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Hausgemachtes Spritzmittel für Radieschen, Salat und Grünkohl gegen einen unauffälligen Schädling

August 3, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Jarmila M.
Hausgemachtes Spritzmittel für Radieschen, Salat und Grünkohl gegen einen unauffälligen Schädling
Schwarzer Erdfloh / Foto: Pestrazahrada.cz
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Kleine Löcher in den Blättern von Radieschen, Grünkohl oder Salat entstehen oft nicht durch Schnecken oder Hagel, sondern durch Erdflöhe. Das sind winzige Käfer, die blitzschnell wegspringen und verschwinden – man übersieht sie im Bestand daher leicht. Trotzdem können sie in kurzer Zeit großen Schaden anrichten, vor allem an jungen Jungpflanzen. Das höchste Risiko besteht an warmen und trockenen Tagen: Dann sind Erdflöhe am aktivsten und suchen intensiv nach frischen, zarten Blättern.

Die Schäden sind nicht nur optischer Natur. Der Fraß an der Blattfläche schwächt die Pflanzen, bremst das Wachstum und verringert die Photosyntheseleistung. Bei sehr jungen Pflanzen kann der Schaden so stark sein, dass sich die Sämlinge nicht mehr erholen und absterben. Zudem sorgen die Weibchen für die nächste Generation, indem sie Eier in den Boden nahe der Wirtspflanzen ablegen; die Larven ernähren sich anschließend von den Wurzeln.

Wie der Erdfloh aussieht und welche Kulturen er am häufigsten befällt

Der Erdfloh ist ein kleiner Käfer von etwa 1,5 bis 3 Millimetern Länge. Er ist häufig dunkel, manchmal mit metallischem Glanz, und je nach Art kann er auch Streifen oder Flecken haben. Typisch ist sein Sprungvermögen, ähnlich wie bei Flöhen, das ihm bei Störungen die Flucht ermöglicht. In der Praxis heißt das: Der Schädling ist da – aber bei der Kontrolle des Beets sehen Sie ihn nicht unbedingt sofort.

Am häufigsten richtet er sich gegen Kreuzblütler. Dazu zählen Radieschen, Kohl, Grünkohl, Brokkoli, verschiedene Senfarten und auch Meerrettich. In manchen Fällen tritt er auch an Salaten, Spinat, Balkonbepflanzungen und – je nach Art – auch an großflächig angebauten Kulturen wie Raps oder Getreide auf.

Befallszeichen, an denen Sie Erdflöhe erkennen

Das Schadbild ist recht typisch. Auf den Blättern erscheinen kleine runde Löcher, manchmal mit leicht gelblichem Rand. Das Blatt wirkt, als wäre es mit einer Nadel durchlöchert. Ältere und größere Blätter steckt die Pflanze gelegentlich weg, doch bei Sämlingen mit nur wenigen kleinen Blättchen kann schon eine geringe Anzahl an Löchern eine deutliche Schwächung und Wachstumsstagnation bedeuten.

In schlimmeren Fällen vergrößern sich die kleinen Löcher nach und nach und fließen zusammen, die Blätter vergilben, trocknen ein und die Pflanze kümmert. Ist der Befall stark und kommt er zur ungünstigen Zeit, können Erdflöhe innerhalb weniger Tage eine ganze Pflanzung vernichten. Deshalb lohnt es sich, die Beete vor allem im Frühjahr und während längerer Trockenperioden im Blick zu behalten.

Erdfloh-Arten, die bei uns vorkommen

In Gärten und auf Feldern kommen mehrere Erdfloh-Arten vor. Für den Anbau ist vor allem wichtig zu wissen, dass die meisten eine ähnliche Lebensweise und ein ähnliches Schadbild haben – sie unterscheiden sich jedoch in den bevorzugten Wirtspflanzen und in der Zeit ihrer höchsten Aktivität.

Schwarzer Erdfloh

Er zählt zu den häufigsten Schädlingen an Kreuzblütlern. Er ist glänzend schwarz, sehr klein und tritt oft an Radieschen, Kohl und Grünkohl auf. Die Käfer fressen Löcher in die Blätter, die mit der Zeit größer werden; die Blätter können vergilben und vorzeitig absterben. Die Eier werden in den Boden abgelegt, die Larven fressen an den Wurzeln – das verstärkt die allgemeine Schwächung der Pflanzen.

Schwarzbeiniger Erdfloh

Optisch ähnelt er dem schwarzen Erdfloh, unterscheidet sich jedoch in Körperdetails und durch dunklere Beine. Häufiger wird er in Bereichen mit schwereren Böden und höherer Feuchtigkeit genannt. Schäden verursacht er vor allem an jungen Pflanzen; das Schadbild an den Blättern ist sehr ähnlich, also ein feiner, intensiver Lochfraß.

Getreide-Erdfloh

Diese Art ist stärker an Getreide und Gräser gebunden und daher auf Feldern häufiger als in Gemüsebeeten. Sie ist meist heller gefärbt und zeigt feine Streifen auf den Flügeldecken. Geschädigt werden vor allem junge Blätter, in denen sich kleine Löcher bilden; das bremst das Wachstum und kann bei Feldkulturen den Ertrag mindern.

Kohl-Erdfloh und Feld-Erdfloh

Der Kohl-Erdfloh tritt häufig an Kohl, Grünkohl und Brokkoli auf. In den Blättern entstehen zunächst kleine Löcher, die zu größeren Öffnungen zusammenfließen können. Der Feld-Erdfloh ist auch in der freien Landschaft und auf Feldern verbreitet, bevorzugt sonnige, trockenere Standorte und befällt Kreuzblütler – manchmal auch weitere Pflanzengruppen.

Raps-Erdfloh

Er ist vor allem als Schädling an Raps bekannt und verursacht häufig im Herbst Schäden an jungen Winterrapsbeständen. Er lässt sich an einer etwas größeren Körpergröße und einem goldenen Schimmer am Kopf erkennen. Auch wenn im Hausgarten kein Raps angebaut wird, kann diese Art an verwandten Kreuzblütlern auftreten.

Was gegen Erdflöhe wirklich hilft

Der Erfolg hängt meist nicht von einer einzelnen Maßnahme ab, sondern von einer Kombination aus Vorbeugung, schneller Reaktion und passenden Barrieren oder Spritzungen. Erdflöhe sind klein, schnell und beginnen früh zu schädigen – deshalb lohnt es sich, Schutz bereits ab Aussaat und Pflanzung einzuplanen.

Gelbes Leimband / Foto: Depositphotos
Gelbes Leimband / Foto: Depositphotos

Vorbeugung, die das Befallsrisiko senkt

Einen großen Unterschied macht die Fruchtfolge. Werden Radieschen und andere Kreuzblütler wiederholt am selben Standort angebaut, können sich die Schädlinge dort leichter halten. Hilfreich ist außerdem, das Beet in gutem Zustand zu halten: regelmäßig lockern, bedarfsgerecht düngen und den Boden nicht über längere Zeit austrocknen lassen. Erdflöhe mögen Trockenheit – eine gleichmäßige Wasserversorgung kann den Befallsdruck spürbar senken.

Auch Mulchen kann nützlich sein: Es erschwert den Käfern den Zugang zum Boden und hilft gleichzeitig, die Feuchtigkeit zu stabilisieren. In der Praxis ist das ein einfacher Schritt, der zudem das Bodenleben fördert.

Mechanischer Schutz mit Vlies

Eine der zuverlässigsten Methoden ist das Abdecken des Beets mit weißem Gartenvlies direkt nach der Aussaat oder Pflanzung. Das Vlies sorgt für ein günstigeres Mikroklima und bildet vor allem eine Barriere, durch die Erdflöhe nicht an die jungen Blätter gelangen. Wichtig ist, die Ränder gut zu beschweren, damit die Schädlinge nicht darunterkriechen, und das Beet nach dem Anlegen der Abdeckung gründlich zu wässern.

Gezielte Mittel und Spritzungen bei starkem Befall

Ist der Befall massiv und sind die Pflanzen akut gefährdet, kommt man manchmal um eine Spritzung nicht herum. In der Praxis werden Insektizide gegen beißende Schädlinge eingesetzt, zum Beispiel Präparate auf Basis von Acetamiprid oder Pyrethroiden. Bei der Anwendung ist die Etikettierung maßgeblich: Schutzfristen beachten und rechtzeitig eingreifen, denn bei kleinen Sämlingen kann eine Verzögerung entscheidend sein.

Tipp: Am wirksamsten ist der Eingriff, wenn Sie frische neue Löcher sehen und die Erdflöhe aktiv sind. Bei befallenen Beeten ist es sinnvoll, die Spritzung mit einer vorübergehenden Abdeckung zu kombinieren, um weiteren Zuflug zu begrenzen.

Schonendere und ökologische Schutzmethoden

Für Anbauer, die Chemie reduzieren möchten, gibt es auch natürlichere Varianten. Häufig werden Präparate mit Neemöl eingesetzt, das repellierend wirkt und auch in einige Entwicklungsstadien der Schädlinge eingreift. Eine gute Ergänzung sind gelbe Leimtafeln oder Leimstreifen. Erdflöhe werden von kräftigem Gelb angezogen, bleiben am Leim haften und die Fallen senken so die Zahl der Käfer in der Umgebung.

Sinnvoll ist außerdem die Förderung natürlicher Gegenspieler. Nützlinge brauchen Unterschlupf und ruhige Bereiche – daher helfen Insektenhotels und ein artenreicher Garten. Manche Aromapflanzen mögen Erdflöhe nicht; oft wird zum Beispiel Dill genannt, der als Begleitpflanze im Gemüsebeet nützlich sein kann.

Hausmittel-Spritzungen, die Sie zum Saisonstart ausprobieren können

Hausgemachte Spritzungen eignen sich vor allem bei den ersten Anzeichen oder als Ergänzung zum mechanischen Schutz. Man sollte damit rechnen, dass die Wirkung nicht so durchschlagend ist wie bei gezielten Präparaten – deshalb ist regelmäßiges Wiederholen entscheidend, besonders nach Regen, wenn die Wirkstoffe leicht von den Blättern abgewaschen werden.

Ein Brennnesselauszug lässt sich herstellen, indem frische Brennnesseln in Wasser eingeweicht und mehrere Tage ziehen gelassen werden; anschließend wird die Lösung abgeseiht und auf die Blätter gespritzt. Ein Knoblauch-Zwiebel-Auszug entsteht durch das Zerdrücken von Knoblauch und Zwiebeln in Wasser, mit anschließender Ziehzeit und Filtern. Auch ein Auszug aus Rhabarberblättern ist möglich: Die Blätter werden mit heißem Wasser überbrüht und mindestens einen Tag stehen gelassen; danach wird die Flüssigkeit abgeseiht und zur Behandlung des Bestands verwendet.

Schnellstrategie zur Rettung junger Radieschen

Wenn Sie Verluste minimieren möchten, lohnt sich ein einfaches Vorgehen. Kontrollieren Sie die Blätter direkt nach dem Auflaufen regelmäßig, halten Sie das Beet gleichmäßig feucht und decken Sie die Aussaat bei drohendem Zuflug mit Vlies ab. Bei den ersten deutlichen Schäden ergänzen Sie nach Bedarf Leimfallen und – je nach Situation – eine gezielte Behandlung mit einem geeigneten Präparat. Schnelles Reagieren ist bei Erdflöhen entscheidend, weil sie am stärksten in der Phase schädigen, in der die Pflanzen am empfindlichsten sind.

Quelle: hubeni-skudcu, Potapnicek , Pestrazahrada.cz

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Jarmila M.
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