Gardenino

Aus einem Rosenstrauß kann ein ganzes Beet werden, wenn man richtig vorgeht

August 2, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Aus einem Rosenstrauß kann ein ganzes Beet werden, wenn man richtig vorgeht
Rosenstrauß / Foto: Depositphotos
AD

Sie haben einen wunderschönen Rosenstrauß bekommen und es schmerzt Sie, dass er nach ein paar Tagen in der Vase unweigerlich welkt? Wenn Sie wenigstens ein kleines Stück Garten, einen Balkon oder einen Platz auf der Fensterbank haben, können Sie versuchen, Schnittrosen in neue Jungpflanzen zu verwandeln. Wenn das Bewurzeln gelingt, kann aus einem Strauß ein Beet oder mehrere Töpfe entstehen, an denen Sie lange Freude haben.

Es ist kein Wunder über Nacht und das Ergebnis ist nie hundertprozentig, denn es hängt von der Frische der Blüten und auch von der Sorte ab. Trotzdem gibt es einfache Hausmethoden, die die Wurzelbildung unterstützen können. Am häufigsten werden eine Hefelösung, Honigwasser oder Wasser mit Aloe vera verwendet. Jede Methode wirkt etwas anders, doch das Prinzip ist ähnlich: Den Stecklingen wird ein Umfeld geboten, in dem sie leichter Wurzeln bilden, und zugleich wird auf den richtigen Flüssigkeitsstand geachtet.

Hefelösung als am häufigsten gelobte Variante

Hefe ist vor allem beliebt, weil sie sich unkompliziert anwenden lässt und die Lösung im Handumdrehen angesetzt ist. Sie beginnen damit, dass Sie zu einem Liter Wasser etwa 100 ml zerbröckelte Hefe geben und die Mischung verrühren, damit sich die Hefe im Wasser verteilt.

Legen Sie die Rosen in die vorbereitete Lösung so ein, dass etwa ein Drittel des Stiels eingetaucht ist. In dieser Phase lassen Sie die Stecklinge ungefähr zwei Tage einwirken. Danach nehmen Sie sie heraus und spülen die Stiele in warmem Wasser ab, um Rückstände der Mischung zu entfernen. Anschließend stellen Sie sie wieder hinein, diesmal etwas tiefer, etwa bis zur Hälfte der Stiellänge.

Wichtig ist, den Flüssigkeitsstand regelmäßig zu kontrollieren. Sinkt das Wasser, füllen Sie so nach, dass ungefähr das ursprüngliche Volumen erhalten bleibt. Lassen Sie die Stecklinge in der Lösung, bis sich Wurzeln zu zeigen beginnen. Sobald die Wurzelchen sichtbar und kräftig genug sind, ist es Zeit, über das Einpflanzen nachzudenken.

Honigwasser als sanfte Unterstützung der Bewurzelung

Eine weitere einfache Möglichkeit ist Honig, der in kleiner Menge dem Wasser zugesetzt wird. Bereiten Sie einen Liter Wasser vor und rühren Sie darin einen Teelöffel Honig ein, bis er sich vollständig aufgelöst hat.

Tauchen Sie in dieses Honigwasser etwa ein Drittel der Stiellänge und lassen Sie die Stecklinge 10 bis 12 Stunden darin. Danach nehmen Sie sie heraus und setzen sie in ein Gefäß mit sauberem Wasser um. Darin können sie dann etwa bis zur Hälfte der Länge eingetaucht stehen. Dieser Schritt ist praktisch für alle, die Stecklinge nicht zu lange in einer Lösung lassen möchten und lieber mit der klassischen Bewurzelung im Wasser weitermachen.

Aloe vera und Wasser für eine schnellere Geweberegeneration

Die dritte Methode nutzt den Saft der Aloe vera. Geben Sie in einen Liter Wasser etwa 10 Tropfen frisch ausgepressten Aloe-Saft und vermischen Sie alles. Tauchen Sie die Stecklinge ungefähr bis zur Hälfte ihrer Länge in die Lösung.

Wie bei den anderen Vorgehensweisen muss der Wasserstand im Blick bleiben; sinkt er, füllen Sie Wasser nach, sodass die Eintauchtiefe etwa bei der halben Stiellänge bleibt. Nach ungefähr zehn Tagen empfiehlt es sich, weitere 5 bis 7 Tropfen Aloe-Saft zuzugeben. Diese Mischung soll Erfahrungsberichten zufolge die Bildung von Seitenwurzeln fördern und die Regeneration pflanzlicher Zellen unterstützen, was den Stecklingen den Start erleichtern kann.

Rosen / Depositphotos
Rosen / Depositphotos

Wann Rosen umsetzen und wo man sie anschließend kultiviert

Sobald die Stecklinge genügend Wurzeln gebildet haben, sollten sie in Erde gesetzt werden. In diesem Moment sind sie meist am empfindlichsten, daher lohnt es sich, vorsichtig zu arbeiten, die Wurzeln nicht unnötig zu verletzen und für eine gleichmäßige Feuchtigkeit zu sorgen. Rosen können Sie entweder im Topf in einem passenden Substrat kultivieren oder direkt in den Garten pflanzen, wenn Sie einen Standort mit guten Bedingungen haben.

Die Wahl hängt von Ihren Möglichkeiten und Vorlieben ab. Im Topf lassen sich Wassergaben und Standort leichter kontrollieren, der Garten bietet dagegen mehr Platz. Für welche Variante Sie sich auch entscheiden: Die schönste Belohnung ist der Moment, wenn die Rosen aus dem ursprünglichen Strauß tatsächlich Wurzeln schlagen und sich nach und nach zu einer vollwertigen Pflanze entwickeln, die immer wieder blüht.

Quelle: To je nápad, Gardening Know How, Pestrazahrada.cz

Teilen
AD
Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

Diesen Artikel bewerten
4.0 (1)

Ähnliche Artikel

Kommentare (0)

Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Kommentar hinterlassen
AD