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Kartoffeln richtig lagern, damit sie bis zum Frühjahr ohne Fäulnis halten

August 28, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Kartoffeln richtig lagern, damit sie bis zum Frühjahr ohne Fäulnis halten
Lagerung von Kartoffeln / Foto: Depositphotos
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Im Herbst bringen Sie feste, gesund aussehende Kartoffeln in den Keller, doch im Laufe des Winters folgt oft die Enttäuschung. Manche werden weich, andere beginnen zu keimen und wieder andere bekommen nach und nach Fäulnis. Häufig liegt es dabei nicht an einer schlechten Ernte. Entscheidend sind oft kleine Gewohnheiten beim Einlagern, die leicht vergessen werden. Eine alte Regel ist ganz simpel: Kartoffeln müssen trocken, ausgereift und mit der Möglichkeit zu „atmen“ ins Lager.

Nach der Ernte nicht sofort in den Keller

Frisch gerodete Kartoffeln brauchen eine kurze Vorbereitung. Bevor Sie sie für den Winter einlagern, lassen Sie sie etwa 10 bis 14 Tage an einem dunklen, gut belüfteten Ort liegen. In dieser Zeit trocknet die Schale ab und kleine Verletzungen können sich schließen. Genau dieser Schritt senkt das Risiko deutlich, dass später nasse Stellen und Fäulnis auftreten. In den Keller bringen Sie sie erst dann, wenn sie wirklich gut abgetrocknet sind.

Beschädigte Knollen kompromisslos aussortieren

Kartoffeln, die vom Spaten getroffen wurden, stark gedrückt sind, weich werden oder bereits verdächtige Stellen haben, gehören nicht in den Langzeitvorrat. Eine einzige faulige Knolle kann nach und nach die Umgebung verderben, weil sich das Problem leicht ausbreitet. Zum Einlagern eignen sich nur ausgereifte, feste Kartoffeln mit unversehrter Schale. Die beschädigten legen Sie separat und verbrauchen sie möglichst bald.

Nicht waschen heißt weniger Feuchtigkeit und geringeres Verderbrisiko

Wenn die Kartoffeln nur erdig sind, gibt es keinen Grund, sie vor dem Einlagern zu waschen. Es reicht, größere Stücke trockener Erde vorsichtig zu entfernen. Waschen bringt unnötig Wasser ins Lager und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit für Schimmel und Fäulnis. Haben Sie sie doch gewaschen, müssen sie vor dem Einlagern vollständig trocknen – sonst tragen Sie das Problem von Anfang an mit in den Keller.

Kühle und Dunkelheit sind Pflicht Wärme und Licht sind Feinde

Für die lange Lagerung sind vor allem eine stabile Kühle, Dunkelheit und eine vernünftige Luftfeuchte entscheidend. Häufig wird eine Temperatur von etwa 4 bis 7 °C empfohlen, auch wenn sie je nach Sorte und Verwendungszweck leicht abweichen kann. In zu warmen Räumen keimen Kartoffeln schneller, verlieren Wasser und schrumpfen nach und nach – die Qualität sinkt.

Genauso gefährlich ist Licht. Kartoffeln, die Licht ausgesetzt sind, können grün werden, weil der Gehalt an Glykoalkaloiden steigt. Stark grüne Knollen sind nicht zum Verzehr geeignet – schützen Sie die Kartoffeln bei der Lagerung daher konsequent vor Licht.

Kartoffeln brauchen Luft und dürfen nicht „schwitzen“

Langzeitvorräte gehören nicht in luftdicht verschlossene Behälter. Fest verschlossene Eimer oder dichte Kunststoffboxen fördern Wärmestau und Feuchtigkeitsbildung. Kartoffeln brauchen Luftzirkulation, deshalb sind Kisten mit Öffnungen, atmungsaktive Säcke oder andere Verpackungen besser geeignet, die Luftdurchlass erlauben.

Wichtig ist auch die Umgebungsfeuchte. Ist die Luft zu trocken, schrumpfen die Knollen und trocknen aus. Gleichzeitig darf aber keine Kondensfeuchte und keine dauerhaft nasse Oberfläche entstehen, denn das schafft ideale Bedingungen für Fäulnis. Ziel ist ein Gleichgewicht: Die Kartoffeln sollen fest bleiben, aber nicht feucht.

Regelmäßige Kontrolle entscheidet, ob sie bis zum Frühjahr halten

Selbst wenn die Bedingungen stimmen, lohnt es sich nicht, die Kartoffeln den ganzen Winter unbeaufsichtigt zu lassen. Gehen Sie die Vorräte von Zeit zu Zeit durch und sortieren Sie verdächtige Stücke aus. Achten Sie vor allem auf unangenehmen Geruch, nasse Stellen, Weichwerden und beginnende Fäulnis. Sobald Sie eine problematische Knolle finden, entfernen Sie sie möglichst schnell, damit sich der Verderb nicht weiter ausbreitet.

Einfache Regeln, die besser wirken als zufällige Tricks

Zuverlässige Lagerung beruht nicht auf komplizierten Methoden, sondern auf wenigen Grundsätzen. Lagern Sie nur gesunde, unbeschädigte Kartoffeln ein, gönnen Sie ihnen nach der Ernte rund zwei Wochen zum Abtrocknen im Dunkeln bei guter Durchlüftung, waschen Sie sie vor dem Einlagern nicht unnötig und halten Sie sie konsequent vom Licht fern. Sorgen Sie für Kühle etwa im Bereich von 4 bis 7 °C und verwenden Sie Behälter, die Belüftung zulassen. Wenn Sie Kondenswasser im Blick behalten und die Vorräte regelmäßig kontrollieren, gewinnen Sie deutlich mehr als mit ungeprüften Tipps. Sind die Knollen trocken, dunkel, kühl gelagert und bekommen Luft, halten gute Kartoffeln problemlos viele Monate und kommen in ordentlichem Zustand bis ins Frühjahr.

Quelle: The Kitchn, GrowVeg, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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