennt eine geeignete Kalziumquelle zur freien Aufnahme zur Verfügung haben, zum Beispiel Muschelgrit oder ein grobkörniges Mineralfutter für Geflügel. So können sie den Bedarf nach Bedarf selbst ausgleichen.

Genauso wichtig ist Eiweiß. Ohne ausreichende Eiweißversorgung kann der Organismus nur schwer Eier bilden. Hochwertige Futtermischungen enthalten es in ausgewogener Zusammensetzung, oft etwa aus Soja- oder Sonnenblumenkomponenten. Es ist jedoch nicht sinnvoll, die Legeleistung durch übermäßige Zugaben fettreicher Saaten „hochzudrücken“, denn zu viele Kalorien führen leicht zu Überfütterung und Verfettung.

Warmer Feuchtfutterbrei ja aber mit Maß

In vielen Haushalten wird im Winter ein Feuchtfutterbrei aus geschrotetem Getreide, Gemüse und warmem Wasser zubereitet. Das kann eine hilfreiche Ergänzung sein, wenn er frisch ist und nur in Mengen angeboten wird, die die Hühner zügig aufnehmen. Er sollte weder heiß sein noch lange im Trog stehen.

In die Mischung gehören keine salzigen Tischreste, verdorbenen Lebensmittel und kein schimmliges Brot. Alles, was der Gesundheit des Geflügels schaden könnte, zeigt sich meist schnell auch an der Legeleistung.

Ohne Wasser gibt es auch keine Eier

Hühner im Herbst / Foto: Depositphotos
Hühner im Herbst / Foto: Depositphotos

Sauberes Wasser ist im Winter absolut entscheidend. Sobald Hühner zu wenig Flüssigkeit aufnehmen, kann die Legeleistung schnell einbrechen. In den Tränken muss deshalb den ganzen Tag über Wasser verfügbar sein, und es darf nicht einfrieren. Besonders genau sollte man unbeheizte Ställe kontrollieren, denn dort kann das Problem sehr schnell entstehen.

Licht Ruhe im Stall und die Mauser

Futter allein reicht nicht. Wenn die Tage kürzer werden, lässt die Legeleistung ganz natürlich nach. Für bessere Ergebnisse brauchen Hühner meist ungefähr 14 bis 16 Stunden Licht pro Tag. Zusätzliche Beleuchtung mit Zeitschaltuhr kann helfen, trotzdem muss das Geflügel einen Teil des Tages Dunkelheit zur Erholung haben.

Der Stall sollte trocken, zugfrei, mit sauberer Einstreu und zugleich gut belüftet sein. Im Herbst ist außerdem die Mauser üblich. In dieser Zeit verbraucht der Körper viele Nährstoffe für die Erneuerung des Gefieders, sodass die Legeleistung vorübergehend ganz aussetzen kann. Das ist ein natürlicher Zustand, den kein „Wundermittel“ umgehen kann.

Ein einfacher Winter-Fütterungsrhythmus

Gut funktioniert ein regelmäßiger Tagesablauf. Morgens bietet sich die Hauptportion Alleinfutter für Legehennen an, etwa 70 bis 80 g pro Tier. Gegen Mittag kann eine kleine Portion Gemüse folgen, etwa 10 bis 15 g je Huhn. Am Nachmittag kann es eine kleine Zugabe Getreide geben, zum Beispiel Weizen oder Mais, wieder ungefähr 10 bis 15 g pro Tier.

Der gesamte Tagesverbrauch liegt bei einer erwachsenen Legehenne meist bei etwa 110 bis 120 g Futter, je nach Rasse, Größe, Aktivität und Temperatur im Stall. Abends ist es sinnvoll zu prüfen, ob die Hühner genug Futter haben, Wasser nicht eingefroren ist und Kalzium zur freien Aufnahme bereitsteht.

Erwarten Sie kein Wunder von einem einzelnen Futtermittel

Der Erfolg in der Winterhaltung hängt nicht an einer einzigen Zutat, sondern an der Gesamtbalance. Die besten Ergebnisse bringt die Kombination aus hochwertigem Futter, ausreichend Eiweiß und Kalzium, regelmäßiger Wasserversorgung, passender Beleuchtung und guten Stallbedingungen. Wenn Hühner alles bekommen, was sie brauchen, kommen sie deutlich besser durch die Kälte und die Legeleistung bleibt auch außerhalb der Hauptsaison stabiler.

Quelle: Dine-a-Chook, To je nápad, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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