Gardenino

So machen Sie den Garten urlaubsfit und erleben keine böse Überraschung

August 1, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
So machen Sie den Garten urlaubsfit und erleben keine böse Überraschung
Sommerlicher Gemüsegarten / Foto: Depositphotos
AD

Ein paar Tage vor der Abreise in den Urlaub ist es zu Hause und im Garten meist turbulent. Wer Beete, Rasen, Kübel oder Obstbäume hat, stellt sich zusätzlich die Frage, wie alles ohne regelmäßige Pflege klarkommt. Gute Nachbarn oder Familie helfen oft, dennoch ist es sinnvoll, sie nicht mit Dutzenden Aufgaben zu belasten. Besser ist es, vorher das Maximum zu erledigen, damit eine kurze Kontrolle und gelegentliches Gießen einfach und schnell bleibt. Die folgenden Schritte halten den Garten in Form und ersparen Ihnen den Stress, zu ausgetrockneter Erde und schlappen Pflanzen zurückzukehren.

Kräftig wässern direkt vor der Abreise

Gönnen Sie Rasen und Beeten am Tag vor der Reise eine gründliche Bewässerung. Ein kurzes Abspritzen reicht nicht, weil dabei nur die Oberfläche feucht wird und das Wasser schnell verdunstet. Ziel ist, die Feuchtigkeit tiefer zu den Wurzeln zu bringen, damit der Boden für einige weitere Tage einen Vorrat anlegen kann. Bei empfindlicheren Pflanzungen ist es besser, langsamer und länger zu gießen als schnell und häufig.

Kübelpflanzen in den Halbschatten stellen und an einem Platz zusammenrücken

Pflanzen in Gefäßen sind im Sommer am stärksten auf regelmäßiges Gießen angewiesen, weil sie nur wenig Substrat haben, das sich in der Sonne aufheizt und rasch austrocknet. Wenn möglich, stellen Sie Töpfe und Balkonkästen in den Halbschatten bis Schatten und rücken Sie sie idealerweise zusammen. So senken Sie den Wasserbedarf und machen es einer möglichen Hilfsperson leichter, weil sie nicht den ganzen Garten ablaufen muss.

Den Rasen nicht zu kurz mähen

Die verlockende Idee, den Rasen vor dem Urlaub radikal zu kürzen, zahlt sich oft nicht aus. Ein zu niedriger Aufwuchs verbrennt in der Hitze schnell, und der Boden darunter trocknet leichter aus. Richten Sie sich vor der Abreise nach der Wetterlage. Sind Abkühlung und Schauer angekündigt, mähen Sie wie gewohnt. Werden dagegen tropische Tage erwartet, lassen Sie das Gras ruhig etwas höher stehen. Längere Halme beschatten sich gegenseitig, halten die Feuchtigkeit besser und der Rasen ist meist widerstandsfähiger.

Mulch als Schutzdecke gegen Hitze und Austrocknung

Rund um Stauden und Ziersträucher hilft eine Mulchschicht, zum Beispiel aus Rindenmulch. Sie wirkt wie eine schützende Decke, die das Aufheizen des Bodens begrenzt und die Verdunstung von Wasser verlangsamt. Gleichzeitig bremst sie Unkraut, sodass Sie nach der Rückkehr nicht durch überwucherte Beete arbeiten müssen. Mulchen ist ein einfacher Schritt, der in der Urlaubszeit überraschend viel bringt.

Den Garten gegen Sommergewitter absichern

Sommergewitter, heftiger Wind und Wetterumschwünge können in wenigen Minuten Schäden anrichten. Hundertprozentig vorbereiten lässt sich das nicht, aber einige Maßnahmen machen einen Unterschied. Pflanzen, die sich im Wind stark biegen, binden Sie an eine stabile Stütze. Obstbäume mit Ästen, die durch die reifende Ernte belastet sind, stützen Sie ab, damit keine Äste brechen oder der Baum nicht kippt. Lose Gegenstände räumen Sie in den Windschutz, Möbel und Werkzeuge stellen Sie unter ein Dach, den Pool decken Sie ab und größere Gartenausstattung sichern Sie lieber zusätzlich, damit sie bei Sturm nicht verrutscht.

Gemüsebeet / Foto: Depositphotos
Gemüsebeet / Foto: Depositphotos

Verblühtes ausputzen und reife Ernte einholen

Die Urlaubszeit fällt oft in die Phase der intensivsten Blüte und der ersten größeren Ernte. Bei Balkonpflanzen und Sommerblumen entfernen Sie Verblühtes sowie trockene oder kranke Blätter. So verschwendet die Pflanze keine Kraft für die Samenbildung und kann Sie nach der Rückkehr mit einer weiteren Blütewelle belohnen. Sammeln Sie in den Gemüsebeeten alles Reife ab. Lagern Sie die Ernte kühl oder geben Sie sie an Familie oder Nachbarn weiter, wodurch zugleich die Chance steigt, dass während Ihrer Abwesenheit jemand nach dem Garten schaut. Sie beugen außerdem Fäulnis und dem Anlocken von Schädlingen vor.

Automatik, Technik-Check und kurze Anweisungen für Helfer

Wenn Sie eine automatische Bewässerung haben, prüfen Sie vor der Abreise Düsen, Filter und die Funktion des gesamten Systems. Es lohnt sich, die Batterien in der Steuerung zu wechseln, damit sie nicht ausgerechnet während Ihrer Abwesenheit streikt. Praktisch kann auch sein, die Außenbeleuchtung so einzustellen, dass sie unregelmäßig angeht – das vermittelt den Eindruck, dass das Haus bewohnt ist. Und wenn jemand für Sie gießt, geben Sie möglichst klare und möglichst kurze Anweisungen nur zu dem, was wirklich nötig ist. So fällt die Hilfe leichter, passiert regelmäßiger und ohne unnötige Missverständnisse.

Quelle: Urob si sám, Gardener’s World, GrowVeg, Pestrazahrada.cz

Teilen
AD
Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

Diesen Artikel bewerten
4.0 (1)

Ähnliche Artikel

Kommentare (0)

Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Kommentar hinterlassen
AD