Die schlechtesten Standorte für Gurken, wo Mehltau die ganze Ernte vernichtet
Gurken gehören zu den dankbaren und vergleichsweise leicht zu kultivierenden Pflanzen, doch der Erfolg wird oft durch einen schlecht gewählten Standort zunichtegemacht. Gerade dauerhaft feuchte Blätter, kühlere Erde und wenig Sonne schaffen ein Umfeld, in dem sich Pilzkrankheiten schneller ausbreiten und die Pflanzen zugleich weniger Früchte ansetzen. Kommt dann noch eine eingeschränkte Luftbewegung hinzu, verlieren Gurken innerhalb kurzer Zeit an Vitalität, und die Ernte fällt gering aus, manchmal sogar mit unangenehmer Bitterkeit.
Die häufigsten Fehler entstehen dabei nicht durch die Pflege, sondern durch die Wahl des Platzes. Die folgenden drei Situationen gehören zu den riskantesten und sollten bei der Beetplanung möglichst vermieden werden.
Die Nordseite am Haus oder an der Gartenhütte ist eine Gurkenfalle
Gurken direkt an eine Hauswand zu setzen, wirkt vor allem wegen der vermeintlichen Rankhilfe verlockend, doch Nordseiten oder dauerhaft beschattete Gebäudeseiten sind deutlich kühler. Morgentau bleibt dort länger auf den Blättern, und die Sonne, die den Bestand rechtzeitig abtrocknen würde, erreicht die Pflanzen nur kurz oder gar nicht. Die Kombination aus Kühle und Feuchtigkeit ist ideal für Pilze, deshalb zeigen sich gerade an Wänden oft die ersten Flecken, und der Befall schreitet schnell voran.
Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, hilft es, die Pflanzung weiter von der Wand abzurücken und Gurken vertikal an einer stabilen Rankhilfe zu ziehen. Die Führung nach oben verbessert das Abtrocknen der Blätter und reduziert den Kontakt des Bestands mit nassem Boden. Um die Fruchtbildung zu fördern, lohnt es sich, das Wachstum auf den Haupttrieb zu konzentrieren und Seitentriebe in den Blattachseln laufend zu entfernen, damit der Bestand luftiger bleibt.
Abgeschlossene Gartenecken ohne Luftbewegung
Gurken brauchen eine kontinuierliche Luftzirkulation. In Gartenecken, an Zäunen, die mit Brombeeren zugewachsen sind, oder in Bereichen, die von höheren Pflanzen umgeben sind, bewegt sich die Luft kaum. Die Feuchtigkeit hält sich zwischen den Blättern, nach Regen oder dem Gießen trocknet der Bestand nur langsam ab und das Risiko für Pilzkrankheiten steigt sprunghaft. Ähnlich problematisch kann auch eine kühle Mauer oder ein Beet sein, das zu nah an einer Wand liegt, wo sich ein feuchtes Mikroklima bildet.
Ein Fehler ist es, darauf zu setzen, dass Halbschatten unter Baumkronen ein zu schnelles Austrocknen des Bodens verhindert. Der Boden mag zwar langsamer Wasser verlieren, doch die Gurkenblätter trocknen an so einem Platz unzureichend ab und Krankheiten haben einen Vorsprung. Am besten ist deshalb ein offener, sonniger Standort, an dem der Bestand morgens und nach Regen schnell abtrocknet.
Ungünstige Nachbarn aus der Kürbisfamilie erhöhen den Krankheitsdruck
Ein weniger offensichtliches, aber sehr häufiges Problem ist der Anbau von Gurken in unmittelbarer Nähe anderer Kürbisgewächse. Zucchini, Kürbisse oder Patisson teilen ähnliche Schädlinge und Pilzkrankheiten; treten Probleme an einer Pflanze auf, breiten sie sich leicht auf die anderen aus. Das Beet funktioniert dann wie eine direkte Einfallstraße für Infektionen, und statt einzelner Herde haben Sie es mit einem flächigen Problem zu tun.
Sicherer ist es, Gurken mit Abstand zu ihren Verwandten aus der Kürbisfamilie zu setzen und daneben begleitende Kräuter zu wählen. Bewährt haben sich Kapuzinerkresse und Basilikum, geeignet können auch Majoran, Petersilie oder Schnittlauch sein. Mit der besseren Nachbarschaft und einem passend gewählten Standort haben Gurken deutlich größere Chancen, gesund zu bleiben und mit einer gleichmäßigen, reichen Ernte zu danken.
Was Sie für volle Körbe ohne Pilzbefall mitnehmen sollten
Das größte Risiko sind dauerhafter Schatten, Kühle und zurückgehaltene Feuchtigkeit auf den Blättern. Meiden Sie deshalb Nordseiten an Gebäuden, enge Ecken ohne Wind sowie die Pflanzung neben Zucchini oder Kürbis. Gönnen Sie Gurken Sonne, Platz und eine luftige Kultur an der Rankhilfe, senken Sie die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass Pilzkrankheiten die Pflanzen zerstören, bevor Sie regelmäßig ernten können.
Quelle: Gardening Zone, Gardenia, Pestrazahrada.cz
Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.
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