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Invasive Pflanzen, mit denen Sie sogar Ärger mit Behörden bekommen können

July 20, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Invasive Pflanzen, mit denen Sie sogar Ärger mit Behörden bekommen können
Immergrüner Efeu / Foto: Depositphotos
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Invasive Pflanzen treten in der tschechischen Landschaft immer häufiger auf, und es ist keine Ausnahme, dass sie sich ganz von selbst auch im Garten, am Zaun oder auf einem verwilderten Nachbargrundstück ansiedeln. Auf den ersten Blick wirken sie harmlos, manchmal sogar dekorativ, doch ihre wichtigste „Stärke“ ist die Fähigkeit, Flächen schnell zu besetzen, heimische Arten zu verdrängen und daraus nach und nach eine eintönige Fläche zu machen, auf der andere Pflanzen kaum noch Chancen haben.

Es geht also nicht nur um die Optik oder darum, dass Sie mehr Arbeit mit Jäten haben. Bei vielen invasiven Arten liegt das Problem auch darin, dass sie sich in die Umgebung ausbreiten und die Natur schädigen, und manche können zusätzlich für Menschen oder Tiere gefährlich sein. Lassen Sie eine solche Pflanze unbeachtet, endet es oft damit, dass Sie sie jahrelang loszuwerden versuchen. Im Extremfall können Sie sogar in Konflikt mit Behörden geraten, denn bei ausgewählten Arten werden Vorkommen und Beseitigung sehr streng geregelt.

Wo Sie prüfen können, was eine invasive Art ist und was nicht

Listen invasiver und gebietsfremder Arten werden laufend aktualisiert, weil sich Verbreitung und Risikoeinstufung ändern. Wenn Sie nicht sicher sind, was auf Ihrem Grundstück wächst, lohnt sich der Abgleich mit Informationen auf den Seiten des Ministeriums für Umwelt und der Agentur für Natur- und Landschaftsschutz der Tschechischen Republik. Nützlich sind auch Fachdatenbanken, die das Botanische Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik veröffentlicht, oder Organisationen mit Schwerpunkt Naturschutz. Wenn die Situation unklar ist, ist es kein Makel, sich an eine Fachperson zu wenden und die Art bestätigen zu lassen, bevor das Problem richtig Fahrt aufnimmt.

Zehn Arten, die man im Garten besser nicht duldet

Robinie

Blüte der Robinie / Foto: Depositphotos
Blüte der Robinie / Foto: Depositphotos

Die Robinie wurde früher sehr häufig gepflanzt, weil sie fast überall wächst, auffällig blüht und ihr Duft für viele ein Symbol für den Sommeranfang ist. Genau diese Robustheit ist jedoch zur Schwachstelle der Landschaft geworden. Sie verbreitet sich nicht nur über Samen, sondern auch über Wurzelausläufer, sodass sie leicht über die Pflanzgrenzen hinauswandert und nach und nach heimische Gehölze verdrängt. Wenn Sie die Robinie auf dem Grundstück nicht wollen, müssen Sie mit wiederholten Maßnahmen rechnen, denn allein das Fällen reicht oft nicht aus.

Riesen-Bärenklau

Riesen-Bärenklau / Foto: Depositphotos
Riesen-Bärenklau / Foto: Depositphotos

Der Riesen-Bärenklau gehört zu den riskantesten invasiven Pflanzen überhaupt. Er wirkt mächtig und für manche sogar eindrucksvoll, doch sein Pflanzensaft kann in Kombination mit Sonnenlicht schwere Verbrennungen verursachen. Wer ihn auf dem Grundstück entdeckt, sollte schnell handeln und vor allem sicher. Die Arbeit erfordert konsequenten Hautschutz, lange Ärmel und feste Handschuhe. Beim Bärenklau ist entscheidend, die Pflanze samt Wurzel zu entfernen und sie weder erneut austreiben noch aussamen zu lassen.

Aufgebogener Fuchsschwanz

Aufgebogener Fuchsschwanz / Foto: Depositphotos
Aufgebogener Fuchsschwanz / Foto: Depositphotos

Der Fuchsschwanz ist ein typisches Beispiel für ein eingeschlepptes Unkraut, das „mitgereist“ ist, etwa mit Saatgut oder Transporten. Die größten Schäden verursacht er auf Feldern, doch auch im Garten kann er ähnlich kompromisslos auftreten. Er wächst schnell, bildet sehr viele Samen, und in manchen Regionen ist es bereits schwierig, ihn selbst chemisch zu unterdrücken, weil er Resistenzen ausbilden kann. Taucht er auf, lohnt sich ein früher Eingriff, bevor die Samen ausreifen.

Japanischer Staudenknöterich

Japanischer Staudenknöterich / Foto: Depositphotos
Japanischer Staudenknöterich / Foto: Depositphotos

Der Staudenknöterich gibt sich oft als unauffälliges Ziergehölz, das eine unschöne Ecke kaschieren könnte. Tatsächlich ist er eine der aggressivsten invasiven Pflanzen, die einen Garten komplett dominieren können. Er breitet sich extrem schnell aus, bildet dichte Bestände, und seine unterirdischen Teile überstehen selbst grobe Eingriffe. Wenn sich der Staudenknöterich einmal etabliert, ist die Bekämpfung meist langwierig und erfordert Konsequenz, manchmal auch den gezielten Einsatz eines geeigneten Mittels direkt am Wurzelsystem.

Essigbaum

Essigbaum / Depositphotos
Essigbaum / Depositphotos

Der Essigbaum wirkt verlockend als exotisch anmutender Solitär, der sich im Herbst eindrucksvoll färbt. Genau deshalb wird er manchmal gepflanzt, ohne zu ahnen, dass man sich damit Probleme ins Haus holt. Der Essigbaum kann sich über Ausläufer ausbreiten, besetzt die Umgebung, und sein Wachstum ist oft schwer in vernünftigen Grenzen zu halten. Außerdem gilt er als giftiges Gehölz, daher ist bei der Handhabung Vorsicht angebracht, besonders dort, wo Kinder unterwegs sind.

Goldregen

Goldregen / Foto: Depositphotos
Goldregen / Foto: Depositphotos

Der unter dem Namen Goldregen bekannte Strauch bezaubert mit überhängenden Trauben gelber Blüten, die festlich und fotogen wirken. Trotzdem ist es eine Pflanze, die man besser nicht in den Garten setzt, wenn man eine sichere Umgebung für Familie und Haustiere möchte. Goldregen ist stark giftig, wobei das größte Risiko von den Samen in den Hülsen ausgeht. Bei diesem Gehölz sollte man sich nicht von der Blütenpracht verführen lassen, sondern vor allem die Sicherheit abwägen.

Götterbaum

Götterbaum / Foto: Depositphotos
Götterbaum / Foto: Depositphotos

Der Götterbaum ist ein außergewöhnlich widerstandsfähiger Baum aus Asien, der Trockenheit, Stadtklima und vernachlässigte Flächen gut verkraftet. Genau deshalb wächst er sehr schnell und kann in kurzer Zeit ein größeres Umfeld dominieren. Er verdrängt heimische Arten und hinterlässt Bestände, in denen sich andere Pflanzen nur schwer durchsetzen. Wenn Sie ihn entfernen wollen, sollten Sie damit rechnen, dass er aus dem Stock wieder austreibt, weshalb oft eine Kombination aus mechanischen Maßnahmen und gezielter Behandlung der Schnittflächen nötig ist.

Efeu

Efeu ist weit verbreitet, und viele sehen ihn als praktische Kletterpflanze für Wand oder Zaun. Doch seine Haftwurzeln dringen auch in kleine Fugen ein, wo sie die Bausubstanz mit der Zeit beeinträchtigen können, und an Häusern richtet er mitunter mehr Schaden als Nutzen an. Außerdem wächst er leichtflächig weiter und klettert auf Nachbargrundstücke, wo ihn niemand haben möchte. Wenn Sie Efeu kultivieren, sind regelmäßige, konsequente Rückschnitte nötig, damit daraus kein unkontrollierbares Problem wird.

Wandelröschen

Götterbaum / Foto: Depositphotos
Götterbaum / Foto: Depositphotos

Das Wandelröschen fällt durch kräftige Blüten auf, die im Laufe der Saison ihre Farbtöne wechseln können. Gerade diese Wandelbarkeit und die reiche Blüte machen es zu einer beliebten Zierpflanze. In wärmeren Bedingungen kann es jedoch stärker wuchern, als man erwartet, und im Garten dann mit anderen Arten um Platz konkurrieren. Wenn Sie es genießen möchten, ist die Kultur im Kübel die vernünftigere Wahl: So behalten Sie das Wachstum unter Kontrolle und verhindern eine unkontrollierte Ausbreitung.

Vielblättrige Lupine

Lupine / Foto: Depositphotos
Lupine / Foto: Depositphotos

Die Lupine ist eine traditionelle Staude aus Bauerngärten, die fast jeder kennt, und es gibt sie in einer ganzen Reihe farbiger Sorten. Im Beet sieht sie prächtig aus, doch sie kann sich hartnäckig ausbreiten, großflächige Bestände bilden und nach und nach andere Pflanzen verdrängen. Häufig wandert sie zudem aus Gärten in die Umgebung aus, was nicht nur der Natur schadet, sondern auch Nachbarn stören kann, denen sie später ungefragt im Grundstück auftaucht. Wer die Lupine nicht buchstäblich überall haben möchte, sollte ihren Anbau gut überdenken.

Wie Sie vorgehen, wenn Sie eine invasive Pflanze auf dem Grundstück entdecken

Die Grundregel ist einfach: rechtzeitig handeln und die Pflanze nicht aussamen lassen oder ihr Wurzelsystem stärken. Bei gefährlichen Arten sollten Sie an den Hautschutz denken, und bei Pflanzen, die sich über Rhizome ausbreiten, müssen Sie damit rechnen, dass bloßes Mähen die Situation oft verschlimmert, weil es sie zu weiterem Wachstum anregt. Wenn Sie beim Vorgehen unsicher sind, ist es sicherer, Empfehlungen von Fachleuten einzuholen. Im Garten gilt nämlich: Eine invasive Pflanze verschwindet selten von allein, aber fast immer versucht sie mit der Zeit, die Kontrolle über das ganze Grundstück zu übernehmen.

Quelle: NKZ, The Srruce, Gardening Know How, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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