Gartenpflege im Juli, die schnell erledigt ist und den ganzen Sommer wirkt
Ein Sommergarten kann voller Farben, Düfte und Insektenleben sein, wenn Sie ihm ein paar einfache Maßnahmen gönnen. Der Juli ist die ideale Zeit für kleine Arbeiten, die nicht viel Zeit kosten, sich aber in langer, reicher Blüte, gesünderen Gehölzen und saubererem Teichwasser auszahlen. Wichtig sind regelmäßige Blütenpflege, maßvolles Düngen und die Vorbeugung von Problemen, die sich bei Hitze verstärken.
Auch das Schneiden von Blumen für die Vase hat seine Regeln. Flieder lohnt es sich zum Beispiel zu schneiden, wenn etwa 70 Prozent der Blüten geöffnet sind. Interessant ist, dass Flieder früher oft in die Ecken von Grundstücken gepflanzt wurde, als symbolischer Schutz des Hofes vor bösen Kräften.
Ein Sommerblüher, der im Beet unübersehbar leuchtet
Zu den auffälligen und zugleich zart wirkenden Sommerblumen gehört die Purpur-Skabiose. Sie blüht vom Sommer bis in den Herbst und bietet mehrere Farbvarianten von Purpur über Rosa und Weiß bis hin zu blauvioletten Tönen. Sie passt in Staudenbeete ebenso wie in naturnahe Pflanzungen und zieht außerdem Schmetterlinge und andere Bestäuber an, wodurch der Garten lebendiger wirkt.
Am besten gedeiht sie an einem sonnigen Standort in durchlässigem Boden. Dauerhafte Staunässe bekommt ihr nicht, deshalb ist es wichtig, nicht zu viel zu gießen und für guten Wasserabzug zu sorgen. Sie wird vor allem aus Samen gezogen. Die Aussaat kann von März bis April unter Abdeckung oder in Aussaatschalen erfolgen, alternativ direkt ins Beet ab April, wenn keine starken Fröste mehr drohen. Ins Freie werden junge Pflanzen erst nach den Spätfrösten gepflanzt.
Die Samen nur leicht bedecken, denn zur Keimung brauchen sie Licht. Bei Temperaturen um 18 bis 22 °C keimen sie meist innerhalb von zwei bis drei Wochen. Wenn Sie verblühte Blüten laufend entfernen, fördern Sie die Bildung neuer Knospen und verlängern die Blütezeit.
Düngen im Sommer ja, aber mit Köpfchen
Bei Rosen und anderen Gehölzen ist es in dieser Phase der Saison sinnvoll, den Stickstoff zu reduzieren. Zu viel stickstoffbetonter Dünger fördert weiches Wachstum, das bis zum Winter schlechter ausreift und dessen Triebe dann leichter durch Frost geschädigt werden können – selbst in einem milden Winter. Statt einfacher Stickstoffmischungen ist ein Volldünger mit höherem Kaliumanteil besser geeignet, weil er dem Gewebe beim Ausreifen hilft.
Streuen Sie granulierten Dünger rund um den Wurzelbereich aus und arbeiten Sie ihn flach ein. Damit die Nährstoffe tatsächlich an die Wurzeln gelangen, ist nach der Gabe gründliches Wässern wichtig. In der Praxis entscheidet oft genau das: ob der Boden nach dem Düngen nicht trocken bleibt.
Sträuße aus Sommerblumen, so schneiden Sie, damit sie lange halten
Für die Vase eignen sich viele Sommerblumen mit festen Stielen, die nach und nach aufblühen und die ganze Saison über Blüten liefern. Beliebt sind Zinnien, Rittersporn, Salbei, Mädchenauge, Löwenmäulchen, Astern, Ringelblumen oder Kokardenblume. Sehr gut funktionieren auch Dahlien, Sonnenblumen oder Duftwicken, die zudem angenehm duften.
Schneiden Sie die Blumen am besten früh morgens oder abends, wenn die Pflanzen nicht überhitzt sind und mehr Wasser im Gewebe haben. Kürzen Sie die Stiele mit einem scharfen Messer oder sauberen Scheren und stellen Sie sie sofort in sauberes, lauwarmes Wasser. Es ist praktisch, die Vase vorher zu reinigen und mit einem chlorhaltigen Mittel zu desinfizieren, denn Schmutzreste beschleunigen das Verderben des Wassers.
Entfernen Sie von den Stielen alle Blätter, die unter der Wasserlinie wären. Gerade verrottende Blätter sind häufig der Grund für Geruch und schnelles Welken. In der Vase mögen es die Blumen eher kühl, ohne direkte Sonne und ohne Zugluft, weil Luftströmung sie austrocknet.

Ein Teich ohne Algen ist realistisch, wenn Sie die Pflege nicht unterschätzen
Bei Hitze verschlechtert sich die Wasserqualität schneller, und Algen finden ideale Bedingungen. Das A und O ist, laufend herabgefallenes Laub, Pflanzenreste und andere Verschmutzungen abzufischen, die im Wasser zersetzen und es unnötig belasten. Sinnvoll ist auch das Entfernen von Ablagerungen am Teichgrund, besonders wenn Fische im Teich leben.
Wasserpflanzen leisten hier große Dienste, weil sie dem Wasser überschüssige Nährstoffe entziehen und so das Algenwachstum auf natürliche Weise bremsen. Wenn Sie Fische im Sommer füttern, tun Sie das sparsam, damit kein Futter ungenutzt im Wasser bleibt. Bei größeren Teichen kontrollieren Sie die Filteranlage regelmäßig und reinigen sie bei Bedarf. An heißen Tagen den Wasserstand im Blick behalten und Verdunstungsverluste idealerweise mit Regenwasser ausgleichen.
Algen im Gartenteich sind normal, zum Problem werden sie erst bei massenhaftem Auftreten. Dann färbt sich das Wasser grün, es bilden sich fädige Beläge, der Zierwert sinkt und es kann weniger Sauerstoff vorhanden sein – das schadet Fischen und anderen Organismen.
Mücken vorbeugen, ohne komplizierte Maßnahmen
Mücken vermehren sich am häufigsten in stehendem Wasser, auch in kleinen Gefäßen. Ein Risiko sind Regentonnen, Schalen, Tränken oder allerlei vergessene Behälter in einer Gartenecke. Hilfreich ist, Wasser in kleineren Behältern regelmäßig zu wechseln und sie laufend zu reinigen, damit sich Larven nicht entwickeln können.
Regentonnen sollten Sie abdecken – so verhindern Sie den Zugang für Mücken. Wenn Sie einen Teich mit Fischen haben, können diese natürliche Helfer sein, denn sie fressen Mückenlarven und senken so deren Zahl ganz ohne zusätzliche Chemie.
Quelle: Zahrádkár, Gardening Know How, RHS, Pestrazahrada.cz
Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.
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