Der häufigste Fehler bei Eiern aus eigener Haltung wirkt wie Sorgfalt, schadet ihnen aber
Frische Eier von eigenen oder regionalen Hühnern unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von denen, die wir normalerweise im Laden kaufen. Auf der Schale befindet sich eine natürliche Schutzschicht, die Kutikula. Genau sie hilft, das Eindringen von Bakterien durch die Poren der Schale zu verhindern. Deshalb ist es wichtig, mit frisch gelegten Eiern vorsichtig umzugehen, sie nicht unnötig zu waschen und sie nach dem Sammeln so bald wie möglich unter passenden Bedingungen zu lagern.
Für den normalen Haushalt ist der Kühlschrank meist die sicherste Lösung. Die stabile Kälte verlangsamt Veränderungen im Ei und hilft, die Qualität über längere Zeit zu erhalten. Sobald Eier einmal kühl gelagert werden, sollten sie nicht wieder längere Zeit bei Zimmertemperatur stehen. Der Wechsel zwischen warm und kalt bekommt ihnen nicht und kann die Bildung von Feuchtigkeit auf der Schale begünstigen.
Warum man saubere Eier besser nicht wäscht
Viele Menschen haben das Gefühl, das Abspülen der Schale sei ein Zeichen von Gründlichkeit, bei frischen Eiern ist aber oft das Gegenteil besser. Ist die Schale sauber, lässt man sie am besten so, wie sie ist. Durch das Waschen kann nämlich die Schutzschicht beschädigt werden, die das Ei von Natur aus schützt. Gleichzeitig können sich beim Waschen Schmutzpartikel leichter über die Schale und auch über die Küchenarbeitsfläche verteilen.
Wenn am Ei nur eine kleine trockene Spur von Einstreu oder Erde haftet, reicht es, sie trocken und vorsichtig zu entfernen. Dafür eignet sich ein sauberes Tuch oder eine weiche Bürste, die nur für diesen Zweck verwendet wird. Eier sollten nicht im Wasser stehen oder eingeweicht werden. Stark verschmutzte Stücke, die sich ohne Wasser nicht schonend reinigen lassen, sortiert man besser aus.
Ebenso konsequent sollte man mit Eiern umgehen, die Risse haben. Jede noch so kleine Beschädigung ist ein deutlich leichterer Weg für Schmutz und Bakterien ins Innere. Solche Eier gehören nicht zu den anderen in die gemeinsame Eierschachtel. Nach dem Umgang mit schmutzigen oder beschädigten Eiern ist es sinnvoll, die Hände zu waschen und auch die Flächen abzuwischen, die mit der Schale in Kontakt gekommen sind.
Wo Eier im Kühlschrank am besten liegen
Allein das Lagern im Kühlschrank reicht nicht, es kommt auch darauf an, wo genau die Eier liegen. Am besten ist ein inneres Fach, dort ist die Temperatur am konstantesten. Die Kühlschranktür ist dagegen für Eier nicht ideal, weil sie sich bei jedem Öffnen erwärmt und nach dem Schließen wieder abkühlt. Solche Schwankungen verkürzen unnötig die Zeit, in der Eier ihre gute Qualität behalten.
Eier bleiben am besten in einer sauberen Eierschachtel oder in einem verschließbaren Behälter. So stoßen sie weniger an und nehmen außerdem weniger Gerüche von anderen Lebensmitteln auf. Sinnvoll ist es, sie mit der Spitze nach unten und dem stumpfen Ende nach oben zu lagern, weil sie so stabiler liegen. Sobald sie einmal gekühlt wurden, sollten sie weiterhin kühl bleiben und nicht nur deshalb wieder auf der Küchenarbeitsfläche stehen, damit sie später schneller zur Hand sind.

Ein einfaches Beschriftungssystem lohnt sich
In einem Haushalt, in dem regelmäßig Eier gesammelt werden, lohnt sich ein einfaches Ordnungssystem. Auf die Schachtel oder die Verpackung schreibt man am besten das Legedatum, zumindest aber den Zeitraum, in dem die Eier gesammelt wurden. Neuere Eier gehören hinter die älteren, damit zuerst die verbraucht werden, die am längsten zu Hause liegen. Praktisch kann auch eine separate Schachtel sein, die nur für die ältesten Eier reserviert ist.
Dieses System braucht nichts Kompliziertes. Ein normaler Bleistift oder eine Beschriftung auf der Verpackung reicht. Durch das laufende Markieren behalten Sie schneller den Überblick, welche Eier zuerst verwendet werden sollten und welche noch etwas warten können. Außerdem sinkt das Risiko, dass einzelne Eier im Kühlschrank unnötig lange unbemerkt liegen bleiben.
Wie lange Eier halten und wann man sie verwendet
Für besten Geschmack und gute Eigenschaften in der Küche empfiehlt es sich, gekühlte Eier etwa innerhalb von drei bis fünf Wochen nach dem Legen zu verbrauchen. Das heißt nicht, dass sie danach automatisch schlecht sein müssen, ihre Qualität nimmt jedoch allmählich ab. Das Eiklar wird dünnflüssiger, das Eigelb weniger fest, und das Ei kann sich beim Braten oder Backen anders verhalten.
Die ganz frischen eignen sich vor allem für Zubereitungen, bei denen ihre Struktur gut sichtbar ist. Sehr gut sind sie für Spiegeleier, pochierte Eier oder Setzeier. Etwas ältere Eier bewähren sich oft besser beim Hartkochen, weil sie sich nach dem Kochen leichter pellen lassen.
Wenn Sie sich beim Zustand eines Eis unsicher sind, schlagen Sie es nicht direkt in den Teig oder in die Pfanne. Sicherer ist es, es zuerst in eine kleine Schüssel zu geben. Wenn es verdächtig riecht oder ungewöhnlich aussieht, sollte es nicht verwendet werden. Der sogenannte Schwimmtest kann etwas über das Alter aussagen, ist für sich allein aber keine verlässliche Garantie für gesundheitliche Unbedenklichkeit.
Sauberkeit beginnt schon im Nest
Viele Lagerprobleme lassen sich bereits beim Sammeln reduzieren. Je sauberer und trockener die Nester sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Eier verschmutzt werden. Wichtig ist auch das regelmäßige Einsammeln. Bleiben Eier nicht lange liegen, sinkt das Risiko, dass die Henne sie beschädigt, verschmutzt oder dass sie Risse bekommen.
Am besten sammelt man Eier mindestens einmal täglich, bei deutlich warmem oder umgekehrt sehr kaltem Wetter ruhig auch häufiger. Regelmäßigkeit hilft nicht nur bei der Sauberkeit, sondern auch bei der besseren Kontrolle des Alters. Wenn die Einstreu feucht wird oder verschmutzt, sollte sie so schnell wie möglich gewechselt werden. Vorbeugung ist hier immer einfacher als das nachträgliche Reinigen einer angetrockneten Schale.

Der häufigste Fehler bei der Aufbewahrung von Eiern
Als häufigster Irrtum gilt das gut gemeinte sofortige Waschen nach dem Einsammeln. Auf den ersten Blick wirkt das hygienisch, tatsächlich verliert das Ei dadurch aber oft seinen natürlichen Schutz. Richtig ist es, die Eier nach dem Sammeln zu sortieren, nur kleine trockene Verschmutzungen zu entfernen, sie mit Datum zu kennzeichnen und sie im Kühlschrank an einem geeigneten Platz zu lagern.
Merken müssen Sie sich nur ein paar Grundregeln: rissige Eier sofort aussortieren, saubere Eier nicht unnötig waschen, nicht in der Kühlschranktür lagern und nach dem Kühlen nicht lange bei Zimmertemperatur stehen lassen. Kommen ein sauberes Nest und regelmäßiges Einsammeln dazu, bleiben Eier aus eigener Haltung deutlich länger in bestmöglicher Verfassung und ihre Verwendung in der Küche gelingt ohne unnötige Komplikationen.
Quelle: Jidlo.cz, A Healthy Slice of Life, Homes and Gardens, Pestrazahrada.cz
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