Der Garten kann im November noch blühen Diese Blumen und Sträucher halten bis in den Winter und schmücken auch die Vase
Der November ist meist die Zeit, in der sich der Garten langsam zur Winterruhe zurückzieht. Die Tage werden kürzer, Frühfröste treten häufiger auf und die meisten Sommerblumen verlieren bereits an Kraft. Trotzdem bedeutet das nicht, dass der Außenbereich leer und traurig wirken muss. Gerade zu dieser Jahreszeit gibt es eine ganze Reihe von Pflanzen, die weiter blühen oder dekorative Früchte, Ähren beziehungsweise immergrüne Blätter bieten, die sich auch für die Vase eignen.
Ausgerechnet der November zeigt, wie wertvoll Arten sind, die kühleres Wetter und kürzere Tage gut vertragen. Manche bringen Beete mit kräftigen Blüten zum Leuchten, andere sorgen für Feinheit und Struktur. Wenn Sie sich ein Stück Garten ins Haus holen möchten, gibt es noch immer einiges zur Auswahl.
Klassische Blumen für den Spätherbst
Chrysanthemen als Symbol der Novemberblüte
Zu den auffälligsten Novemberblumen gehören ohne Zweifel Chrysanthemen. Sie sind beliebt wegen ihrer üppigen Blüte und der großen Farbpalette von Weiß über Gelb bis hin zu Rosa, Rot oder Violett. Im Beet verlängern sie die Zierwirkung bis weit in den Spätherbst hinein und machen sich nach dem Schnitt ebenso gut in der Vase.
Niedrige Sorten eignen sich für den Vordergrund, während höhere Varianten als Schnittblumen besonders gut zur Geltung kommen. In kühleren Regionen sollte man an einen Winterschutz denken, denn nicht alle Chrysanthemen sind vollständig gegen starken Frost gefeit.
Stiefmütterchen und Hornveilchen für kühles Wetter
Stiefmütterchen zählen zu den dankbarsten Herbstblumen. Kühle tut ihnen gut, und im November wirken sie oft frischer als während eines heißen Sommers. Ihre Blüten kombinieren kräftige Gelb-, Blau-, Weiß- und Violetttöne und beleben Kübel, Einfassungen und kleinere Beete.
Ähnlich wirken Hornveilchen: Sie haben kleinere, zartere Blüten, setzen dafür aber meist sehr reich an. Beide Arten vertragen auch leichten Frost, sodass sie dem Garten Farbe geben, wenn die meisten anderen Pflanzen bereits verblüht sind.
Auffällige Arten, die sich auch zum Schnitt eignen
Nerinen mit auffälligen rosa Blüten
Nerinen wirken sehr elegant, und ihre Blüten erinnern oft an leuchtende Lippenstiftfarben. Am häufigsten erscheinen sie in klaren Rosatönen, die im Novembergarten sofort ins Auge fallen. Manche Arten sind frostempfindlicher und gedeihen besser mit Schutz, doch Nerine bowdenii lässt sich auch im Freiland an einem sonnigen Standort kultivieren. Sehr gut eignet sie sich zudem für die Pflanzung im Kübel.
Hesperantha blüht bis zu den ersten Frösten
Hesperantha, früher häufig als Schizostylis bezeichnet, kann vom Spätsommer bis zum Einsetzen stärkerer Fröste blühen. Ist der Herbst mild, lassen sich ihre zarten Blüten auch im November noch genießen. Sie passt sowohl ins Beet als auch in geschnittene Herbststräuße, denen sie Leichtigkeit und Frische verleiht.
Löwenmäulchen können mit einer weiteren Blüte überraschen
In Regionen mit milderem Herbst blühen im November auch Löwenmäulchen weiter. Ihre aufrechten Blütenstände bringen Höhe und Abwechslung in die Pflanzung. Kühle Witterung bekommt ihnen oft besser als sommerliche Hitze, deshalb können sie erneut Knospen ansetzen. Sie sind sowohl im Beet als auch in der Vase attraktiv.

Sträucher und Stauden, die den Garten am Übergang von Herbst zu Winter schmücken
Kamelien und Christrosen für eine elegante Wirkung
Einige Kamelien beginnen bereits im Spätherbst zu blühen. Ihre glänzenden, immergrünen Blätter und rosenähnlichen Blüten wirken sehr edel. Am besten gedeihen sie im Halbschatten und in einem Boden, der nicht austrocknet, überschüssiges Wasser jedoch gut ableitet.
Christrosen, manchmal auch Weihnachtsrosen genannt, sind eine weitere wertvolle Pflanzengruppe für die kalte Jahreszeit. Je nach Sorte beginnen sie schon gegen Ende des Herbstes zu blühen und setzen dies im Winter fort. Ihre Blüten in Weiß, Rosa, Grün oder Purpur kommen besonders dort zur Geltung, wo es im Garten mehr Schatten gibt.
Winterjasmin und Zaubernuss als Licht an trüben Tagen
Winterjasmin zählt zu den zuverlässigen Sträuchern für die kalte Jahreszeit. Seine gelben, sternförmigen Blüten erscheinen an grünen Ruten noch vor dem Laubaustrieb, was einen sehr auffälligen Effekt erzeugt. Er eignet sich gut für Rankhilfen, Mauern und auch für eine freiere Wuchsform.
Eine ungewöhnliche Schönheit bietet die Zaubernuss. Sie blüht an kahlen Zweigen, und ihre schmalen, fransigen Blüten können gelb, orange oder rot sein. Neben der Optik wird sie oft auch wegen ihres feinen Duftes und ihrer hohen Kälteverträglichkeit geschätzt.
Im November geht es nicht nur um Blüten
Ziergräser und farbige Früchte
Der Garten wird im November nicht nur von Blüten geschmückt. Eine große Rolle spielen auch Ziergräser, zum Beispiel Chinaschilf. Seine beigen oder silbrigen Blütenstände geben den Beeten Struktur, Bewegung und einen winterlichen Charakter. Einige Rispen lassen sich auch für die Vase schneiden, wo sie sehr natürlich wirken.
Sehr eindrucksvoll ist auch das Pfaffenhütchen, das im Herbst mit auffälligen orange-rosa Früchten und kräftig gefärbtem Laub begeistert. In Kombination mit spät blühenden Pflanzen entsteht ein üppiges Herbstbild, und es ergänzt Schnittblumen aus dem eigenen Garten hervorragend.

Weitere Pflanzen, die im November Freude machen
Zu den Arten, die häufig auch in dieser Zeit noch blühen, gehört die Ringelblume mit ihren warmen Orange- und Gelbtönen. In einem kühlen Herbst hält sie überraschend lange durch und wird zudem wegen ihres praktischen Nutzens geschätzt. Winterheide bringt wiederum kleine glockenförmige Blüten und hält den Garten farbig, selbst wenn die meisten Bestände bereits nachlassen.
Nützlich sind auch weiterhin immergrüne Zweige. Rosmarin oder Eukalyptus lassen sich im November als Ergänzung in Sträußen verwenden, wegen ihres Duftes, ihrer Struktur und des frischen Aussehens.
Ein Novembergarten muss nicht das Ende der Farben bedeuten. Mit den richtigen Blumen, Ziergräsern und Sträuchern bleibt der Garten bis in den Winter lebendig und interessant.
So genießen Sie Novemberblüten in vollen Zügen
Wenn Sie Ihren Garten auch am Ende der Saison attraktiv halten möchten, lohnt es sich, mehrere Pflanzentypen zu kombinieren. Die Verbindung aus Chrysanthemen, Stiefmütterchen, Christrosen, Gräsern und Sträuchern mit Zierfrüchten ergibt ein abwechslungsreiches Gesamtbild, das natürlich und üppig wirkt. Manche Pflanzen liefern Blüten für die Vase, andere geben dem Garten ein stabiles Gerüst, und wieder andere duften oder setzen unerwartete Farbakzente.
So muss der November nicht nur ein Monat des Aufräumens und der Wintervorbereitungen sein. Er kann auch die Zeit sein, in der die feine, ruhige und sehr eigenständige Schönheit des späten Gartens besonders zur Geltung kommt.
Quelle: Gardeners World, Proven Winners , Pestrazahrada.cz
Als Krankenschwester von Beruf begeistert sie sich für einen gesunden Lebensstil, die Natur und alles, was sowohl den Menschen als auch der Welt um sie herum zugutekommt. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich gern mit Gärtnern, Kochen, Nähen und der Fürsorge für ihre Familie. In ihren Artikeln verbindet sie mit Freude fachliche Kompetenz mit praktischer Erfahrung aus dem Garten und dem Alltag.
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