Bewährter Tipp zum Überwintern von Geranien Ein Zusatz fürs Substrat den die meisten wegwerfen
Geranien zählen zu den beliebtesten Balkon- und Gartenpflanzen, weil sie lange blühen und bei guter Pflege wirklich üppige Büsche bilden. Wenn ich sie draußen kultiviere und möchte, dass sie mir auch in der nächsten Saison erhalten bleiben, reicht es nicht, sie nur ins Warme zu holen. Wichtig ist, sie richtig auf den Winter vorzubereiten. Genau dadurch starten sie im Frühjahr kräftig, gesund und bereit, wieder Blüten anzusetzen.
Zuerst die Pflanze vorsichtig aus der Erde nehmen
Die Grundlage ist, die Geranie samt Wurzelballen behutsam aus dem Boden zu holen. Dabei gehe ich vorsichtig vor, damit das Wurzelsystem nicht unnötig beschädigt wird. Sobald ich die Pflanze draußen habe, setze ich den Wurzelballen in einen Topf. So erhalte ich eine Mutterpflanze, die ich über den Winter behalten kann, und kann mir gleichzeitig aus den abgeschnittenen Teilen neue Jungpflanzen ziehen.
Der Rückschnitt verjüngt die Pflanze
Nach dem Herausnehmen folgt der Rückschnitt. Von den Trieben entferne ich die Blätter, die Triebe selbst lasse ich jedoch stehen. Genau aus ihnen können später neue Austriebe und Blätter wachsen. Dieser Schritt ist nicht nur wichtig, um im Winter Energie zu sparen, sondern auch, damit die Pflanze im Frühjahr kompakter und dichter austreibt.
So bereiten Sie Topf und passendes Substrat vor
Auf den Boden des Topfes lege ich am besten ein Stück Styropor. Das verbessert die Drainage und schützt die Wurzeln teilweise vor Kälte, die vom Gefäß ausgehen kann. Danach fülle ich den Topf mit einer Mischung aus Erde, Sand und Holzasche. Der Sand lockert das Substrat, und die Asche kann einige Mineralstoffe liefern. In die vorbereitete Pflanzmulde setze ich den Wurzelballen und fülle alles mit dieser Mischung auf.
Ist die verwendete Erde bereits feucht, muss man direkt nach dem Pflanzen nicht gießen. Besser ist es, ein paar Tage zu warten, bis die Erde leicht abtrocknet, und erst dann Feuchtigkeit nachzugeben. Zu viel Wasser direkt nach dem Umtopfen könnte der Pflanze eher schaden.

Aus Stecklingen lassen sich ganz einfach weitere Geranien vermehren
Aus den abgeschnittenen Teilen wähle ich die kräftigsten und festesten Stecklinge aus. Ich entferne die Blätter und schneide die Spitze zurück. Ist ein Steckling zu lang, kann ich ihn ohne Bedenken etwa auf die Hälfte kürzen. Den unteren Schnitt setze ich am besten schräg mit der Gartenschere, weil so eine geeignete Fläche für die Bewurzelung entsteht.
Stecklinge im Herbst und Winter setzen
Auch für die Stecklinge bereite ich einen eigenen Topf vor. Unten kommt wieder Styropor hinein, darüber dieselbe Mischung aus Erde, Sand und Asche. Mit einem Messer oder einem anderen geeigneten Werkzeug mache ich kleine Pflanzlöcher und setze die Stecklinge etwa 4 bis 5 Zentimeter tief ein. Die Erde drücke ich ringsum leicht an, damit sie fest sitzen und gut Halt haben.
Den fertigen Topf stelle ich auf die Fensterbank oder an einen anderen hellen Platz im Innenraum. Mit dem Gießen habe ich es nicht eilig. Wasser gebe ich je nach Bedarf nach ein bis zwei Tagen dazu, oder erst dann, wenn das Substrat zu trocknen beginnt. Staunässe ist bei überwinternden Stecklingen ein häufigeres Problem als eine kurze, etwas trockenere Phase.
Die Abstände beeinflussen das Ergebnis im Frühjahr

Wenn ich zu Hause genug Platz habe, lohnt es sich, Stecklinge mit größeren Abständen zu setzen. So bekommen die Pflanzen mehr Raum und können bis zum Frühjahr nicht nur Wurzeln bilden, sondern auch einen kräftigeren oberirdischen Teil entwickeln. Das Ergebnis ist meist eine besser entwickelte Geranie mit mehr Substanz für das spätere Auspflanzen.
Bei dichterer Pflanzung bewurzeln die Stecklinge zwar ebenfalls, bleiben aber häufig nur als kleine bewurzelte Stücke ohne stärkere Entwicklung. Für manche reicht das, wenn sie nur die Sorte erhalten möchten. Wer im Frühjahr jedoch wirklich schöne, kräftige Pflanzen haben will, sollte jedem Steckling mehr Platz gönnen.
Düngen und weitere Pflege während der Überwinterung
Während des Winters kann man sowohl die Geranien als auch die Stecklinge düngen. Sinnvoll ist es, natürliche und gängige Handelsdünger abzuwechseln, damit die Pflanzen laufend und ausgewogen mit Nährstoffen versorgt werden. Wachstumsstimulatoren sind dabei nicht nötig. Geranien können sich sehr gut anpassen und bewurzeln auch ohne solche Mittel zuverlässig.
Eine sorgfältig überwinterte Geranie belohnt im Frühjahr mit kräftigem Wachstum, gesunden Blättern und üppiger Blüte, ohne dass man neue Jungpflanzen kaufen muss.
Genau darin liegt der größte Vorteil dieser Vorgehensweise. Es ist nichts Kompliziertes, sondern nur ein paar richtig getimte Schritte. Wer seine Geranien so über den Winter bringt, kann sich im Frühjahr nicht nur über gespartes Geld freuen, sondern vor allem über Pflanzen, die bereits angepasst sind und bereit, wieder zu glänzen.
Quelle: Gardening Know How, To je nápad, Pestrá zahrada, Pestrazahrada.cz
Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.
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