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Welche Blumen draußen Frost überstehen und welche ins Haus müssen

October 2, 2026 · 5 Min. Lesezeit · Tomas Rohlena
Welche Blumen draußen Frost überstehen und welche ins Haus müssen
Astern / Foto: Depositphotos
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Mit dem Herbst verändern sich nicht nur Wetter und Licht, sondern auch die Bedingungen für Pflanzen auf Terrasse und Balkon. Kühle Morgen, niedrigere Nachttemperaturen und die ersten Bodenfröste sind ein klares Signal, dass manche Blumen draußen nicht mehr lange durchhalten. Ob eine Pflanze an der frischen Luft bleibt oder ins Haus umzieht, hängt vor allem von ihrer Herkunft und ihrer Kältetoleranz ab.

Grundsätzlich gilt: Arten aus subtropischen und mediterranen Regionen reagieren meist empfindlich auf Frost. Winterharte Stauden und typische Herbstpflanzen für draußen verkraften Temperaturabfälle dagegen oft problemlos. Es gibt also keine Einheitsregel für alle Blumen – entscheidend sind die jeweilige Pflanze und die aktuelle Wettervorhersage.

Pflanzen, die vor Frost geschützt werden müssen

Zu den empfindlicheren Pflanzen gehört zum Beispiel Rosmarin. Auch wenn er kurzfristig leichte Minusgrade überstehen kann, werden stärkere und länger anhaltende Fröste schnell riskant. Wenn Sie ihn im Topf auf der Terrasse kultivieren, lohnt es sich, ihn rechtzeitig an einen hellen Platz mit etwas höherer Temperatur zu bringen, wo er die kalten Monate ohne Schäden übersteht.

Ähnlich ist es bei Geranien (Pelargonien), die zu den beliebtesten Balkonblumen zählen. Sinkt die Temperatur unter 5 °C, verlangsamt sich ihr Wachstum deutlich. Bei 0 °C oder darunter beginnen sie bereits zu leiden und können nach und nach absterben. Zum Überwintern eignet sich ein heller Raum mit etwa 5 bis 10 °C. Wichtig ist außerdem, das Gießen zu reduzieren, damit die Pflanzen in der Ruhephase nicht durch Staunässe geschwächt werden.

Die gleiche Pflege brauchen auch Petunien. Sie sind äußerst kälteempfindlich, und der erste Frost kann sie vollständig zerstören. Wenn Sie sie möglichst lange erhalten möchten, holen Sie sie rechtzeitig ins Haus oder in einen geschützten Bereich. Auch bei ihnen gilt: Zum Überwintern sind viel Licht, eher niedrige Temperaturen und sparsame Wassergaben ideal.

Was empfindliche Arten gemeinsam haben

Die meisten Sommerblumen und wärmeliebenden Pflanzen vertragen es nicht, draußen zu bleiben, sobald die Nachttemperaturen regelmäßig in Richtung Gefrierpunkt fallen. Warten Sie daher nicht auf den ersten kräftigen Frost. Ein rechtzeitiger Umzug ist meist schonender als der Versuch, bereits geschädigte Pflanzen zu retten. Entscheidend ist außerdem ein Standort mit ausreichend Licht, der gleichzeitig nicht in einem zu stark beheizten Raum liegt.

Welche Blumen auf der Terrasse bleiben können

Sonnenhut / Foto: Pestrazahrada.cz
Sonnenhut / Foto: Pestrazahrada.cz

Auf der anderen Seite gibt es Arten, denen kühles Herbstwetter nichts ausmacht. Sonnenhut, Astern und andere robuste Stauden können auch bei deutlicher Abkühlung draußen bleiben. Auf der Terrasse kommen sie meist mit minimalen Wassergaben aus, und ein Umzug ins Haus ist für den Winter nicht nötig.

Sehr gut vertragen auch Heide und Glockenheide den Herbst. Gerade in dieser Zeit sind sie am schönsten, und niedrige Temperaturen kommen ihnen entgegen. Sie sind daher eine gute Wahl für alle, die Balkon oder Terrasse auch in der kühleren Jahreszeit attraktiv gestalten möchten. Wenn sie nicht extrem ungeschützt stehen, können sie draußen in der Regel ohne größere Probleme bleiben.

Die Winterhärte hängt auch von der Sorte ab

Bei manchen Pflanzen sollte man nicht nur auf die Art, sondern auch auf die konkrete Sorte achten. Das gilt zum Beispiel für Hebe (Strauchveronika). Kleinblättrige Varianten sind meist frosthärter, während großblättrige Typen im Winter leiden können und besser in einen geschützten Bereich oder ins Gewächshaus passen.

Ähnlich ist es beim Efeu. Gemeiner Efeu (Hedera helix) zählt zu den zuverlässig winterharten Pflanzen und überwintert auf der Terrasse in der Regel problemlos. Tropische oder weniger robuste Sorten können hingegen deutlich mehr Winterschutz brauchen. Vor der Entscheidung ist es daher sinnvoll, die Ansprüche der konkreten Pflanze zu prüfen, die Sie kultivieren.

Am wichtigsten ist nicht der Kalender, sondern die tatsächliche Außentemperatur und die Winterhärte der jeweiligen Pflanze.

So treffen Sie die richtige Entscheidung

Wenn Sie unsicher sind, orientieren Sie sich an den Nachttemperaturen und an der Herkunft der Pflanze. Wärmeliebende Arten holen Sie am besten noch vor dem ersten Frost ins Haus. Winterharte Stauden, Heidepflanzen oder robuste Efeuarten können auf der Terrasse bleiben – passen Sie lediglich die Wassergaben an. So kommen die Pflanzen besser durch Herbst und Winter und starten im Frühjahr wieder in guter Verfassung.

Quelle: RHS, Home & garden, Gardening Know How, Pestrazahrada.cz

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Tomas Rohlena
Tomas Rohlena

Ein Liebhaber der Natur, des Gartens und allem, was sich bewegt, blüht oder wächst. Er baut buchstäblich alles an, von Kräutern bis hin zu seltenen Arten, und kümmert sich ebenso gern um Tiere. Bei seiner Arbeit verbindet er moderne Technologien mit erprobten Großmutter-Methoden und freut sich, wenn beide Wege zum selben Ziel führen.

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