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Düngen von Tomaten im Juni mit Hausmitteln für mehr Blüten und süßere Früchte

June 6, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Düngen von Tomaten im Juni mit Hausmitteln für mehr Blüten und süßere Früchte
Tomaten / Foto: Depositphotos
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Der Juni gehört bei Tomaten zu den wichtigsten Phasen der gesamten Saison. Die Pflanzen wachsen jetzt zügig, schieben neue Blüten nach und beginnen nach und nach, die ersten Früchte zu bilden. Bekommen sie genau in dieser Zeit die richtige Ernährung, zeigt sich das nicht nur an der Zahl der Blüten, sondern auch an der Gesamtkraft der Pflanzen, am besseren Fruchtansatz und später auch am Geschmack. Statt komplizierter Präparate können Sie zu zwei günstigen Hausdüngern greifen, die sich gut ergänzen.

Hausdünger aus Bananenschalen und Hefe

Diese Mischung eignet sich vor allem in der Wachstums- und Blütephase. Ziel ist es, die Wurzeln zu stärken, die Vitalität der Pflanze zu fördern und die Blüten zu halten, damit daraus später Früchte werden. Die Basis bilden Bananenschalen und frische Hefe, die in lauwarmem Wasser angerührt wird.

So bereiten Sie den Auszug zu und verdünnen ihn

Bereiten Sie 300 ml lauwarmes Wasser, 1 Würfel frische Hefe, die Schalen von 5 Bananen sowie zusätzlich 1 Liter Wasser vor. Rühren Sie die Hefe zuerst gründlich im lauwarmen Wasser auf. Schneiden Sie die Bananenschalen in kleinere Stücke, übergießen Sie sie mit der Hefemischung, füllen Sie den weiteren Liter Wasser auf und lassen Sie alles 24 Stunden ziehen. Vor der Anwendung muss der Auszug im Verhältnis 1 Liter Auszug auf 10 Liter Wasser verdünnt werden.

Dosierung für einzelne Pflanzen

Pro Pflanze verwendet man meist etwa 1 Liter des fertig verdünnten Düngers. Die Anwendung ist besonders zu Beginn des Junis und während der intensiven Blütenbildung sinnvoll.

Was Tomaten daraus bekommen

Bananenschalen enthalten von Natur aus vor allem Kalium, Phosphor, Magnesium, Calcium und Spurenelemente. Hefe liefert B-Vitamine, Aminosäuren, Enzyme sowie nützliche Mikroorganismen, die das Bodenleben unterstützen.

Welche Wirkung zu erwarten ist

Phosphor fördert die Anlage von Blütenknospen und kann die Zahl der Blüten erhöhen. Hefe aktiviert Bodenmikroorganismen, wodurch die Wurzeln Nährstoffe besser aufnehmen und die Pflanze insgesamt vitaler wirkt. Das Kalium aus den Schalen hilft, mehr Blüten zu halten und verringert ihr Abwerfen, was sich später in einem besseren Fruchtansatz zeigt. Insgesamt können die Pflanzen widerstandsfähiger gegenüber Hitzestress und kurzzeitiger Trockenheit sein.

Dünger aus Holzasche, sobald die Früchte ansetzen

Sobald sich an den Tomaten die ersten kleinen Früchte zeigen, lohnt es sich, auf den zweiten Dünger umzusteigen. Holzasche wirkt wie eine natürliche Mineralmischung, die vor allem auf Fruchtwachstum und -qualität abzielt. Wichtig ist: Asche enthält keinen Stickstoff, fördert also kein übermäßiges Blattwachstum, sondern eher Ausreife und Versorgung in der Fruchtphase.

Aschejauche ansetzen

Sie benötigen etwa 200 g Holzasche und 10 Liter Wasser. Übergießen Sie die Asche mit Wasser, lassen Sie sie 24 Stunden stehen und rühren Sie vor der Anwendung gründlich um, damit sich die Mineralstoffe gleichmäßig im Wasser verteilen.

Wie viel pro Pflanze

Pro Pflanze reichen ungefähr 500 ml des Ansatzes. In dieser Phase ist Regelmäßigkeit besser als eine zu hohe Einzeldosis, denn das Ziel ist eine langfristige Unterstützung der Fruchtentwicklung.

Tomaten / Foto: Depositphotos
Tomaten / Foto: Depositphotos

Welche Mineralstoffe Asche liefert

In Asche steckt meist am meisten Kalium, Phosphor, Calcium und Magnesium; zudem kann sie Eisen, Mangan, Bor, Zink und weitere Spurenelemente enthalten. Gerade diese Kombination macht sich oft beim Geschmack und bei der Festigkeit von Tomaten bemerkbar.

Was sich an Früchten und Ertrag verbessert

Kalium ist entscheidend für Wachstum und Größenzunahme der Früchte und unterstützt zugleich die Zuckerbildung, sodass Tomaten süßer und aromatischer werden können. Häufig reifen die Früchte gleichmäßiger aus und färben sich intensiver. Calcium sorgt für festeres Fruchtfleisch, reduziert das Aufplatzen und hilft, Blütenendfäule vorzubeugen. Zusammen mit Phosphor verbessert es außerdem die Versorgung der Pflanze in der Zeit, in der sie die höchste Last trägt.

Warum sich diese beiden Dünger so gut ergänzen

Der Bananen-Hefe-Auszug eignet sich vor allem für den Saisonstart, den Wurzelaufbau, die Blütenbildung und einen stabilen Ansatz. Die Aschejauche übernimmt dagegen die Rolle, sobald es um Fruchtgröße, Süße, Festigkeit und gleichmäßiges Ausreifen geht. Der erste Dünger schafft die Basis für eine reiche Blüte, der zweite unterstützt, dass aus den Blüten tatsächlich eine volle, saftige Ernte wird.

Wann und wie oft düngen, damit es wirkt

Der Bananen-Hefe-Auszug wird Anfang Juni und während der Blüte etwa alle 10 bis 14 Tage gegeben. Die Aschejauche wird nach dem Erscheinen der ersten Früchte etwa alle 2 bis 3 Wochen verabreicht. Beide Dünger auf feuchten Boden ausbringen, idealerweise am Abend oder früh am Morgen, damit die Nährstoffe besser genutzt werden und die Pflanzen keinen Hitzeschock bekommen.

Quelle: The Spruce, To je nápad, GrowVeg, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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