Hängende Klettertriebe von Tomaten im Handumdrehen stabilisieren
Wenn Sie im Garten Pflanzen anbauen, die gern nach oben klettern, typischerweise Erbsen, Bohnen oder Tomaten, stoßen Sie früher oder später auf das Thema Rankhilfe. Die Triebe beginnen sich zu biegen, kippen um und liegen am Boden, und Früchte wie auch Blätter leiden dann leicht unter Feuchtigkeit, werden schmutzig und lassen sich schlechter ernten. Die klassische Lösung mit Spalieren und fertigen Konstruktionen funktioniert zwar, ist aber oft teuer und kann in kleineren Gärten unnötig wuchtig wirken.
Ein einfacher Kompromiss, den Sie in wenigen Minuten umsetzen können, ist das Erhöhen eines normalen Tomatenkäfigs, indem Sie zwei Käfige aufeinander setzen. So entsteht ein höherer Stützrahmen, der sich für starkwüchsige Sorten eignet und auch dann hilft, wenn die Pflanze den Standardkäfig früher überragt, als Sie erwartet haben.
Ein cleverer Trick mit zwei Käfigen ergibt eine höhere und stabilere Konstruktion
Das Prinzip ist simpel. Den ersten Käfig stellen Sie wie gewohnt um die Pflanze. Den zweiten Käfig drehen Sie auf den Kopf und setzen ihn auf den unteren, sodass sich beide Teile überlappen und zusammen einen höheren Aufbau bilden. So erhalten die Triebe mehr Raum nach oben, und das Gewicht der Pflanze verteilt sich zugleich besser.
Diese Variante bewährt sich vor allem bei Tomaten mit schweren Früchten, die leichte oder niedrigere Käfige verformen können. Sie funktioniert aber auch bei anderen Kletterpflanzen, die im Laufe der Saison stärker wachsen als gedacht. Praktisch ist das außerdem beim Anbau in Gefäßen, etwa in Eimern, wo die Stütze auf kleiner Fläche Platz finden und gleichzeitig stabil bleiben muss.
So verbinden Sie die Käfige, damit sie fest stehen und nicht wackeln
Entscheidend ist die feste Verbindung der beiden Käfige. Am schnellsten geht es meist mit Kabelbindern, weil sie sich leicht straffen lassen und sauber zu verarbeiten sind. Nach dem Festziehen sollten Sie die überstehenden Enden abschneiden, damit die Konstruktion ordentlich wirkt und nichts unnötig absteht. Alternativ eignet sich Gartendraht: Wickeln Sie beide Teile an mehreren Stellen zusammen und biegen Sie die Enden so um, dass nirgends scharfe Spitzen abstehen.
Optisch hilft es, wenn Sie Binder oder Draht in einem ähnlichen Farbton wie die Käfige wählen. Dann wirkt die Rankhilfe wie aus einem Guss und stört im Beet weniger. Wichtiger als die Optik ist jedoch die Anzahl der Verbindungen. Je höher die Konstruktion, desto mehr lohnt es sich, an mehreren Punkten zu fixieren, damit der obere Teil bei Wind oder beim Arbeiten an der Pflanze nicht ins Schwanken gerät.
Was tun, wenn die Stütze trotzdem kippt
Bei schweren Pflanzen kann es passieren, dass selbst ein doppelter Käfig leicht zur Seite zieht. In so einem Fall hilft es, benachbarte Käfige miteinander zu verbinden, damit sie sich gegenseitig abstützen und ein stabileres Ganzes bilden. Es reicht, sie an mehreren Punkten mit Kabelbindern oder Draht zu fixieren, sodass sie nicht auseinanderdriften können.
Eine weitere Möglichkeit ist, einen stabilen Pflanzstab zur gesamten Konstruktion zu setzen und die Käfige daran festzubinden. Damit erhalten Sie eine Stütze, die sich weniger verdreht und Windstößen sowie dem zunehmenden Gewicht der Pflanze besser standhält. Gerade bei Kübeln ist diese Variante nützlich, weil das Substrat die eingesteckten Füße des Käfigs oft nicht so fest hält wie gewachsener Gartenboden.
Sicherheit zuerst: Achtung vor den spitzen Enden des oberen Käfigs
Wenn Sie den Käfig auf den Kopf drehen, befinden sich oben die Enden, die normalerweise zum Einstecken in den Boden gedacht sind. Diese Teile sind oft spitz und können beim Arbeiten an der Pflanze ein unangenehmes Risiko darstellen, besonders wenn Sie sich über die Pflanze beugen, Triebe anbinden oder ernten.
Eine einfache Vorsorge ist, diese Spitzen abzudecken. Helfen kann zum Beispiel ein kräftiges Klebeband, das Sie über die Enden ziehen, sodass sie abgerundet sind und nicht schneiden. So wird die Arbeit rund um die Stütze sicherer, und außerdem verringern Sie die Gefahr, dass Ärmel, Handschuh oder Gartenschnur hängen bleiben.
Wenn Sie Kletterpflanzen mehr Platz geben wollen, denken Sie auch an größere Konstruktionen
Das Stapeln von Tomatenkäfigen ist eine schnelle Lösung, die nutzt, was man oft ohnehin zur Hand hat. Es eignet sich als saisonale Unterstützung und für Situationen, in denen Sie umkippende Triebe sofort retten müssen. Wenn Sie Kletterpflanzen jedoch regelmäßig und in größerem Umfang anbauen, können selbstgebaute Spaliere oder andere, festere Rankhilfen sinnvoll sein: Sie bieten noch mehr Stabilität und geben dem Garten zugleich eine interessante Struktur.
Für viele Gärtnerinnen und Gärtner ist der doppelte Käfig jedoch der ideale Mittelweg. Er braucht wenig Platz, lässt sich schnell aufbauen, bei Bedarf anpassen und hilft vor allem, die Pflanzen aufrecht, gut durchlüftet und für Pflege wie Ernte besser erreichbar zu halten.
Quelle: House Digest, Gardening Know How, Pestrazahrada.cz
Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.
Ähnliche Artikel
Alter Trick So bleiben Tomaten monatelang ohne Kühlschrank frisch
Tomaten halten oft nur wenige Tage, bevor sie weich werden oder schimmeln. Mit einer traditionellen Methode im trockenen Holzaschebett lassen sie sich bei richtiger Lagerung wochen- bis monatelang frisch halten – ganz ohne Kühlschrank.
Juni im Apfelgarten entscheidet ob Sie gesunde Früchte ernten
Wechselhaftes Juniwetter kann im Apfelgarten viel Schaden anrichten, doch nicht jeder Fruchtfall ist ein Grund zur Sorge. Wer jetzt genau hinschaut und gezielt handelt, legt den Grundstein für gesunde, lagerfähige Äpfel.
Thuja und Hortensien klug kombinieren, damit Nachbarpflanzen gedeihen
Thuja und Hortensien sind starke Gartenpartner, stellen aber hohe Ansprüche an Licht, Wasser und Boden. Mit den passenden Begleitpflanzen und etwas Planung entsteht ein dauerhaft harmonisches Beet.
Kommentare (0)
Schreiben Sie den ersten Kommentar.