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Warnung für Paprika-Gärtner gekräuselte Blätter brauchen schnelle Hilfe

June 17, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Warnung für Paprika-Gärtner gekräuselte Blätter brauchen schnelle Hilfe
Paprika mit gekräuselten Blättern / Foto: Pestrazahrada.cz
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Wenn an sonst gesunden Paprika-Jungpflanzen an den Triebspitzen plötzlich gekräuselte, zerknittert wirkende Blätter auftauchen, ist das kein Detail, das man übersehen sollte. Die jüngsten Blättchen sind am empfindlichsten, und sobald sie an zerknülltes Papier erinnern, signalisiert die Pflanze häufig ein Problem, das sich rasch verschlimmern kann. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen muss man nicht zu aggressiver Chemie greifen. Es genügt, die Ursache rechtzeitig zu finden und gezielt einzugreifen, damit die Paprika wieder Kraft schöpft und sowohl weiterwachsen als auch Früchte ansetzen kann.

Häufigste Ursache sind saugende Schädlinge auf der Blattunterseite

Das Kräuseln der Blätter bei Paprika wird sehr oft durch saugende Schädlinge verursacht. Dazu zählen vor allem Blattläuse, Thripse und Spinnmilben. Sie sind klein, verstecken sich auf der Blattunterseite und ernähren sich, indem sie Pflanzensäfte saugen. Dadurch stören sie die Entwicklung junger Gewebe, und das Blatt verformt sich beim Wachstum, rollt sich ein und kräuselt sich. Bei Thripsen und Spinnmilben kommt außerdem häufig vor, dass sie sich gerade an den Triebspitzen halten, weil frische, weiche Blätter für sie am attraktivsten sind.

Wie man Blattläuse Thripse und Spinnmilben erkennt

Blattläuse sind meist mit bloßem Auge am besten zu sehen. Wenn Sie das Blatt umdrehen, finden Sie oft kleine grüne Tiere, die in Kolonien beisammen sitzen. Neben dem Kräuseln können sie auch ein allmähliches Vergilben der Blätter und eine allgemeine Schwächung der Pflanze auslösen.

Thripse sind schwerer zu entdecken. Oft wirken sie wie sehr dünne, helle Fäden oder winzige Striche auf der Blattunterseite. In der frühen Phase sieht man helle Larven, und typisch sind außerdem silbrige, gelbliche Streifen sowie Aufhellungen im Gewebe. Sie mögen es vor allem warm und trocken, daher können sie im Gewächshaus oder an heißen Tagen besonders schnell Schaden anrichten.

Spinnmilben sind ebenfalls sehr klein und vermehren sich rasant. Tückisch ist, dass man sie häufig erst bemerkt, wenn feine Gespinste um Blätter und Stängel erscheinen. Dann kann der Befall bereits deutlich fortgeschritten sein, und man muss konsequenter vorgehen.

Wenn Sie keine Schädlinge finden kann Kalzium fehlen

Wenn Sie die Pflanze sorgfältig prüfen und weder an den Stängeln noch an der Unter- oder Oberseite der Blätter etwas Verdächtiges finden, denken Sie an einen Nährstoffmangel. Bei Paprika kann das Kräuseln neuer Blätter auch bei Kalziummangel auftreten. Häufig kommen braune Spitzen oder Ränder an den jüngsten Blättchen dazu. In dieser Situation hilft eine Kalziumgabe am besten als Blattdüngung, weil der Wirkstoff über das Blatt schneller aufgenommen wird als über die Gießgabe, besonders wenn das Problem akut ist.

Schonende Hilfe ohne Chemie bei geringem Befall

Sobald Sie feststellen, dass sich die Schädlinge erst beginnen anzusiedeln, haben Sie einen großen Vorteil. Bei leichtem Befall lässt sich mechanisch und schonend vorgehen. Hilfreich ist, die Schädlinge vorsichtig mit einem angefeuchteten Wattepad oder einem weichen Tuch von den Blättern abzuwischen. Wichtig ist, die Kontrolle am nächsten Tag zu wiederholen, weil sich ein Teil der Tiere verstecken kann oder inzwischen neue Larven schlüpfen.

Brennnesseljauche als unterstützender Spritzauftrag

Als hausgemachte und zugleich wirksame Unterstützung hat sich Brennnesseljauche bewährt. Für eine normale Spritzung bei geringem Auftreten wird sie mit Wasser im Verhältnis 1:12 verdünnt. Schädlinge mögen ihren Geruch und ihre Inhaltsstoffe meist nicht, der Pflanze kann sie dagegen einen gewissen Schub geben.

Bei stärkerem Befall kann man eine kräftigere Variante wählen. Es wird eine Mischung im Verhältnis 1 Teil Jauche zu 10 Teilen Wasser angesetzt und 1 Teelöffel Naturseife zugegeben, damit die Spritzbrühe besser an den Blättern haftet. Die Behandlung sollte nach etwa drei Tagen wiederholt werden, weil die Schädlinge nach und nach schlüpfen und eine einmalige Maßnahme oft nicht reicht.

Eine schnelle Kontrolle entscheidet über die spätere Ernte

Gekräuselte Blätter sind bei Paprika ein Signal, dass sofort gehandelt werden sollte. Kontrollieren Sie die Pflanze zuerst gründlich, insbesondere die Blattunterseiten und die Triebspitzen. Sobald Sie Schädlinge entdecken, reicht bei frühem Eingreifen oft mechanisches Entfernen plus eine schonende Spritzung. Und wenn Sie keine Schädlinge finden, richten Sie den Blick auf die Ernährung, vor allem auf eine mögliche Kalziumergänzung. Eine rechtzeitige Reaktion macht oft den Unterschied zwischen einer Jungpflanze, die sich schnell erholt, und einer Pflanze, die langfristig leidet und weniger Ertrag bringt.

Quelle: Pepper Scale, Plukkers, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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