Gazanie blüht von Mai bis Oktober und kann überwintern, doch ein Hauptfeind macht ihr zu schaffen
Gazanie, manchmal auch als Schatzblume bezeichnet, zählt zu den besonders auffälligen Sommerblumen und kurzlebigen Stauden, die Terrasse, Balkon und sonnige Beete zum Leuchten bringen. Ihre Blüten erinnern an Margeriten, wirken aber durch deutlich sattere, strahlendere Farben noch eindrucksvoller. Sie erscheinen in Rosa-, Rot-, Orange-, Bronze-, Gold- und Cremetönen und setzen einen schönen Kontrast zu den frisch grünen Blättern.
Typisch für Gazanien ist ihre Liebe zur Sonne. Die Blüten öffnen sich nur bei ausreichend Licht vollständig, während sie bei bedecktem Himmel oder im Schatten geschlossen bleiben. Genau deshalb sind sie die beste Wahl überall dort, wo es tagsüber viel Sonne und Wärme gibt.
Wohin Gazanien pflanzen
Diese Pflanze stammt aus Südafrika, daher bekommt ihr ein heißer, geschützter Standort am besten. Am wohlsten fühlt sie sich in voller Sonne, wo sich die Blüten regelmäßig öffnen und lange halten. Der Boden sollte durchlässig und eher mäßig nährstoffreich sein. Staunässe vertragen Gazanien schlecht, denn dann können die Wurzeln zu faulen beginnen.
Sie passen hervorragend in Kiesgärten, mediterran anmutende Pflanzungen, Töpfe und Ampeln. Durch ihren niedrigen, teppichartigen Wuchs füllen sie Lücken im Beet und bilden einen kompakten, farbenfrohen Bestand. In Kübeln wirken sie sehr dekorativ – sowohl als Solitär als auch in Kombination mit anderen Sommerpflanzen.
Wann Gazanien säen und pflanzen
Einjährige Typen kann man vom Spätwinter bis zum zeitigen Frühjahr aussäen, immer geschützt und warm. Für die Keimung brauchen die Samen höhere Temperaturen, deshalb eignet sich die Anzucht im Haus, im Gewächshaus oder in der Anzuchtstation. Ins Freie setzt man die Jungpflanzen erst zu Sommerbeginn, wenn keine Spätfröste mehr drohen.
Gazanien sind nicht frosthart, daher lohnt es sich nicht, mit dem Auspflanzen ins Freiland zu früh zu beginnen. Bei Kälte könnten sie Schaden nehmen oder ganz eingehen.
So gelingt die Aussaat
Die Samen werden in Schalen oder kleinere Töpfe mit Aussaaterde gesät. Man streut sie auf die Oberfläche und bedeckt sie anschließend nur leicht mit einer dünnen Schicht Substrat oder Vermiculit. Die Gefäße stellt man am besten an einen warmen Platz, zum Beispiel auf eine helle Fensterbank, oder nutzt eine Abdeckung bzw. eine transparente Haube, damit Luftfeuchte und Temperatur höher bleiben.
Sobald die Sämlinge groß genug sind, um sie zu handhaben, werden sie einzeln in kleine Töpfe pikiert. Danach kultiviert man sie frostfrei weiter, bis sie nach draußen können. Vor dem Auspflanzen sollten die Pflanzen schrittweise abgehärtet werden. Stellen Sie sie mehrere Tage hintereinander tagsüber nach draußen und holen Sie sie nachts wieder in den Windschutz oder unter ein Dach.
Pflanzung ins Beet und in Gefäße
Wählen Sie für die Pflanzung im Freien den sonnigsten Platz. Gazanien können direkt ins Beet oder in Gefäße mit normaler Pflanzerde und guter Drainage gesetzt werden. Der Wurzelballen sollte nach dem Einsetzen auf Höhe der umgebenden Erde bzw. des Substrats liegen. Drücken Sie die Pflanzen nach dem Setzen gut an und gießen Sie gründlich.
In den ersten Wochen nach dem Pflanzen ist es wichtig, die Wasserversorgung im Blick zu behalten – besonders, wenn Sie in Töpfen oder Ampeln kultivieren. Trotzdem gilt: Gazanien mögen eher trockenere Bedingungen als dauerhaft nasse Erde.
Regelmäßige Pflege während der Saison
Damit Gazanien möglichst lange blühen, sollte man Verblühtes laufend ausputzen. So steckt die Pflanze ihre Kraft nicht in die Samenbildung und schiebt weitere Knospen nach. Dadurch kann sie den ganzen Sommer bis in den Frühherbst hinein blühen.
Gegossen wird vor allem nach dem Pflanzen und während längerer Trockenperioden regelmäßig. Bei Kübelpflanzen muss das Substrat häufiger kontrolliert werden, doch zwischen den Wassergaben lässt man die Oberfläche besser leicht abtrocknen. Dauerhaft nasses Substrat ist die häufigste Ursache für Probleme.
Gazanien im Topf freuen sich etwa alle zwei Wochen über eine Düngergabe mit höherem Kaliumanteil. Das fördert einen reichen Blütenansatz und die allgemeine Vitalität der Pflanzen.

Überwintern mehrjähriger Pflanzen
Einige Gazanien werden als Stauden kultiviert, doch unter unseren Bedingungen überstehen sie den Winter im Freien meist nicht. Wenn Sie sie in Gefäßen haben, können sie im Herbst in einen geschützten Bereich umziehen. Vor dem Einräumen ist es sinnvoll, die Pflanze um etwa zwei Drittel zurückzuschneiden, damit sie kompakt bleibt.
Frostfrei können sie bis zur nächsten Saison überwintern. Im Frühjahr kann man sie dann wieder schrittweise abhärten und nach den letzten Frösten nach draußen stellen.
Gazanien durch Stecklinge vermehren
Neben der Anzucht aus Samen lassen sich Gazanien auch über Basalstecklinge vermehren. Diese schneidet man vom Spätsommer bis in den Herbst aus dem unteren Bereich junger Triebe. Ein geeigneter Steckling sollte etwa 10 bis 12 Zentimeter lang sein.
Der Steckling wird möglichst nah an der Basis geschnitten, die unteren Blätter werden entfernt und die Spitze wird entspitzt. Anschließend setzt man ihn etwa 2,5 Zentimeter tief in einen kleinen Topf mit Substrat. Um die Feuchtigkeit zu halten, kann man den Topf mit einem transparenten Beutel abdecken. Bewurzelte Stecklinge müssen geschützt überwintern und werden erst zu Sommerbeginn ins Freie gepflanzt.
Mögliche Probleme und ihre Ursachen
Gazanien sind bei Kultur im Freien meist gesund und pflegeleicht. Wenn sie jedoch drinnen oder im Gewächshaus überwintern, können Blattläuse auftreten. Gelegentlich zeigt sich auch Grauschimmel, besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Belüftung.
Die häufigste Ursache dafür, dass Gazanien eingehen, ist nicht Trockenheit, sondern zu viel Wasser und Kälte.
Vorbeugend helfen gute Luftzirkulation, das Entfernen vertrockneter Pflanzenteile und vorsichtiges Gießen. Wenn eine Pflanze schwächelt, liegt das Problem oft an Staunässe oder an Kälteschäden.
Worauf beim Kauf achten
Im Handel gibt es einjährige und ausdauerndere Sorten. Einjährige lassen sich leicht aus Samen ziehen oder als vorgezogene Jungpflanzen kaufen. Staudenformen bieten oft eine größere Farbauswahl und einen längeren Nutzen, wenn Sie für eine sichere Überwinterung sorgen.
Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf den Gesundheitszustand. Die Blätter sollten fest sein, ohne Flecken, Schäden und ohne Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen. Eine kräftige, kompakte Jungpflanze hat bessere Chancen, schnell anzuwachsen und reich zu blühen.
Empfohlene Sorten
Zu den auffälligen Kultivaren zählt Big Kiss White Flame mit großen Blüten in Weiß und rosa Zeichnung. Sie eignet sich hervorragend für Gefäße und sonnige Sommerbeete. Sehr beliebt ist auch Tiger Stripes, die mit gestreiften Blüten in Gelb- und Orangetönen begeistert und in bunten, kräftig abgestimmten Pflanzungen besonders gut zur Geltung kommt.
Wenn Sie eine langlebigere Variante bevorzugen, ist Christopher Lloyd mit Blüten in kräftigem Pink-Violett eine interessante Wahl. Sie blüht lange, oft von Mai bis Oktober, wenn sie genug Sonne und passende Bedingungen hat.
Kommen Gazanien jedes Jahr wieder
Das hängt vom jeweiligen Typ ab. Viele Gazanien sind einjährig: Sie keimen, blühen innerhalb einer Saison und schließen dann ihren Lebenszyklus ab. Ausdauernde Arten werden oft dennoch wie Sommerblumen kultiviert, weil sie nicht frosthart sind.
In sehr milden Regionen können einzelne Pflanzen draußen überleben, sicherer ist jedoch, sie über den Winter unter Dach zu bringen. Wenn Sie sie vor Kälte schützen und nicht zu viel gießen, können sie Sie auch im nächsten Jahr wieder erfreuen.
Quelle: Gardeners World, The Spruce , Pestrazahrada.cz
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