Günstiges Hausmittel gegen Blattläuse an Rosen und Johannisbeeren, das sofort wirkt
B-Komplex zählt zu den gängigen, preiswerten Nahrungsergänzungsmitteln, die Sie praktisch in jeder Apotheke bekommen. Kaum jemand kommt aber auf die Idee, dass man ihn auch außerhalb der Hausapotheke nutzen kann. Erfahrene Hobbygärtner geben sich schon länger den Tipp weiter, dass eine aufgelöste Tablette als einfache Hilfe bei Problemen mit Blattläusen dienen kann und manchmal auch bei einer allgemeinen Schwächung der Pflanzen.
In den Garten müssen Sie dabei nicht die Tabletten einsetzen, die Sie selbst einnehmen. Wenn Sie zu Hause abgelaufenen B-Komplex finden, verwenden viele ihn lieber auf diese Weise. Sehen Sie das jedoch als gärtnerische Erfahrung, nicht als Wunderersatz für professionelle Mittel, wenn der Befall extrem ist.
Hausgemachtes Spritzmittel gegen Blattläuse nach Erfahrungen von Gärtnern
Am häufigsten wird B-Komplex als einfacher Spritzansatz verwendet. Die Basisvariante, die viele an Balkonpflanzen wie auch an Sträuchern ausprobieren, ist: eine Tablette in etwa einem halben Liter Wasser auflösen. Nach dem Auflösen wird die Mischung in eine Sprühflasche gefüllt und die Pflanze vor allem dort benetzt, wo die Blattläuse am stärksten sitzen – typischerweise an den Triebspitzen und an den Blattunterseiten.
Den Erfahrungen nach ist es wichtig, die Behandlung mehrfach zu wiederholen, weil die Schädlinge zurückkommen und sich ein Teil in jungen, eingerollten Blättern verstecken kann. Einige Gärtner erwähnen auch, dass sie den Rest der Lösung zum Gießen verwenden, damit nichts verschwendet wird.
Surfinien und andere Balkonpflanzen
Bei Surfinien sind Blattläuse ein häufiges Problem und können die Pflanzen schnell schwächen. Gärtner berichten, dass ihnen das Spritzen mit der aufgelösten Tablette nach mehreren Anwendungen geholfen hat, den Befall so weit zu reduzieren, dass die Pflanzen wieder kräftig wuchsen und besser blühten.
Johannisbeeren und Sträucher, die Blattläuse oft ruinieren
An Johannisbeeren erkennt man Blattläuse vor allem an verkräuselten, verdickten und deformierten Blättern. Einige entfernen zuerst die am stärksten geschädigten Blätter und wenden erst danach das Hausmittel als Spritzung an. Als Alternative nennen sie auch eine Bier-Spritzung – je nachdem, was gerade zur Hand ist –, wobei entscheidend ist, den Schädlingen keinen massiven Befall aufzubauen zu lassen.
Rosen und die Vorstellung, dass Schädlinge den Geruch nicht mögen
Bei Strauchrosen wird diese Vorgehensweise vor allem als Vorbeugung oder Hilfe bei den ersten Anzeichen genannt. Ein Teil der Gärtner glaubt, dass Blattläusen ein bestimmter Geruch stört, der nach der Anwendung entsteht, und dass sie sich dadurch fernhalten. Auch hier gilt: Wiederholen ist oft entscheidend, denn Blattläuse kehren im Laufe der Saison immer wieder an Rosen zurück.
Gießanwendung für Rasen und geschwächte Stellen
Neben dem Spritzen taucht auch ein Tipp zum Gießen des Rasens auf. Einige lösen mehrere Tabletten im Gießwasser auf und geben zusätzlich Zucker dazu. Mit dieser Mischung werden dann trockene Flecken gegossen, die sich nur schlecht regenerieren. Ihrer Beschreibung nach wurde der Bewuchs nach einigen Wochen dichter und die Problemstellen schlossen sich nach und nach mit neuem Grün.
Es ist sinnvoll, sparsam vorzugehen und die Reaktion des Rasens zu beobachten. Jeder Garten hat andere Bedingungen, einen anderen Boden und eine andere Trockenheitsbelastung – deshalb ist nicht sicher, dass sich das Ergebnis überall gleich wiederholen lässt.

Tipp außerhalb des Gartens B-Komplex als saisonale Unterstützung gegen Mücken
Im Umlauf ist auch die Behauptung, dass die Einnahme von B-Komplex während der Saison bei manchen Menschen die Belästigung durch Mücken verringern könne und sich auch Zecken weniger festbeißen würden. Die Erfahrungen sind jedoch sehr individuell. Manche schwören darauf, andere bemerken keinerlei Veränderung. Wenn Sie das ausprobieren möchten, halten Sie sich an die Dosierung auf der Packung und sprechen Sie bei gesundheitlichen Einschränkungen mit Ihrem Arzt.
Weitere Hausmittel-Ideen, die Gärtner im Kampf gegen Schädlinge nutzen
Neben B-Komplex probieren Hobbygärtner oft auch andere Hausmischungen aus. Dazu zählen Spritzungen aus Seifenlösung, Natron, Knoblauchauszug, Brennnesselauszug, Löwenzahnauszug oder aus Orangenschalen. In der Praxis bewährt sich vor allem ein rechtzeitiges Eingreifen – also sofort bei den ersten Schädlingskolonien zu beginnen – sowie die gründliche Behandlung der Blattunterseiten, wo sich Blattläuse am liebsten verstecken.
Hausmittel können hilfreich sein, aber bei starkem Befall ist es manchmal nötig, zusätzlich befallene Pflanzenteile mechanisch zu entfernen, natürliche Gegenspieler zu fördern und im Extremfall auch zu einem gezielten Präparat zu greifen, das für die jeweilige Pflanzenart geeignet ist.
So holen Sie das Maximum heraus und richten nicht mehr Schaden als Nutzen an
Wenn Sie den Tipp mit B-Komplex ausprobieren möchten, beginnen Sie an einem kleineren Pflanzenteil und beobachten Sie, ob es an den Blättern zu unerwünschten Reaktionen kommt. Sprühen Sie eher am Abend oder früh morgens, wenn die Blätter nicht von der Sonne aufgeheizt sind. Sinnvoll ist es außerdem, die Ursache für Blattlausbefall im Blick zu behalten – also Überdüngung mit Stickstoff, Schwächung durch Trockenheit oder Staunässe sowie unzureichende Luftzirkulation in dichtem Bewuchs.
Als einfacher, günstiger und leicht verfügbarer Versuch kann B-Komplex im Garten überraschen. Und auch wenn es keine Universallösung für alles ist, sehen viele Gärtner darin eine praktische Erste Hilfe, wenn Blattläuse auftauchen oder wenn sie Tabletten nutzen möchten, die sonst im Müll landen würden.
Quelle: To je napád, GrowVeg, Pestrazahrada.cz
Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.
Ähnliche Artikel
Wie Sie Gurken vor Mehltau schützen und im Sommer keine Ernte verlieren
Mehltau ist eine der häufigsten Gurkenkrankheiten und kann im Gewächshaus wie im Freiland rasch große Schäden anrichten. Mit guter Vorbeugung und rechtzeitigem Eingreifen lässt sich die Ernte oft deutlich länger sichern.
Wenn der Birnbaum kränkelt So erkennen Sie Birnengitterrost und verhindern weitere Schäden
Birnengitterrost ist eine Pilzkrankheit, die Birnen und bestimmte Wacholderarten im Wechsel befällt. Wer die typischen orangefarbenen Flecken und die Wacholder-Gallen rechtzeitig erkennt, kann den Infektionsdruck deutlich senken.
Warnung für Paprika-Gärtner gekräuselte Blätter brauchen schnelle Hilfe
Wenn sich die jüngsten Blätter an Paprika-Sämlingen verkräuseln und wie zerknittert wirken, steckt meist ein schnell eskalierendes Problem dahinter. Mit gezielter Kontrolle und einfachen Maßnahmen lässt sich die Pflanze oft ohne harte Chemie rasch stabilisieren.
Kommentare (0)
Schreiben Sie den ersten Kommentar.