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Geranien brauchen bei Hitze die richtige Wassermenge

August 19, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Geranien brauchen bei Hitze die richtige Wassermenge
Geranien / Foto: Depositphotos
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Geranien sind ein Klassiker auf Fensterbänken, Balkonen und in Pflanzgefäßen. Mit ihren kräftigen Farben und der langen Blütezeit bringen sie jedes Zuhause zum Leuchten. Gerade im Sommer kommt jedoch oft die größte Bewährungsprobe: hohe Temperaturen, schnell austrocknendes Substrat und gleichzeitig die Gefahr, es mit dem Wasser zu gut zu meinen. Geranien vertragen nämlich weder lange Trockenheit noch dauerhaft nasse Wurzeln. Stimmt die Wassergabe, danken sie es mit üppiger Blüte und festen, gesunden Blättern selbst an tropischen Tagen.

Starten Sie schon beim Pflanzen richtig

Beim Einpflanzen ist es wichtig, dass die Wurzeln wirklich gründlich angegossen werden. Die erste, kräftige Wassergabe hilft der Pflanze, schneller anzuwachsen und das Wachstum in Gang zu bringen. Sobald die Geranie etabliert ist, sollten Sie auf einen maßvolleren Rhythmus umstellen und die Wassermenge an die aktuellen Bedingungen anpassen. Bei Hitze und voller Sonne ist der Wasserbedarf höher als an kühleren Tagen oder im Halbschatten. Ziel ist ein gleichmäßig feuchtes Substrat, aber keinesfalls Staunässe.

Ein einfacher Finger-Test zeigt den richtigen Zeitpunkt

Geranien / Foto: Depositphotos
Geranien / Foto: Depositphotos

Der häufigste Fehler ist Gießen nach Kalender statt nach dem Zustand der Erde. Geranien bekommen es gut, wenn die obere Substratschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen kann. Zu viel Nässe ist besonders in Balkonkästen tückisch, wenn Wasser nicht gut ablaufen kann, und führt schnell zu Wurzelfäule oder Pilzkrankheiten.

Als zuverlässige Hilfe gilt die Kontrolle mit dem Finger. Ist die Erde in etwa 2 bis 3 cm Tiefe trocken, ist es Zeit zu gießen. Ist die Erde in dieser Schicht dagegen noch deutlich feucht, lohnt es sich, die Wassergabe um einen Tag zu verschieben.

Wann gießen, damit das Wasser ankommt und die Blätter nicht leiden

Am besten gießen Sie früh am Morgen oder am Abend. Dann sind die Temperaturen niedriger und das Wasser verdunstet nicht so schnell, sodass es besser bis zu den Wurzeln gelangt und von der Pflanze effizient genutzt wird. Gleichzeitig sinkt das Risiko von Blattschäden durch Sonne, denn Tropfen auf der Oberfläche können bei starker Einstrahlung wie kleine Linsen wirken.

Gießen Sie gezielt auf das Substrat an den Wurzelbereich, nicht über Blätter und Blüten. Wichtig ist außerdem die Kontrolle des Wasserabzugs: Gefäße sollten überschüssiges Wasser ableiten können, damit die Wurzeln nicht dauerhaft nass stehen.

Balkonkasten und Topf trocknen schneller aus als das Beet

Geranien im Topf brauchen im Sommer mehr Aufmerksamkeit als Pflanzen im Boden. Das kleinere Substratvolumen erwärmt sich und trocknet deutlich schneller aus, besonders auf einem sonnigen Balkon. In der Praxis bedeutet das oft Gießen etwa alle zwei bis drei Tage, manchmal auch häufiger, wenn Wind dazukommt und die Temperaturen über längere Zeit hoch bleiben. Entscheidend ist jedoch immer der tatsächliche Zustand der Erde, nicht ein fester Rhythmus.

Hilfreich kann auch eine schützende Deckschicht auf der Oberfläche sein, die die Verdunstung bremst und zugleich das Überhitzen des Wurzelbereichs dämpft. So hält das Substrat die Feuchtigkeit länger und die Pflanze kommt besser mit Wetterwechseln zurecht.

Nährstoffe fördern die Blüte und erhöhen die Widerstandskraft

In Hitzephasen zählt nicht nur Wasser, sondern auch, ob die Pflanze ausreichend Energie für die Blütenbildung hat. Dünger mit einem höheren Anteil an Phosphor und Kalium fördern in der Regel die Blüte und helfen Geranien, Stress durch hohe Temperaturen besser zu verkraften. Während der Vegetationszeit hat es sich bewährt, etwa alle zwei Wochen zu düngen, idealerweise im Zusammenhang mit dem Gießen, damit sich die Nährstoffe gleichmäßig im Substrat verteilen.

Zu viel Stickstoff hingegen treibt vor allem das Blattwachstum. Die Pflanze wirkt dann zwar üppig, blüht aber weniger und ist zudem oft empfindlicher gegenüber Trockenheit und Wetterextremen.

Passen Sie den Gießrhythmus ans Wetter an und achten Sie auf die Wasserqualität

Geranien / Depositphotos
Geranien / Depositphotos

Es lohnt sich, den Wetterbericht im Blick zu behalten und die Wassergaben entsprechend anzupassen. Steht ergiebiger Regen bevor, ist weniger Gießen sinnvoll, damit das Substrat nicht unnötig vernässt. Bei anhaltender Trockenheit müssen Sie die Feuchtigkeit dagegen häufiger kontrollieren und früher reagieren, bevor die Geranien schlappmachen.

Auch das Wasser selbst spielt eine Rolle. Wenn möglich, ist Regenwasser für Geranien sehr gut geeignet, weil es meist weicher ist und in der Regel weniger Mineralien enthält als Leitungswasser. Pflanzen nehmen es oft besser auf, was sich besonders bei regelmäßigem Gießen im Sommer bemerkbar macht.

Keine komplizierten Regeln, sondern regelmäßige Kontrolle

Die Pflege von Geranien in der Sommerhitze ist unkompliziert, wenn Sie sich an ein paar sichere Grundsätze halten. Prüfen Sie die Feuchtigkeit im Substrat, gießen Sie morgens oder abends und geben Sie das Wasser an den Wurzelbereich. Rechnen Sie in Gefäßen mit schnellerem Austrocknen und versorgen Sie die Pflanzen mit einer ausgewogenen, blühfördernden Düngung. Wenn Sie zudem auf das aktuelle Wetter reagieren, bleiben Geranien in Topform und blühen selbst dann noch, wenn andere Pflanzen unter der Hitze leiden.

Quelle: Epic Gardening, My Geranius, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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