Wie Sie Brennholz auswählen, das das Haus am längsten wärmt, die Antwort steckt in einem einfachen Test
Wenn Sie zu Hause mit Holz heizen, kommt es sehr darauf an, welche Holzart Sie wählen. Nicht jedes Holz brennt gleich gut, und nicht jeder Scheit liefert die gleiche Wärmemenge. Über die Qualität von Brennholz entscheiden vor allem zwei Dinge: die Dichte und der Wassergehalt. Je dichter und je trockener das Holz ist, desto besser lässt es sich verbrennen und desto mehr Wärme kann es im Ofen, Kamin oder Holzheizkessel freisetzen.
Grundsätzlich gilt: Hartholz ist zum Heizen meist besser geeignet als Weichholz. Das liegt an der höheren Dichte und auch am geringeren Anteil an Harz beziehungsweise Pech. Das heißt aber nicht, dass Weichholz keinen Nutzen hat. Es eignet sich zum Beispiel zum schnellen Anheizen oder für ein kürzeres Feuer, man muss nur damit rechnen, dass es schneller abbrennt.
Hartholz und Weichholz beim Heizen
Holzarten nach Heizwert
Große Unterschiede gibt es nicht nur zwischen Hart- und Weichholz, sondern auch zwischen einzelnen Holzarten. Der Heizwert beschreibt, wie viel Wärme Holz beim Verbrennen freisetzt. Oft wird er auch im Vergleich zu Heizöl angegeben, wodurch sich die tatsächliche Leistung besser einschätzen lässt.
Holz mit hohem Heizwert
Zur heizstärksten Gruppe zählen unter mitteleuropäischen Bedingungen vor allem Hainbuche, Robinie, Buche, Eiche, Esche und Holz von Obstbäumen, zum Beispiel Apfel- oder Birnenholz. Diese harten, dichten Hölzer brennen langsam, liefern eine hohe Wärmeleistung und bilden eine lang anhaltende Glut. Sie sind daher die beste Wahl für regelmäßiges und intensives Heizen im Winter, sofern sie richtig getrocknet sind und ihre Restfeuchte etwa 20 % nicht überschreitet.
Holz mit mittlerem Heizwert
In die mittlere Heizwert-Kategorie lassen sich unter mitteleuropäischen Bedingungen zum Beispiel Birke, Lärche, Ahorn, Ulme, Kirsche oder Douglasie einordnen. Diese Holzarten bieten ein ausgewogenes Verhältnis aus Heizwert, Brenndauer und Verfügbarkeit. Sie sind eine gute Wahl fürs übliche Beheizen des Hauses, insbesondere wenn heizstärkere Arten wie Hainbuche, Buche, Eiche oder Robinie nicht leicht zu bekommen sind.
Holz mit niedrigerem Heizwert
Was der Heizwert genau bedeutet
Der Heizwert ist eine Angabe dafür, wie viel Wärme Holz beim Verbrennen erzeugt. Es geht also nicht nur darum, wie lange es brennt, sondern wie effizient es den Raum erwärmt. Für das Heizen zu Hause ist das einer der wichtigsten Werte. Dichtes Hartholz mit geringer Restfeuchte ist in dieser Hinsicht am zuverlässigsten und bietet oft das bessere Verhältnis zwischen gelagertem Holzvolumen und tatsächlichem Wärmegewinn.

Maßeinheiten bei Brennholz
Frisch geschlagenes Holz enthält oft bis zu die Hälfte seines Gewichts als Wasser. Solches Holz ist zum Verbrennen ungeeignet. Vor der Verwendung sollte es auf eine Holzfeuchte von etwa 20 bis 25 Prozent trocknen. Liegt sie über 25 Prozent, ist das Holz noch zu nass und gehört weder in den Ofen noch in den Kamin.
Am besten spalten Sie die Scheite so bald wie möglich nach dem Fällen, denn feuchtes Holz lässt sich leichter spalten als völlig trockenes. Nach dem Spalten sollte das Holz an einem luftigen, vor Regen geschützten Platz aufgestapelt werden und mindestens sechs Monate reifen. Bei manchen Holzarten kann auch eine längere Trocknungszeit sinnvoll sein, durchaus bis zu einem Jahr.
Woran Sie erkennen, dass Holz gut getrocknet ist
Richtig abgelagertes Brennholz hat mehrere typische Merkmale. Die Stirnseiten der Scheite sind meist dunkler, und häufig sind dort sichtbare Risse zu erkennen. Trockenes Holz ist außerdem leichter, als man erwarten würde. Wenn Sie zwei Stücke gegeneinanderschlagen, klingt es nicht dumpf, sondern eher hart und klar, fast wie ein kurzes Klingeln.
Wenn beim Brennen an den Stirnseiten Wasserdampf austritt oder das Holz zischelt, ist es noch nicht trocken genug. In diesem Fall ist es besser, es weiter trocknen zu lassen. Nasses Holz heizt weniger effizient, raucht stärker und fördert die Verschmutzung der Abgaswege.
Praktische Tipps für sicheres und vernünftiges Heizen
Weichholz kann im Ofen verwendet werden, eignet sich aber eher zum Anzünden oder fürs kurzfristige Heizen. Harthölzer wie Eiche, Buche, Hainbuche, Ahorn oder Hickory sind dort im Vorteil, wo Sie lange Brenndauer und gleichmäßige Wärme wünschen. Holzasche muss zudem nicht zwangsläufig Abfall sein, denn sie kann im Haushalt oder im Garten weiter genutzt werden.
Wichtig ist außerdem, Holz aus regionalen Quellen zu kaufen. Der Transport von Brennholz über größere Entfernungen kann Schädlinge und Baumkrankheiten verbreiten. In manchen Regionen kann ein solcher Transport sogar eingeschränkt oder verboten sein. Regional zu kaufen ist daher sinnvoller, sowohl im Sinne des Naturschutzes als auch oft in Bezug auf Preis und Verfügbarkeit.
Welche Holzarten zu den besten zählen
Als Spitzenklasse beim Brennholz gelten in Tschechien meist harte Laubhölzer, insbesondere Hainbuche, Buche, Eiche, Esche oder Robinie. Sie haben einen hohen Heizwert, brennen lange und bilden eine stabile Glut, weshalb sie sich gut zum Heizen in den kalten Monaten eignen. Sehr gut kann aber auch anderes verfügbares Holz dienen, wenn es ausreichend getrocknet ist. In der Praxis entscheidet nämlich nicht nur die Holzart, sondern auch die Verarbeitung, die Trocknungsdauer und die Lagerbedingungen.
Das beste Brennholz ist daher nicht zwingend das härteste, sondern vor allem richtig gespalten, gut abgelagert und für eine sichere Verbrennung vorbereitet. Die Holzfeuchte sollte idealerweise 20 % nicht überschreiten. Genau die Kombination aus passender Holzart und guter Vorbereitung sorgt für effizientes, sparsames und angenehmes Heizen.
Quelle: Almanac, Mortimers Fuels, Pestrazahrada.cz
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