Unermüdliche trockenheitsverträgliche Stauden für einen schönen Garten ohne tägliches Gießen
Stauden zählen zu den beliebtesten Pflanzen für normale Hausgärten, weil sie nach dem Winter wieder austreiben und nicht jedes Jahr neu gepflanzt werden müssen. Wer zudem den Sommer nicht mit ständigem Gießen verbringen möchte, schätzt Arten, die Trockenheit vertragen und auch dann zurechtkommen, wenn es nicht so oft regnet. Gerade trockenheitsverträgliche Stauden eignen sich für wärmere Regionen, sonnige Beete, Neubaugrundstücke mit eher trockenem Boden sowie für Gärten, in denen Bewässerung nicht selbstverständlich ist.
Für viele gilt eine einfache Regel: In den ersten Wochen oder Monaten nach dem Pflanzen brauchen sie regelmäßige Wassergaben, damit sie gut einwurzeln. Sobald sich das Wurzelsystem entwickelt hat, sinkt der Wasserbedarf deutlich, und die Pflanzen kommen oft mit Regen aus. Eine wichtige Rolle spielt auch die Standortwahl, ausreichend Sonne und ein Boden, der Wasser nicht zu lange festhält.
Purpur-Sonnenhut, der zuverlässige Klassiker für die Sonne
Der Purpur-Sonnenhut ist eine nordamerikanische Staude aus der Familie der Korbblütler, die im Garten mit kräftiger Farbe überzeugt und zugleich keine komplizierte Pflege verlangt. Besonders bewährt ist die Wildart, auch wenn viele Züchtungen ebenfalls trockenheitsverträglich sind. Am besten gedeiht er in voller Sonne, idealerweise mit mindestens sechs Stunden Licht pro Tag.
Ihm bekommt ein neutraler, durchlässiger Boden, doch in trockeneren Bedingungen kommt er auch mit schwererem, lehmigem Untergrund zurecht, solange er nicht im Wasser steht. Nach dem Pflanzen sollte man anfangs häufiger gießen, damit die Staude anwächst, später genügt etwa eine Wassergabe pro Woche. Ist sie etabliert, kommt sie meist ohne zusätzliches Wasser aus, ausgenommen längere Trockenperioden.
Schafgarbe für Leichtigkeit im Beet und lange Blüte
Schafgarbe ist eine außergewöhnlich robuste, schnell wachsende Staude, die fein wirkende Blätter und flache Dolden aus vielen kleinen Blüten in unterschiedlichen Farben bildet. Sie bringt eine luftige Struktur und einen natürlichen Wiesencharakter in die Pflanzung. Außerdem ist sie dafür bekannt, lange zu blühen und nach und nach größere Flächen zu schließen, weil sie sich ausbreitet.
Sie braucht volle Sonne und fühlt sich in leichter, sandiger, gut drainierter Erde am wohlsten. Sie breitet sich über unterirdische Rhizome aus und kann in manchen Beeten zu stark wuchern. Wer das Wachstum begrenzen möchte, entfernt Verblühtes rechtzeitig, bevor es zur Samenbildung kommt.
Bei der Schafgarbe sollte man bedenken, dass sie für Haustiere giftig sein kann; daher ist ein Standort sinnvoll, der Rücksicht auf Hunde und Katzen nimmt.

Liatris, die Prachtscharte mit ungewöhnlicher Blüte
Die Prachtscharte ist eine interessante Wahl für alle, die dem Beet eine originelle Blütenform hinzufügen möchten. Sie bildet längliche Ähren aus kleinen violetten Blüten, die wie eine feine Bürste wirken. Im Herbst gehen die Blütenstände zudem oft in bronzene Töne über, sodass die Pflanze auch nach der Hauptsaison noch dekorativ bleibt.
Sie bevorzugt leicht sauren, durchlässigen Boden und einen sonnigen Standort. Im ersten Jahr nach der Pflanzung empfiehlt es sich, regelmäßig zu gießen, damit die Wurzeln kräftig werden. Praktisch ist eine Tropfbewässerung, bei der das Wasser direkt in die Wurzelzone gelangt. Nach dem Anwachsen verbessert sich ihre Trockenheitstoleranz spürbar.
Schwarzäugige Rudbeckie für naturnahen Look und Höhe
Die Schwarzäugige Rudbeckie erinnert auf den ersten Blick an eine Margerite, botanisch gehört sie jedoch – wie auch der Sonnenhut – zu den Korbblütlern. Es handelt sich um eine ursprüngliche Wiesenpflanze, die sich für naturnahe Pflanzungen ebenso eignet wie für Beete, in denen sie einen sonnengelben Akzent mit dunkler Mitte setzen soll.
Ihre volle Größe erreicht sie meist erst nach einiger Zeit, dafür ist sie nach dem ersten Jahr deutlich trockentoleranter. Unter guten Bedingungen kann sie etwa bis rund 1 m hoch werden. Ideal ist ein sonniger Platz und ein eher frischer, aber gut durchlässiger Boden. In der ersten Saison wächst sie mit regelmäßiger Wasserversorgung am besten, ungefähr in einer Menge, die 2,5 cm Wasser pro Woche entspricht; danach ist sie meist anspruchslos.
Russischer Salbei als Füllpflanze und Beeteinfassung für Hitze
Russischer Salbei eignet sich hervorragend für Beetränder und als leichte Füllpflanze zwischen markanteren Stauden. Er hat silbrig-grüne Blätter und Blüten in lavendelblauen Tönen, die zart wirken, in größeren Flächen jedoch sehr eindrucksvoll sind. Geschätzt wird er dafür, dass er heiße, trockene Sommer gut übersteht und dabei attraktiv bleibt.
Am besten gedeiht er in gut durchlässigem, eher alkalischem Boden. Überraschenderweise kommt er aber auch mit lehmigen Standorten zurecht und toleriert ein breiteres pH-Spektrum, solange der Boden nicht dauerhaft staunass ist. Dank dieser Anpassungsfähigkeit passt er in Bereiche, in denen andere Stauden im Sommer leiden.
Fetthenne, ein wunderschöner Sukkulent für Bestäuber
Eine Fetthenne vom Typ butterfly stonecrop zählt zu den blühenden Sukkulenten, die Wasser speichern und deshalb Trockenheit problemlos meistern. Ihre Blüten sind ein Magnet für Bestäuber und fördern damit das Leben im Garten – auch in Zeiten, in denen andere Pflanzen weniger blühen.
Am besten wächst sie sonnig in sandigem oder kiesigem Boden, der überschüssiges Wasser schnell abführt. In wärmeren Regionen kann ein Standort mit leichtem Schatten während der stärksten Mittagshitze vorteilhaft sein. Ist die Fetthenne einmal etabliert, braucht sie nur minimale Pflege.
Bei diesem Fetthennen-Typ bewährt sich die Methode soak and dry: gründlich durchdringend gießen, dann den Boden vollständig abtrocknen lassen und erst danach wieder wässern.

Katzenminze, Duft, der Bienen anzieht und Schädlinge fernhält
Katzenminze gehört zu den Lippenblütlern und verströmt einen feinen, krautig-leicht zitrusartigen Duft. Sie zieht Bienen und Schmetterlinge an, kann zugleich einen Teil der Insekten abwehren und in manchen Gärten sogar das Interesse von Wildtieren verringern. Nach einer kurzen Anwachsphase wächst sie recht zügig und verträgt anschließend auch trockenere Bedingungen gut.
Sie braucht volle Sonne und einen durchlässigen Boden. In der ersten Zeit nach dem Pflanzen sollte man die Wasserversorgung im Blick behalten, damit sie eine kräftige Basis bildet; später reicht meist Gießen nur bei extremer Trockenheit. Wer die Blüte verlängern möchte, kann die Pflanze nach der ersten Blühwelle zurückschneiden und so zu einem weiteren Flor im Sommer anregen.
So holen Sie aus diesen Stauden das Maximum heraus
Gemeinsam haben die genannten Arten Sonne und einen durchlässigen Boden. Ist das Beet zu dicht oder hält Wasser zu lange, lohnt es sich, den Boden vor der Pflanzung zu lockern und abzumagern, damit die Wurzeln nicht faulen. Selbst trockenheitsverträgliche Stauden brauchen in der Regel vor allem anfangs Wasser, bis sie eingewurzelt sind; danach sinkt ihr Bedarf deutlich. Eine gut gewählte Kombination dieser Pflanzen ermöglicht ein Beet, das farbig, lebendig und zugleich pflegeleicht bleibt – auch in Jahren mit weniger Niederschlag.
Quelle: The Spruce, Bydlime na zahrade , Pestrazahrada.cz
Ähnliche Artikel
Trockenheitsverträgliche exotische Obstbäume für deutsche Gärten
Granatapfel, Olive und Feige gelten als mediterrane Klassiker, können aber in begünstigten Lagen auch hierzulande gedeihen. Entscheidend sind winterharte Sorten, viel Sonne, Windschutz und bei Bedarf eine zuverlässige Winterabdeckung.
Aussaat von Dill im August sorgt für frisches Grün bis zu den Oktoberfrösten
Wenn nach der Ernte früher Kulturen Beete frei werden, lohnt sich eine August-Aussaat von Dill. Mit lockerer Erde und gleichmäßiger Feuchte ernten Sie zartes, aromatisches Dillgrün oft bis in den Oktober hinein.
Nelken wieder im Rampenlicht pflegeleichte Blumen für Vase und Garten
Nelken sind viel vielseitiger, als ihr Ruf vermuten lässt: Sie halten in der Vase erstaunlich lange und sind im Beet wie im Topf unkompliziert zu pflegen. Mit Sonne, durchlässigem Boden und etwas Pflege blühen sie üppig und ausdauernd.
Kommentare (0)
Schreiben Sie den ersten Kommentar.