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Die Tomatensaison endet im September nicht diese Tricks verlängern die Ernte bis in den Herbst

September 7, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Die Tomatensaison endet im September nicht diese Tricks verlängern die Ernte bis in den Herbst
Tomatenernte / Foto: Depositphotos
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Viele haben das Gefühl, dass mit dem September die Gartenarbeit langsam endet. Bei Tomaten stimmt das aber nicht. Gerade jetzt lässt sich noch deutlich beeinflussen, wie viele Früchte rechtzeitig ausreifen und wie lange Sie ernten können. Die Tage werden zwar kürzer und die Temperaturen sinken Schritt für Schritt, doch mit ein paar einfachen Maßnahmen helfen Sie den Tomaten, die restliche Saison optimal zu nutzen, sodass die Ernte bis in den späten Herbst hinein hält.

Das Auslichten der Pflanze lässt die Früchte schneller rot werden

Gegen Ende des Sommers sind die Pflanzen oft schon etwas geschwächt, und die Wurzeln versorgen sie nicht mehr so effizient wie zuvor. Deshalb lohnt es sich, Tomaten zu entlasten. Ein praktischer Schritt ist das Entfernen von Blättern, die die noch grünen Früchte unnötig beschatten. Kommt mehr Licht an die Früchte, beschleunigt sich das Ausreifen, auch wenn die Sonne nicht mehr so kräftig ist wie im Juli.

Gleichzeitig nimmt man der Pflanze damit Masse ab, die sie sonst mitversorgen müsste. Die Energie wandert leichter in die Früchte, die bereits am Strauch hängen, und die Pflanze hat bessere Chancen, noch einige Wochen in guter Verfassung durchzuhalten.

Blüten bringen in dieser Zeit meist nichts mehr

Im September erscheinen an den Pflanzen mitunter noch neue Blüten, doch die Chance, dass daraus noch reife Früchte werden, ist gering. Daher ist es sinnvoll, sie zu entfernen. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Auslichten der Blätter: Die Pflanze stellt das Ansetzen neuer Früchte ein und konzentriert sich auf das, was sie bereits „in Arbeit“ hat, also auf die Früchte, die noch zulegen und ausfärben.

Die letzte Düngung mit Schwerpunkt Kalium

Tomatenernte / Foto: Depositphotos
Tomatenernte / Foto: Depositphotos

Wenn Sie die Reife zusätzlich fördern möchten, passt zum Saisonende eine letzte Düngergabe, bei der Kalium im Vordergrund steht. Kalium unterstützt die Ausfärbung und das Ausreifen der Früchte. Im Gegensatz zu Stickstoff fördert es weder üppiges Blattwachstum noch weiteres Blühen, und genau das wollen Sie in dieser Phase vermeiden. Übertreiben Sie die Menge nicht: Ziel ist eine sanfte Lenkung der Pflanze hin zum Abschluss der Ernte, nicht ein neuer Wachstumsschub.

Schützen Sie Tomaten vor den ersten kalten Nächten

Das Septemberwetter kann überraschen, und schon kurz nach den Ferien können deutlich kühle Nächte auftreten. Diese können die Reife bremsen und geschwächte Pflanzen zusätzlich stressen. Oft reicht dabei ein einfacher Schutz. Bewährt hat sich Vlies, das Sie abends über die Pflanzen legen und morgens wieder abnehmen oder je nach Temperatur zumindest lüften. So bleibt das Mikroklima rund um die Pflanzen stabiler, ohne dass aufwendige Abdeckkonstruktionen nötig sind.

Gesunde Pflanzen tragen länger

Damit Tomaten ihre Früchte noch bis zur Reife bringen, müssen sie möglichst lange vital bleiben. Darum lohnt es sich, im September jede Pflanze noch einmal sorgfältig zu kontrollieren. Beschädigte oder verdächtige Blätter entfernen Sie besser sofort, damit sich Probleme nicht unnötig ausbreiten. Achten Sie ebenso auf Schädlinge und Krankheitsanzeichen, denn zum Saisonende können sich die Pflanzen schlechter wehren.

Wenn ein Eingreifen nötig ist, setzen Sie auf schonende Maßnahmen und natürliche Spritzmittel, die die reifenden Früchte nicht belasten. Ziel ist, den Bestand so lange wie möglich in einem guten Zustand zu halten, damit die Pflanze die Früchte weiter versorgen kann und diese sicher am Strauch ausreifen.

Ein Trick für langsames Ausreifen im Folientunnel

Reifende Tomaten / Foto: Depositphotos
Reifende Tomaten / Foto: Depositphotos

Manchmal kommt es vor, dass Tomaten im Folientunnel im September überraschend langsam ausreifen. Eine Ursache kann auch sein, dass die Pflanzen im Boden noch immer zu viele Nährstoffe aus der vorherigen intensiven Pflege vorfinden. In so einer Situation verhält sich die Pflanze, als hätte sie noch reichlich Zeit, und beeilt sich nicht. Helfen kann ein einfaches Vorgehen: Ernten Sie alle vollreifen Früchte ab und wässern Sie den Boden einmalig gründlich mit einer größeren Wassermenge, damit ein Teil der Nährstoffe tiefer ausgespült wird.

Danach ist es sinnvoll, mit dem nächsten Gießen etwas zu warten und das Substrat nahezu austrocknen zu lassen. So schaltet die Pflanze oft in den Modus „Saison abschließen“, und die Früchte färben sich zügiger aus. In Kombination mit dem Auslichten, dem Entfernen der Blüten und dem Kälteschutz kann dieser Schritt darüber entscheiden, wie viele Tomaten Sie in den kommenden Wochen noch ernten.

Quelle: Rural Sprout, Gardening Know How, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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