Einfaches Letscho wie bei Mama eine ehrliche Klassiker
Wenn sich am Ende des Sommers viele Tomaten und Paprika im Garten sammeln, wäre es schade, sie nicht voll auszunutzen. Eine der sichersten Lösungen ist selbst gemachtes Letscho, das sich ganz einfach in einem großen Topf kochen und anschließend für die Wintermonate in Gläser füllen lässt. Genau dann ist es Gold wert, denn Sie müssen es nur öffnen, erwärmen und haben in kurzer Zeit eine Basis für ein schnelles Essen oder zum Weiterkochen.
Diese Variante ist ein Familienrezept, das sich bei uns seit Jahren bewährt. Keine moderne Experimentier-Version, sondern ein ehrlicher Klassiker aus wenigen Zutaten. Der Vorteil: Der Geschmack ist stabil und verlässlich, also genau so, wie man sich Letscho wünscht. Außerdem lässt es sich je nach Situation variieren: einmal kommen Eier dazu, ein anderes Mal ein Stück Wurst, oder Sie nutzen es als Gemüsebasis unter Fleisch oder für Saucen.
Zutaten die Sie vorab vorbereiten
Für eine größere Menge brauchen Sie 4 kg Tomaten, 1 kg Paprika, 4 Zwiebeln, etwas Öl zum Anschwitzen der Zwiebeln, 3 Kaffeelöffel Salz, 1/2 Kaffeelöffel gemahlenen schwarzen Pfeffer und 4 Kaffeelöffel edelsüßes Paprikapulver. Die Verhältnisse sind so abgestimmt, dass das Letscho ausgewogen ist und sich nach dem Öffnen des Glases auch gut weiterverarbeiten lässt.
Zubereitung Schritt für Schritt
Gemüse vorbereiten
Die Tomaten zuerst mit heißem Wasser überbrühen, damit sie sich leicht häuten lassen. Die geschälten Tomaten in kleinere Stücke schneiden. Die Paprika waschen, von Stielen und Kernen befreien und je nach Vorliebe in Streifen oder kleinere Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln, damit sie im Ansatz schnell Aroma abgeben und weich werden.
Zwiebelbasis die den Geschmack bestimmt
In einem großen Topf das Öl erhitzen und die Zwiebeln hineingeben. Bei kleiner Hitze langsam glasig dünsten. Wichtig ist, sie nicht bräunen zu lassen, sonst rutscht der Geschmack unnötig in eine stärker geröstete Richtung, die zu einem milden Letscho nicht unbedingt passt.
Paprika in den Topf und kurz mitdünsten
Sobald die Zwiebeln weich und durchsichtig sind, die geschnittene Paprika hinzufügen. Kurz zusammen mit den Zwiebeln dünsten, damit sie weicher wird und etwas von ihrem Aroma abgibt. Sie muss noch nicht komplett gar sein, denn sie schmort später noch mit den Tomaten.
Gewürze mit Gefühl dosieren
Salz, gemahlenen schwarzen Pfeffer und edelsüßes Paprikapulver zur Mischung geben. Alles gut umrühren und auf die Temperatur achten, damit das Paprikapulver nicht anbrennt. Wenn es verbrennt, kann es bitter werden und den ganzen Topf verderben.
Tomaten geben Saft und verbinden die Aromen
Zum Schluss die geschälten, gewürfelten Tomaten dazugeben. Den Topfinhalt gründlich vermengen und bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten schmoren lassen. Ab und zu umrühren, damit nichts am Boden ansetzt und sich die Aromen gleichmäßig verbinden. Gutes Letscho soll weich, duftend und saftig sein, aber nicht völlig zu Brei zerkochen.
Gläser füllen und sicher einkochen

Heiße Mischung abfüllen
Das fertige Letscho noch heiß in saubere Einmachgläser füllen. Die Glasränder sorgfältig abwischen, damit keine Reste zurückbleiben, die die Dichtigkeit beeinträchtigen könnten. Danach die Gläser fest mit Deckeln verschließen.
Sterilisieren für lange Haltbarkeit
Die Gläser 20 Minuten sterilisieren. Nach dem Sterilisieren abkühlen lassen und an einem dunkleren, kühlen Ort lagern, wo sie bis in den Winter halten. So haben Sie jederzeit eine fertige Basis griffbereit, die Sie nur noch erwärmen und nach Geschmack ergänzen.
So verwenden Sie Letscho nach dem Öffnen
Im Winter ist selbst gemachtes Letscho ideal für Momente, in denen Sie schnell etwas essen möchten, ohne aufwendig zu kochen. Sie können es einfach erhitzen und Eier dazugeben oder Stücke von Wurst mit hineinwerfen. Genauso gut passt es als Beilage zu Fleisch oder als Grundlage für weitere Rezepte, wenn Sie eine tomaten-paprikahaltige Gemüsemischung brauchen. Gerade diese Vielseitigkeit ist der Grund, warum es sich lohnt, gleich mehr zu machen.
Woher Letscho stammt und warum man es vor allem am Ende des Sommers kocht
Auch wenn wir Letscho als ganz selbstverständlichen Teil der Hausmannskost sehen, liegt sein Ursprung in Ungarn. Dort basiert das lecsó auf der einfachen Kombination aus Paprika, Tomaten und Zwiebeln, die im eigenen Saft mit etwas Fett oder Öl geschmort wird. Ähnlich wie bei uns gibt es aber auch in Ungarn nicht die eine einzig richtige Version, denn jede Familie passt Gemüseverhältnis und Würzung nach Gewohnheit an.
Letscho wird traditionell gegen Ende des Sommers zubereitet, wenn Tomaten und Paprika reif sind, und oft als Vorrat eingekocht, damit es im Winter als schnelles Essen und praktische Grundlage für weitere Gerichte dient.
Selbst gemachtes Letscho ist schlicht ein bewährter Weg, die Ernte sinnvoll zu nutzen, übers Jahr Zeit zu sparen und ein Glas parat zu haben, das nach ehrlicher Hausmannskost schmeckt. Wenn Sie einfache Rezepte mögen, die nicht auf Kompliziertheit, sondern auf gute Zutaten setzen, wird Sie dieser Klassiker nicht enttäuschen.
Quelle: Záhrada, Jidlo.cz, Pestrazahrada.cz
Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.
Ähnliche Artikel
Seife hat im Garten überraschend viele Anwendungen, von denen Sie nichts ahnten
Alte Seifenstücke müssen nicht im Müll landen: Im Garten können sie als sanftes Mittel gegen Schädlinge, zur Reinigung und sogar für kleine Reparaturtricks dienen. So bekommt ein scheinbar nutzloser Rest ganz praktisch ein zweites Leben.
Liebstöckel kann viel mehr als Suppe und ersetzt auch Pesto oder gekaufte Würzmischungen
Liebstöckel ist weit mehr als nur eine Suppenwürze. Die aromatische Gartenstaude verfeinert Butter, Pesto, Kartoffelgerichte und hausgemachte Würzmischungen ganz ohne Zusatzstoffe.
Gefährlicher Doppelgänger des Schwarzen Holunders wächst auch bei uns und wird leicht verwechselt
Schwarzer Holunder ist beliebt für Sirup und Getränke, doch in Beständen kann sich leicht der giftige Zwergholunder einschleichen. Wer Stängeltyp und Fruchtstandrichtung kennt, vermeidet gefährliche Verwechslungen.
Kommentare (0)
Schreiben Sie den ersten Kommentar.